Anlässlich 75 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention zeichnet BDP Memorandum für einen starken Flüchtlingsschutz

„Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt“

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„Menschenrechte sind die Grundlage unseres Zusammenlebens. Sie setzen dort an, wo sich alle wiedererkennen: im Wunsch nach Sicherheit und einem Leben in Würde. 
Ein friedliches Miteinander gelingt also nur dort, wo jede und jeder die eigenen Rechte tatsächlich wahrnehmen kann“ heißt es im Text zum Memorandum.

Mit der Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention wurde genau dieser Anspruch vor 75 Jahren völkerrechtlich verankert, um Geflüchteten ein Recht auf Schutz vor Krieg und Verfolgung durch einen sicheren Zufluchtsort zu garantieren. Dabei sollen staatliche Grenzen dem Recht des Einzelnen auf ein Leben in Sicherheit und Würde nicht entgegenstehen. 

Laut der UNO-Flüchtlingshilfe bleibt „die Zahl der Menschen, die weltweit vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen müssen … auf einem besorgniserregend hohen Niveau“: mehr als 117 Millionen Menschen waren demnach Ende 2025 auf der Flucht, davon allein mehr als 68 Millionen aufgrund von Konflikten im eigenen Land.

Für sie sieht die Realität oft anders aus als es die Genfer Flüchtlingskonvention vorsieht. Gefährliche Fluchtrouten und eine Asyl- und Migrationspolitik mit langwierigen behördlichen Prozessen und hohen behördlichen Hürden erschweren den Zugang zu Schutz und ausreichender Versorgung. Geflüchtete und Schutzsuchende sind weltweit teilweise erheblichen Menschenrechtsgefährdungen ausgesetzt.

Besonders in Zeiten multipler Krisen und einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung wird die Umsetzung der Genfer Flüchtlingskonvention zu einer immer größeren Herausforderung. 

Was es jetzt verstärkt braucht, ist die Besinnung auf Werte, die Gemeinschaften und Gesellschaften tragen: gesellschaftlicher Zusammenhalt, Solidarität, Respekt und Wertschätzung im Umgang miteinander sowie die Bereitschaft, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen. 

Eine solche Gemeinschaft ist die Basis auch für einen von der Gesellschaft getragenen Flüchtlingsschutz, der Geflüchteten echten Schutz bietet und damit auch die Gemeinschaft stärkt.

Von dieser Überzeugung getragen setzt der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen deshalb ein Zeichen und appelliert: Ein Flüchtlingsschutz, der dem Anspruch eines echten Schutzes gerecht wird, ist nicht nur dringend erforderlich, sondern auch möglich.

Hier geht es zum Memorandum.

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Psychologie in Krisen
Menschenrechte
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