Hitzeaktionstag 2026 – Krisenresilienz bei Extremhitze stärken

Pressemitteilung

Berlin, 11.06.2026: Zum Hitzeaktionstag am 11. Juni 2026 unter dem Motto „Gemeinsam versorgen unter Extremhitze“ skizziert das Bündnis, dem auch der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) angehört, in einer Meldung ein verheerendes Szenario, das bereits in fünf Jahren Realität sein könnte: „August 2029, 14 Tage Hitze mit Höchsttemperaturen bis zu 44 Grad, Rettungsdienste sind überlastet, Notaufnahmen und Arztpraxen sind voll. Menschen sitzen in überhitzten Wohnungen, Aggressionen nehmen zu. Viele Krankenhauszimmer und Behandlungsräume sind wegen zu hoher Temperaturen gesperrt.“ 

Mit zunehmender globaler Erwärmung wächst die Gefahr für solche langanhaltenden, extremen Hitzeperioden, so die Einschätzung des Bündnisses. Dennoch ignoriert, wie aktuelle wissenschaftliche Studien und Bewertungen deutlich zeigen, die Bundesregierung mit ihrer gegenwärtigen Energiepolitik gesetzliche Regelungen zum Klimaschutz, indem dringend notwendige Maßnahmen nicht umgesetzt sowie beschlossene zeitliche Vorgaben nicht eingehalten werden.

Mit einem Positionspapier macht das Bündnis zum Hitzeaktionstag 2026 einmal mehr darauf aufmerksam, dass Deutschland auf Krisenlagen durch Extremhitze bislang nicht ausreichend vorbereitet ist. Es braucht klare Zuständigkeiten und die Integration von Extremhitze in Krisenvorsorge und Katastrophenschutz, effektive soziale Schutzstrukturen für Risikogruppen, ein vorbereitetes und gestärktes Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen sowie die Finanzierung von resilienten Prozessen, Belegschaften, Einrichtungen, Quartieren und Infrastrukturen. 

Im Rahmen der Tagung zum 80. Verbandsjubiläum vom 05.-07.06.2026 im Haus der Psychologie in Berlin wurde das Thema von Expert*innen der Politikwerkstatt „Die doppelte Klimakrise - meteorologisch und gesellschaftlich“ unter Leitung von BDP-Vizepräsidentin Susanne Berwanger diskutiert. Einige zentrale Zitate:

„Wir leben in einer Kontinuitätsillusion: Trotz eskalierender sozial-ökologischer Krisen handeln Individuen, Organisationen und Institutionen vielfach so, als blieben die Grundbedingungen von Alltag, Versorgung, Mobilität, Arbeit und biografischer Planbarkeit im Wesentlichen erhalten“ (Dr. Felix Peter, Schulpsychologe, Psy4F).

„Nur wenn wir die Klimakrise hier und jetzt in all ihren katastrophalen Auswirkungen auf die Biosphäre und unser gesellschaftliches Miteinander ernst nehmen, kann es uns gelingen, die Gesellschaft wachzurütteln, zu befähigen und zum Handeln zu verleiten.“ (Dr. Thomas Götz, Staatssekretär a.D., Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V.)

„Die Klimakrise ist längst nicht mehr nur eine ökologische oder politische Herausforderung. Sie ist zu einer Umsetzungs-, Kooperations- und Vertrauenskrise geworden. (Janna Hoppmann, Geschäftsführerin ClimateMind)

Als Berufsverband und Bündnispartner teilt der BDP die Einschätzungen. Es ist höchste Zeit zu handeln. Mit einem erneuten Appell in Richtung Bundesregierung fordert der BDP am Hitzeaktionstag 2026 eine konsequente Umsetzung von Klimaschutzzielen. Die Psychologie als Profession kann bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels und beim Aufbau von Handlungsmotivation auf individueller und systemischer Ebene die notwendigen Veränderungsprozesse unterstützen.

Ihre Ansprechpartnerin:
Bettina Genée
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Phone: +49 176 58868222
Mail: presse@bdp-verband.de

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Psychologie in Krisen
Psychologie und Gesundheit
Klima und Psychologie
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Klima und Psychologie

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