Zwischen Gesetz und Realität: Wie mit der Gefährdungsbeurteilung Psyche die Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen gelingt?
Pressemitteilung
Berlin, 15.04.2026: Die Arbeitswelt verändert sich rasant: Digitalisierung, KI, Fachkräftemangel und steigender Veränderungsdruck prägen die Arbeitswelt. Damit einher geht eine permanente Veränderung der psychischen Belastungsfaktoren. Sie haben nicht nur einen enormen Einfluss auf die Lebensqualität von Arbeitnehmer*innen, sondern sind auch ein signifikanter Wirtschaftsfaktor für die Produktivität von Unternehmen.
Jedes Jahr steigt die Zahl psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz inklusive einer stetig steigenden Zahl an Fehltagen und Frühberentungen. Das führt zu steigenden Folgekosten für Unternehmen und das Gesundheitssystem. Der BDP weist im Rahmen seiner Initiative Arbeitsschutz kontinuierlich auf den dringenden Handlungsbedarf hin. Der Zusammenhang zwi-schen negativer psychischer Belastung am Arbeitsplatz und psychischen sowie körperlichen Erkrankungen wie Depressionen oder Rückenleiden ist seit langem empirisch belegt.
Dennoch empfinden viele Unternehmen die Gefährdungsbeurteilung (GB) für psychische Belastung als notwendiges Übel mit hohem Aufwand bei vergleichsweise geringem Output. Ohne eine klare, praxisnahe Umsetzung bleibt ihr Potenzial als wirksames Instrument zur Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen und Leistungsfähigkeit oft ungenutzt.
Die zentralen Fragen lauten daher: Wie gelingt eine GB Psyche, die im betrieblichen Alltag wirklich etwas bewegt und bei einer gesünderen Gestaltung von Arbeitsbedingungen unterstützen kann? Wo liegen echte Stellschrauben, welche Chancen bietet sie und wo liegen die Grenzen?
Im Rahmen der Veranstaltung Basi im Dialog „Zwischen Gesetz und Realität: Wie gelingt die Gefährdungsbeurteilung Psyche wirklich?“ stehen daher der Schutz der Gesundheit von Mitarbeitenden sowie die Möglichkeiten der Senkung von Fehlzeiten mit Hilfe der GB Psyche im Fokus.
Es diskutieren Dr. Christian Felten, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi) und Ivon Ames, Vizepräsidentin des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP). Ivon Ames ist Arbeits- und Organisationspsychologin, engagierte Forscherin an der FernUniversität Hagen und Geschäftsführerin der EVAO GmbH. Sie verbindet in ihrer Arbeit wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischer Beratungserfahrung.
Basi im Dialog ist eine Veranstaltungsreihe der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, bei der Expert*innen in einem 45-minütigen Online-Format wert-volle Tipps und Hinweise für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz geben.
Die Online-Veranstaltung „Zwischen Gesetz und Realität: Wie gelingt die Gefährdungsbeurtei-lung Psyche wirklich?“ findet am 21.04.2026, 15:30 - 16:30 Uhr statt. Bei Interesse an einer Berichterstattung vermitteln wir gerne unsere Expert*innen für Interviews. Melden Sie sich auch gerne bei weiteren Fragen zum Thema.
Ihre Ansprechpartnerin:
Bettina Genée
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Phone: +49176 58868222
Mail: presse@bdp-verband.de
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