Newsletter Sektion GUS für Mitglieder, 08.10.2019

Einladung zur Fachtagung und Mitgliederversammlung, Anträge der Sektion GUS zum Thema Klimawandel für die Delegiertenkonferenz, Tag des Lächelns

Liebe Kolleginnen und Kollegen in der Sektion GUS,

Sie erhalten diesen Newsletter als Mitglied der Sektion GUS im BDP über die Mailadresse, die Sie bei der Mitgliederverwaltung des BDP angegeben haben.
Er wurde im Auftrag des Sektionsvorstandes vom Mitgliederservice des BDP versendet.
Eine Abmeldung ist durch eine Rückmail an psychologe@rielaender.de mit dem Betreff „Abmeldung vom Newsletter“ möglich.

Einladung zur Fachtagung und Mitgliederversammlung

Über unseren letzten Newsletter der Sektion GUS vom 14.08.2019 und über Report Psychologie 9/2019, S. 34 sind Sie schon zur Fachtagung und den Mitgliederversammlungen am 19.10.2019 ab 13 Uhr in Frankfurt/Main, Hotel Monopol eingeladen.

Fachvorträge

13.00 Uhr:        Dipl.-Psych. Julia Scharnhorst, MPH: „Zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz“
13.30 Uhr         Dr. Rudolf Günther: "Aktuelle Herausforderungen zu Fach- und Praxisfeldern der Sektion in der Umwelt-, Schrift-, Gerontopsychologie"
14.00 Uhr:        Dipl.-Psych. Renate Joos: „Die Handschriftdiagnostik innerhalb der Beratung“
14.30 Uhr         Dipl.-Psych. Maximilian Rieländer, Psychol. Psychotherapeut: „Gesund denken: evolutionären Lebensschwung verstehen“

Eine Akkreditierung als Fortbildungsveranstaltung mit 3 Fortbildungspunkten ist bei der Psychotherapeutenkammer Hessen beantragt.          

Die drei Fachbereiche Gesundheits-, Umwelt- und Schriftpsychologie werden jeweils ihre eigenen Mitgliederversammlungen abhalten (ab 15 bzw. 15:30 (Uhr). Dort sind u. a. Berichte über die bisherige Arbeit und Wahlen für die Vorstände vorgesehen. Auf der Sektionsmitgliederversammlung (ab 16 Uhr) werden auch noch die Delegierten für die Delegiertenkonferenzen 2020 bis 2222 gewählt. Es wäre sehr schön, wenn Sie Interesse daran hätten, sich aktiv in die Arbeit der Sektion einzubringen und sich in die Fachbereichsleitung wählen zu lassen. Auf den Mitgliederversammlungen besteht natürlich auch die Gelegenheit, über die zukünftigen fachlichen Arbeitsschwerpunkte der Gesamtsektion und der einzelnen Fachbereiche zu diskutieren.

Um uns in Zukunft die Arbeit etwas zu erleichtern, werden wir auf der Sektionsmitgliederversammlung auch eine Änderung der Geschäftsordnung beraten.

2. Anträge der Sektion GUS zum Thema Klimawandel für die Delegiertenkonferenz

Gerade für die Sektion Gesundheits-, Umwelt- und Schriftpsychologie ist es natürlich ein besonders wichtiges Anliegen, die politischen Aktivitäten zum Thema Klimawandel aktiv zu unterstützen. Für die kommende Delegiertenkonferenz im November 2019 hat die Sektion daher vier Anträge eingereicht:

·        Unterstützung der Initiative „Psychologists for Future“ durch den BDP: „Der BDP schließt sich als Verband der Stellungnahme der Initiative „Psychologists for Future“ an (abrufbar unter https://psychologistsforfuture.org/de/ und im Anhang als Dokument). Der Vorstand wird beauftragt, die Stellungnahme im Namen des BDP zu unterzeichnen.“

·        Aktionsplan des BDP zum Klimawandel: „Um einen schnellen gesellschaftlichen Wandel in der Klimapolitik zu unterstützen, wird bis zur DK 1-2020 unter Federführung der Sektion GUS ein Aktionsplan für das weitere Vorgehen des BDP entwickelt.

