Professionelle Gesundheitsversorgung und Selbsthilfe - die Umsetzung gemeindepsychologischer Konzepte in der Praxis

Der BDP-Vorstand lädt ein

Referentin: Monika Bobzien 

Nach der Überblicksveranstaltung im Mai folgt nun mit dem zweiten Teil der Informationsreihe ein erster Blick in die Umsetzung communitypsychologischer Konzepte in die Praxis. 

Die Referentin zeigt auf, wie Krankenhäuser, Arztpraxen und Rehaeinrichtungen die Zusammenarbeit zwischen Patientenorganisationen und professionellen Kräften in der Gesundheitsversorgung zum Wohle beider Seiten initiieren und verbessern können.

Selbsthilfegruppen chronisch kranker Menschen und/oder ihrer Angehörigen haben das Ziel, Raum für Erfahrungsaustausch und gegenseitige Hilfe anzubieten sowie gemeinschaftlich die Ressourcen der Betroffenen zu fördern. Kommt es zu einer gelingenden Kooperation mit den professionellen Kräften in der Gesundheitsversorgung, können sie mit ihrem umfangreichen Erfahrungswissen die Behandlung und Therapie von Patientinnen und Patienten unterstützen. 

Die gesundheitliche Selbsthilfe ergänzt die professionelle Gesundheitsversorgung. Das kann zu besseren Behandlungsergebnissen, Stärkung der Gesundheitskompetenz und damit einer verbesserten Lebensqualität bei den Betroffenen führen. Auf diese Effekte weist auch die SHILD-Studie hin, die
zwischen 2012 – 2018 im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit durchgeführt wurde.

Am Beispiel des inzwischen etablierten Projekts "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" wird aufgezeigt, wie sich in einer verbindlichen Kooperation partizipative Prozesse und Empowerment entwickeln und damit die Qualität der Versorgung verbessert werden kann.

Ziel der Veranstaltung ist es, anhand vielfältiger praxisnaher Beispiele einer selbsthilfebezogenen Patientenorientierung in den Einrichtungen der Gesundheitsversorgung darzustellen, wie sich Konzepte der Gemeindepsychologie wie Partizipation und Empowerment konkretisieren lassen und
Interessierte zur Reflexion anzuregen, wie ein gemeindepsychologisch orientierter Ansatz nachhaltig Eingang in die Arbeitsweise von Einrichtungen der Gesundheitsversorgung finden kann.

Schlüsselbegriffe: selbsthilfebezogene Patientenorientierung, gesundheitliche Selbsthilfe, Kooperation, Partizipation, Empowerment

Literaturempfehlung:
Behzadi A., Lenz A., Neumann O., Schürmann I., Seckinger M. (Hg.) 2023: Handbuch für Gemeindepsychologie – Community Psychology in Deutschland. DGVT-Verlag
Kofahl C., Haack M., Nickel S., Dierks M-L. (Hg.) 2019: Wirkungen der gemeinschaYlichen Selbsthilfe. Reihe Medizin-Soziologie, Band 29, LIT Verlag
Slesina, Wolfgang; Fink, A. (2009): Kooperation von Ärzten und Selbsthilfegruppen. In: Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 52, 1, S. 30–39.
Trojan A., Bellwinkel M., Bobzien M., Kofahl C., Nickel S. (Hg.) 2012: Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen – wie sich selbsthilfefreundliche Patientenorientierung systematisch entwickeln und verankern lässt. Wirtschaftsverlag NW
Trojan, A., Werner, S., Bobzien, M., Nickel, S. 2009: Integration von Selbsthilfezusammenschlüssen in das Qualitätsmanagement im ambulanten und stationären Versorgungsbereich. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2009 – 52:47-54. Online publiziert: 21. Januar 2009. Springer Medizin Verlag

https://www.selbsthilfefreundlichkeit.de/
 

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Datum
Mittwoch, 17.06.2026
Uhrzeit
Beginn: 18:30
Ende: 20:00
Kontakt
Thordis Bethlehem
t.bethlehem@bdp-verband.de
Anmeldung
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freier Eintritt
ja
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