Refresher Alpträume - Hintergründe und Behandlung / Vortrag von PD Dr. Annika Gieselmann und Dr. Albrecht Vorster
"Albträume sind therapierbar"
Etwa 5% der Gesamtbevölkerung leiden unter wiederkehrenden Albträumen und erfüllen damit die Kriterien einer Albtraumstörung. Dabei wissen immer noch zu wenige, dass sich Albträume gut behandeln lassen. Eine Methode der direkten Albtraumtherapie ist die Imagery Rehearsal Therapy, welche aus drei Schritten besteht: 1.) Aufschreiben des Albtraums, 2.) Umschreiben der Albtraumgeschichte und 3.) Einüben des neuen Traums. In diesem Vortrag wird die Evidenz dieser Methode behandelt und es werden Möglichkeiten und Grenzen erörtert.
"Die Schlafstruktur als Auslöser von Albträumen"
Albträume setzen ein Aufwachen aus dem REM-Schlaf voraus. Ohne Erwachen aus dem Schlaf ist eine Traumerinnnerung nicht möglich. Alkohol, Schnarchen mit Atemaussetzern (Schlafapnoe) und den REM-Schlaf beeinflussende Medikamente (insbesondere Antidepressiva) sind daher bekannte Auslöser von Albträumen. Auch ein unregelmässiger Schlafrhythmus, ein Liegen im Bett bis in den Vormittag sowie Stress haben häufigere Weckreaktionen zur Folge, welche Albträume auslösen können. In der Therapie mit Albtraumpatienten zeigt sich, dass allein schon ein regelmäßiger Schlafrhythmus mit einer begrenzten Bettliegezeit von max. 8 Stunden die Schlafstruktur beruhigt und die Zahl der Albtraumerlebnisse signifikant verringert.
