Unsere Landesgruppe RLP im BDP ist Mitglied der LZG (Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.)
Die LZG ist „ein als gemeinnützig anerkannter Verein, der landesweit mit dem Hauptschwerpunkt tätig ist, unterschiedliche Institutionen und Akteure miteinander zu vernetzen und Aktivitäten auf dem Gebiet der Gesundheitsförderung und Prävention zu koordinieren“. Ihr Ziel ist, in Rheinland-Pfalz nachhaltige gesundheitsfördernde Strukturen aufzubauen, zu unterstützen und zu begleiten.“ (zit. aus dem LZG Jahresbericht 2024) Zielgruppen sind Fachkräfte und Multiplikatoren in sozialen und gesundheitsrelevanten Systemen, Träger von Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten, Kommunen sowie Privatpersonen, die sich informieren wollen, Ausstellungen oder Veranstaltungen planen.
Getragen wird der seit 52 Jahren wirkende Verein von ca. 80 Mitgliedsorganisationen, neben unserer Landesgruppe sind das kleine und große gesundheits- und gesellschaftsbezogene Organisationen wie z.B. Krankenkassen, ärztliche Verbände, Selbsthilfegruppen, Wohlfahrtsverbände und das Ministerium für Bildung RLP. Es gibt ein Kuratorium, dem satzungsgemäß der bzw. die Gesundheitsminister*in der Landesregierung vorsitzt, aktuell also Clemens Hoch. Um die 70 Mitarbeiter*innen in Voll- und Teilzeit plus Aushilfskräfte sind in der LZG beschäftigt, etwa die Hälfte ist projektbezogen befristet angestellt. Einige arbeiten im Modellprojekt als Gesundheitsfachkräfte an 26 Grundschulen.
Vor ein paar Jahren wurde unter dem Dach der LZG die LZG-Akademie gGmbH gegründet, welche Fortbildungen anbietet, wie z.B. Präventionsschulungen für Angestellte in Glücksspieleinrichtungen, Seminare für die Altenpflege, Methodenschulungen für Lehrer*innen, Psychische Erste Hilfe am Arbeitsplatz u.a. Hier arbeiten zusätzlich 6 Mitarbeiter*innen.
Die Gesamtsumme aller Einnahmen und Ausgaben der LZG betrugen im Jahr 2024 gut 4,6 Millionen Euro. Jedes einzelne Projekt wird unterschiedlich gefördert, z.B. von Krankenkassen und öffentlichen Zuschüssen. Mehr als die Hälfte aller Kosten werden vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit (MWG) getragen.
Ein paar einzelne Beispiele der aktuell durchgeführten Projekte:
- Wanderausstellung Familiärer Darmkrebs
- Wanderausstellung Seelentiefen, das sind künstlerische Fotos und sehr persönliche Erzählungen von älteren Menschen
- Eine Schultour zum Thema Organspende
- Unterstützung des Projekts „Liebesleben“ zur Prävention und Förderung sexueller Gesundheit durch Koordinierung, Materialzusammenstellung und Fortbildungsorganisation für Mitarbeiter*innen in weiterführenden Schulen
- Das Schulpräventionsprogramm „Verrückt? Na und!“ Das sind altersadäquate Veranstaltungen mit Psychoedukation zum Thema psychische Gesundheit
- Schulgesundheitsfachkräfte, speziell qualifizierte examinierte Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflegekräfte, die an Grundschulen chronisch kranke Kinder begleiten und für alle Kinder als Ansprechpartner in Gesundheitsfragen und bei Problemen zur Verfügung stehen
- Die Programme „Schatzsuche“ und „Schule in Sicht“ richten sich an pädagogische Fachkräfte in Kitas, die fundiert für ressourcenorientierte Elternarbeit qualifiziert werden
- Ausbildung und Koordinierung von ehrenamtlichen Bewegungsbegleiter*innen im Rahmen der Kampagne „Dabei sein bewegt!“ Die LZG stellt Wissen, Materialien und Unterstützung beim Vernetzen zur Verfügung
- Unter dem Motto „Gesundheit für alle“ finden im ganzen Land RLP Informations- und Aktionsveranstaltungen statt.
Was haben wir davon?
Gehen Sie einmal auf die Internetseiten der LZG (https://www.lzg-rlp.de). Hier sind viele interessante Informationen, Tipps und Materialien zur Aufklärung und Prävention zu finden. Zu verschiedenen Themen kann man sich Flyer und Broschüren herunterladen oder auch Material physisch schicken lassen. Das kostet nur Porto, ansonsten ist das Material für Rheinland-Pfälzer kostenlos. Durchaus sind darunter Faltblätter, die an Klient*innen und Patient*innen weitergegeben werden können. Sie können sich über die vielfältigen Angebote, Seminare, Projekte und Wanderausstellungen informieren, teilnehmen bzw. weiterempfehlen.
Alle zwei Wochen bringt das „Gesundheitstelefon“ ein neues Thema, wie z.B. Fasten, Demenz, Schlaf, Sucht, Kinderthemen, Tipps gegen Hitze u.a. Die Texte kann man sich als Podcast oder am Telefon anhören oder auch als Text durchlesen und herunterladen. Meldet man sich für den Newsletter an, wird man an das aktuelle Thema erinnert.
Vierteljährliche Newsletter über aktuelle Angebote und die Arbeit der LZG können abonniert werden.
Die Webseite psychnavi-rlp.de wurde konzipiert, um gezielt Informationen und Hilfen bei psychischen Problemen zu finden. Aufklärung, Hilfeformen, Erläuterungen zum Auffinden und Erlangen von beraterischen, praktischen und therapeutischen Hilfen, Links zu Flyern. Für Hilfesuchende und Fachkräfte.
Es gibt ein Informationsportal mit seriösen Informationen zur Erkrankung Post-Covid, Anlaufstellen und Hilfsangeboten www.postcovid-rlp.de. Die Internetplattform ist aus dem Runden Tisch Post-Covid RLP entstanden und wird von der LZG gepflegt.
Als Mitglied (für einen Jahresbeitrag von insgesamt 100 €) reihen wir uns als Landesgruppe des BDP in ein Netzwerk gesundheitsrelevanter Organisationen in Rheinland-Pfalz, beteiligen uns und unterstützen wichtige Aufgaben im Land und können uns bei Bedarf vernetzen und darstellen.
Als Beauftragte des Vorstands der Landesgruppe RLP bin ich Ansprechpartnerin für die LZG und besuche die jährliche Mitgliederversammlung. Birgit Pinschmidt, Mainz