Vertreterinnen der BDP-AG „Geschlechtsspezifische Gewalt“ zu Gast auf der BMJV-Veranstaltung „MUT FINDET RÜCKHALT – Gewalt gegen Frauen gemeinsam bekämpfen“
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Auf Einladung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) trafen sich Anfang Juli 2026 Vertreter*innen von Verbänden und weiteren Organisationen, die sich auf politischer Ebene für die Stärkung des Schutzes vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt einsetzen, auf der Veranstaltung „MUT FINDET RÜCKHALT“.
Die BDP-Arbeitsgruppe „Geschlechtsspezifische Gewalt“ setzt sich seit vielen Jahren kontinuierlich für eine gesetzliche Verankerung der Istanbul-Konvention in Deutschland sowie deutliche Verbesserungen im Gewaltschutz ein und bringt hier und in verschiedenen weiteren genderspezifischen Gesetzgebungsverfahren fachspezifische Expertise ein.
In ihrer Begrüßungsrede zum Veranstaltungsauftakt machte Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Stefanie Hubig (SPD) unmissverständlich klar, dass sie den Schutz von Frauen vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt mit hoher Priorität auf ihre politische Agenda gesetzt hat und die Umsetzung wichtiger Maßnahmen in diesem Bereich sowie einen gesellschaftliche Wandel, beispielsweise mit der Kampagne „MUT FINDET RÜCKHALT“, kontinuierlich verfolgen wird.
Auf der anschließenden Podiumsdiskussion sprachen Sarah Bora, Mitinitiatorin der Initiative #Die Nächste, Romy Strangl, Vorständin von One Billion Rising München e. V, Dirk Peglos, Bundesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter e. V., sowie Claudia Ignezy, Referentin der Geschäftsstelle des Bundesverbandes Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe Frauen gegen Gewalt e. V..
Der zentrale Fokus der Diskussion lag auf den politischen Notwendigkeiten zur Verbesserung des Gewaltschutzes durch klare gesetzliche Regelungen sowie Chancen öffentlicher Aufklärungskampagnen. Hier wurden unterschiedliche Aspekte und Ansätze aufgegriffen und diskutiert. Es ging auch um die Problematik der Täter-Opfer-Umkehr oder Reviktimisierung und am Ende waren sich alle einig: Die Scham muss die Seite wechseln.
Hauptprogrammpunkt der Veranstaltung aber war natürlich die Vorstellung des ersten Plakats der neuen BMJV-Aufklärungskampagne „DEIN MUT FINDET RÜCKHALT“, bei der alle anwesenden Verbände und Organisationen mit einbezogen werden.
Beeindruckend waren vor allem auch die Berichte von Betroffenen im Anschluss an das Podium, anders als andere vulnerable Gruppen haben sie bereits eine Stimme gefunden und können den Bedarf an notwendigen Veränderungen formulieren. Das Schlusswort hielt Dr. Johannes Dimroth, ständiger Vertreter der Staatssekretärin im BMJV.
Hier geht es zur BMJV-Veranstaltungsseite „MUT FINDET RÜCKHALT“ mit der Rede der Bundesministerin Dr. Stefanie Hubig.
Hier geht es zur BMJV-Kampagne "Mut findet Rückhalt".