Landesgruppe unterstützt Integration von SchülerInnen mit Behinderungen in Regelschulen
Der Vorstand der Landesgruppe wurde im vergangenen Jahr über einen Vorgang an der Integrierten Waldorfschule (IWS) in Emmendingen informiert, wo es Probleme mit der Einschulung von Kindern mit Behinderungen in die dortige erste Klasse gab. Das Regierungspräsidium Freiburg hatte die Fortsetzung dieses als Modellprojekt unter der Bezeichnung „Integriertes Schulentwicklungsprojekt (ISEP)“ jahrelang an fast 20 Schulen in Baden-Württemberg erprobte und nach Einschätzung lokaler Behörden auch in Emmendingen erfolgreiche Vorgehen gestoppt.
Vier Elternpaare, die sich mit langem Vorlauf auf die Einschulung ihrer Kinder in diese Schule eingestellt hatten, haben daraufhin eine Petition an den Petitionsausschuss des Landtages von Baden-Württemberg gerichtet mit dem Ziel, das Projekt fortsetzen und ihre in unsicherem Rechtsstatus eingeschulten Kinder auf besagter Schule belassen zu können.
Eine besondere Note bekommt der Vorgang auch dadurch, dass die Bundesrepublik Deutschland die UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen gerade erst ratifiziert hat und die Landesbehörden dadurch in der Pflicht sind, die Integration von Menschen mit Behinderungen und die Inclusion von Kindern in die Regelschule voranzubringen.
Am 11. März 2009 hat der Petitionsausschuss des Landtags sich mit der Thematik befasst. Hier kann die dazugehörige Pressemitteilung gelesen werden.
Der Vorstand der Landesgruppe hat den Sachverhalt ausgiebig recherchiert und die Petition der Eltern als unterstützenswert erachtet. Er hat dies dem Petitionsausschuss mitgeteilt und ein persönliches Schreiben in der Sache an den Kultusminister gerichtet. Ebenso wurde am 16. März 2009 eine Pressemitteilung veröffentlicht.
Interessant sind im Zusammenhang mit der Petition auch die Hinweise auf die sogenannte "Schattenübersetzung", zu finden auf der Website des "Netzwerk Artikel 3 - Verein für Menschenrechte und Gleichstellung Behinderter e.V."
Über den Fortgang der Petition wird an dieser Stelle berichtet.
Roland Raible