Kulturanalyse in Organisationen/Unternehmen

Ref.: Petra Kalendruschat und Klaus Wagenhals

Firmenkulturen sind vielfältig und machen sich u.a. daran fest, wie z.B. die Räume geschmückt sind, wie die Führung funktioniert, welche Rituale es gibt, wie neue Leute eingestellt werden usw. . .

Viele Forscher und Berater haben sich damit beschäftigt. In Deutschland ist einer der herausragenden Ansätze, der für Kulturanalysen genutzt wird, der von Ed Schein (2003, Organisationskultur : the Ed Schein corporate culture survival guide , Edgar H. Schein, Bergisch Gladbach : EHP).

Er unterteilt die betriebliche Kultur in drei Ebenen

  • das, was man sieht;
  • das, was man nur zum Teil sieht und erfragen muss
  • und das, was man gar nicht sieht und auch nur mit Mühe erfragen kann (Grundsätze/ Überzeugungen, Verhaltensmuster u.ä.).

Ein anderer Ansatz ist die Bestimmung über den MBTI ( Myers-Briggs-Type- Indicator) und „Der Charakter von Organisationen“ (W.Bridges). Bei diesem Ansatz werden die Ausprägungen (E-Extraversion, S-Empfinden, T-Denken, J-Urteilen; I- Introveriosn, N-Intuition, F-Fühlen, P-Wahrnehmen) dem organisationalen Empfinden gegenüber gestellt.

Hat man als Wirtschaftspsychologe den Auftrag bekommen, die „Kultur“ in einem bestimmten Unternehmens-Bereich zu untersuchen:
z.B. mit dem Ziel, die behindernden und fördernden Faktoren z.B. für die reibungslose Anwendung bestimmter Prozesse im Unternehmen herauszufinden, um die behindernden zu minimieren und die fördernden weiter zu stärken....

.... dann stellt sich die Frage, wie man das am besten bewerkstelligen kann.

Welche Vorgehensweisen und Instrumente könnten hierzu hilfreich sein, um das Management bei der Entscheidung zu unterstützen. Wichtig ist hierbei, dass man sich nicht genau in die Muster des Systems verstrickt, die man herausfinden will.

Uns – die wir diesen WS für Euch vorbereiten – interessiert, welche Erfahrungen Ihr mit diesem Thema gemacht habt, was Ihr an Modellen, Instrumenten, Vorgehensweisen kennt und für wie hilfreich Ihr diese einschätzt und welche Konsequenzen Euer Tun im jeweiligen Unternehmen hatte. Also bringt alles mit, was Ihr dazu habt – ob in Eurem Kopf, Herz und Bauch oder auf Papier bzw. im Rechner...

viele Grüße Klaus Wagenhals & Petra Kalendruschat

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