Dazu gehören u. A.
o   Die Kooperation mit anderen umweltpsychologischen Verbänden.
o   Die Unterstützung der „Fridays-for-Future-Bewegung“ mit psychologischen Erkenntnissen.
o   Die Information der Öffentlichkeit über psychologische Prozesse im Zusammenhang mit dem Klimawandel und dem individuellen Verhalten im Umgang mit natürlichen Ressourcen.
o   Die Beratung zu individuellen und sozialen Verhaltensänderungen für mehr ökologisches Bewusstsein und Handeln für den Klimaschutz.

Der Vorstand der Sektion GUS, die Bundesgeschäftsstelle und der Bundesvorstand werden auf der DK 1/2020 über die schon umgesetzten sowie die geplanten Schritte und die Möglichkeiten des BDP zur Unterstützung der Anliegen der „Fridays-for-Future-Bewegung“ berichten.“

·        Der BDP wird klimafreundlich: „Um einen schnellen gesellschaftlichen Wandel in der Klimapolitik zu unterstützen, wird der BDP seinen eigenen Umgang mit Klimaressourcen überprüfen und so schnell wie möglich optimieren. Das betrifft sowohl die Bundesgeschäftsstelle mit dem Haus der Psychologie, als auch die berufspolitischen Aktivitäten der Haupt- und Ehrenamtlichen (z. B. Reisen).

Die Bundesgeschäftsstelle und der Bundesvorstand werden auf der DK 1/2020 über die schon umgesetzten sowie die geplanten Schritte und die Möglichkeiten des BDP zur zu einem klimafreundlichen und ressourcenschonenden Arbeiten berichten.

·        Berufspolitische Aufarbeitung der Initiative „Psychologists for Future“: „Vielfältige Forschungen zur Klimakrise wurden international auch durch Psychologinnen und Psychologen durchgeführt, eine noch deutlich breitere Forschungsbasis befasst sich seit Jahrzehnten mit psychologischen Ansatzpunkten zum Umweltschutz, über die auch vielfältige Übersichtsarbeiten berichten.

Dennoch muss kritisch festgehalten werden, dass gesellschaftlich bedeutsame Umsetzungen dieser psychologischen Erkenntnisse bisher (hierzulande wie auch international) nur begrenzt sichtbar sind und beruflich-praktisch unter Mitwirkung von Psychologinnen und Psychologien nicht in allgemein akzeptierter Zahl konzipiert, durchgeführt und evaluiert werden. Dadurch ergeben sich als Arbeitsziele:

1. Bestandsanalyse - welche gesellschaftlich bedeutsamen Umsetzungen mit einer psychologisch erkennbaren Grundlage stehen derzeit mit welchen umweltpolitischen Zielsetzungen zur Verfügung?
2. Berufspolitische Schwerpunkte und Schwachstellen - lassen sich Einseitigkeiten und Lücken der praxisorientierten Forschungen feststellen, die zu der bisher begrenzteren gesellschaftlich- politischen Sichtbarkeit der Leistungsmöglichkeiten unserer Fachgebiete beitragen?
3. Berufspolitische Handlungsanforderungen, um die eigentlich vorhandenen Leistungspotentiale unserer Fachdisziplin zum Schutz des Klimas und der Umwelt praxisorientiert auszubauen.

Zur Bearbeitung der Fragestellungen wird im Auftrag des Bundesvorstands eine Projektgruppe eingesetzt, die fachliche Bearbeitung erfolgt in bereits vorbereiteter Kooperation mit europäischen Fachkolleginnen und -kollegen der „Psychologists/Psychotherapists-for-Future“. Federführung wird der GUS- Fachbereich Umweltpsychologie übernehmen.

Zwischenergebnisse zu Arbeitsaufgaben 1. und 2. werden der DK 1/2020 vorgelegt, berufspolitische Handlungsvorschläge zur DK 2/2020.“

Zur Ergänzung hier noch ein Hinweis des Vorsitzenden des Fachbereichs Umweltpsychologie, Dr. Rudolf Günther:

Vorabhinweis zum Antrag des BDP-Fachbereichs Umweltpsychologie zur Berufspolitischen Aufarbeitung der Initiative „Psychologists for Future“

Die Vorsitzende unserer BDP-Sektion Gesundheits-, Umwelt- und Schriftpsychologie, DP Julia Scharnhorst, hat für unseren Fachbereich Umweltpsychologie zur DK 2/2019 den Antrag zur Berufspolitischen Aufarbeitung der Initiative „Psychologists for Future“ gestellt (als einen von 4 Teilanträgen).

