PsychThG-Novelle: Verschiebung in den Herbst

Geplant war es, die Novellierung des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) noch vor der Sommerpause des Bundestages abzuschließen. Insofern hätte heute die zweite und dritte Lesung stattfinden sollen. Dass dies von vielen Seiten begrüßt und erwartet worden war, ist vor dem Hintergrund plausibel, als eine PsychThG-Novelle seit Jahren überfällig gewesen ist.

Trotzdem regt sich nun wenig Empörung über die Verschiebung in den Herbst. Es gibt doch noch einige Baustellen, die man ob der Schnelligkeit ungern unbearbeitet hätte lassen wollen. Und wie so häufig werden Finanzierungsfragen vor sich her geschoben und am Ende können die Bundesländer (deswegen) nicht ignoriert werden.

Die im Gesetzesentwurf ignorierte Frage nach der Finanzierung der PiA-Ausbildung in der Übergangszeit ist zu groß, als dass man darüber hinwegsehen hätte können. Nicht nur weil das schon seit zwanzig Jahren ein Missstand ist, sondern auch – wie der BDP in neuen Stellungnahmen an die Politik nochmals verdeutlichte – das neue System mit (hoffentlich) angemessen bezahlten PiWs durch bevorzugte, weil billige bis gar unbezahlte PiAs ausgebootet werden kann. Zeit für Diskussion ist daher zu begrüßen.

Jan Frederichs

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