Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

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Die European Association of Community Psychologists (ECPA) und die European Federation of Psychologists’ Associations (EFPA), in der auch der BDP als Teil der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen Mitglied ist, feiern gemeinsam mit den Vereinten Nationen am 25. November den internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

In ihrem Statement weisen sie u. a. darauf hin, wie wichtig es ist, Angehörige der Gesundheitsberufe – sowohl in Krankenhäusern als auch in der Allgemeinmedizin – für die Formen und die Dynamik von häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt zu sensibilisieren. Zudem müssten Verfahren entwickelt werden, um solche Fälle möglichst effektiv zu behandeln.

In den meisten Gesundheitseinrichtungen fehlen derzeit noch geeignete Instrumente, für das Screening und die Intervention beim Auftreten von Gewalt, insbesondere in Notaufnahmen. Psychologinnen und Psychologen könnten gerade hier, bei der Betreuung von Frauen mit schweren Verletzungen und psychischen Traumata, eine wichtige Rolle spielen. Denn gerade in den Notaufnahmen wird der Zusammenhang zwischen Verletzungen und häuslicher Gewalt häufig nicht erkannt.

Mit Blick auf die andauernde Corona-Pandemie warnen Psychologinnen und Psychologen vor den erhöhten Risiken für Frauen: Stress im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Unsicherheit am Arbeitsplatz – aber auch vor der Eskalation von häuslicher Gewalt bei zeitgleich reduzierten Unterstützungsangeboten.

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