Vier psychologische Berufsfelder sollen schwerpunktmäßig im beantragten Arbeitsvorhaben hinsichtlich ihres Leistungspotentials zur Förderung von Nachhaltigkeit auf Grundlage psychologischer Erkenntnisse vertiefend beleuchtet werden:

A Psychologisch- didaktische Handreichungen für Schule und Bildungsorganisationen innerhalb der Pädagogischen Psychologie
B Nachhaltige Arbeitsplatz- und Produktgestaltung innerhalb der Arbeits- und Betriebspsychologie,
C Psychologische Beiträge zur nachhaltigen Umweltgestaltung - etwa für naturnahen Tourismus- Entwicklung von ländlichen Räumen - in der Gemeinde- und der Umweltpsychologie und der Schnittstelle zur Mobilitätspsychologie sowie
D Umweltängste als Gegenstand der klinischen und psychotherapeutischen Fachgebiete, hier klar mit den Lösungsansätzen der „Psychologists for Future“ zusammenpassend.

Hauptziele des Arbeitsvorhabens sind
1. Bestandsanalyse - welche gesellschaftlich bedeutsamen Umsetzungen mit einer psychologisch erkennbaren Grundlage stehen derzeit mit welchen umweltpolitischen Zielsetzungen zur Verfügung?
2. Berufspolitische Schwerpunkte und Schwachstellen - lassen sich Einseitigkeiten und Lücken der praxisorientierten Forschungen feststellen, vor allem aber
3. welche fach- und berufspolitischen Ansatzpunkte aufgegriffen werden, um die bisher begrenztere gesellschaftlich- politische Umsetzung und Sichtbarkeit der Leistungsmöglichkeiten unserer Fachgebiete beitragen?

Zwischenergebnisse sollen zur Frühjahrs- DK 1/2020 vorgelegt werden, berufspolitische Handlungsvorschläge zur Herbst- DK 2/2020.

3. Zum Tag des Lächelns am 4. 10. 2019

Ein Hinweis von Rudolf Günther zum Tag des Lächelns  (World Smile Day): In einem Psychologie-Fachbeitrag der Deutschen Presseagentur (dpa) wurde am 4. 10. von vielen Tagesmedien auf die Vielfalt von Studien zum Lächeln und dessen gesundheitspsychologischer Bedeutung hingewiesen. Besonders hervorzuheben ist dabei die ausdrückliche Erwähnung des "französischen Psychologen" Guillaume-Benjamin Duchenne de Boulogne (richtiger wäre seine Bezeichnung als Mediziner), der sich auf breiter empirischer Grundlage in einer bereits 1862 veröffentlichten Monographie mit den "Mechanismen des menschlichen Gesichtsausdrucks" befasste.

Seine Behauptung, dass Lächeln als echter und als unechter Gefühlsaudruck empirisch unterscheidbar seien, wurde bis heute als valide erkannt und z. B. als "Duchenne Lächeln" von dem Team des berühmten Psychologen Paul Ekman erneut geprüft; seither gilt eine zentrale Annahme der rechtspsychologischen (und -medizinischen) Begutachtung als bestätigt, dass Varianten der Täuschung wissenschaftlich valide auf Grundlage von ausdruckspsychologischen Erfassungsmethoden beschrieben werden können.
Lächeln ist psychologisch gesundheitsförderlich.

Verweise: Als Beispiel für Pressemetteilung etwa unter
https://www.paz-online.de/Nachrichten/Wissen/Tag-des-Laechelns-Warum-Lachen-mehr-als-Freude-bedeuten-kann
Ekman, P., Davidson, R. J., & Friesen, W. V. (1990). The Duchenne smile: Emotional expression and brain physiology: II. Journal of personality and social psychology, 58(2), 342.

Mit kollegialen Grüßen
Julia Scharnhorst
Vorsitzende: Dipl.-Psych. Julia Scharnhorst MPH
julia.scharnhorst@h-p-plus.de

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