PsychThG: Auch über die Legaldefinition diskutieren

Der BDP sieht als wohl einziger Verband bei der Novellierung des PsychThG auch die Gefahren für den Beruf der Psychologinnen und der Psychologen. Daher fordert er weiterhin, dass eine Ausweitung der Legaldefinition und damit eine Privilegierung der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten auch in anderen Sozialbereichen, bei gleichzeitiger Fokussierung der Ausbildung auf die Pathologie, unterbleibt.

Die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten werden auch weiterhin mit Psychotherapie ausgelastet sein. Ihre eventuelle zukünftige Tätigkeit außerhalb der Heilbehandlung ist und bleibt sinnvoll. Aber ein schädlicher Wettbewerb innerhalb des Berufsstand, durch gesetzliche Erweiterung, ist spätestens dann inakzeptabel, wenn damit psychologische Kompetenzen suggeriert werden, die in der Psychotherapeutenausbildung eventuell nicht mehr vermittelt werden.

Wenn die Legaldefinition sich am bisherigen Wortlaut orientiert, werden die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten auch in keiner Weise benachteiligt.

Jan Frederichs

Veröffentlicht am:
Kategorien:
PsychThG
Logo Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.

Wir unterstützen alle Psychologinnen und Psychologen in ihrer Berufsausübung und bei der Festigung ihrer professionellen Identität. Dies erreichen wir unter anderem durch Orientierung beim Aufbau der beruflichen Existenz sowie durch die kontinuierliche Bereitstellung aktueller Informationen aus Wissenschaft und Praxis für den Berufsalltag.

Wir erschließen und sichern Berufsfelder und sorgen dafür, dass Erkenntnisse der Psychologie kompetent und verantwortungsvoll umgesetzt werden. Darüber hinaus stärken wir das Ansehen aller Psychologinnen und Psychologen in der Öffentlichkeit und vertreten eigene berufspolitische Positionen in der Gesellschaft.

BDP - Psychologie bewusst vertreten