Joachim Schäfer
Was verbindet Sie mit dem Verband?
Dass der BDP für die Verfahrensvielfalt in der Psychotherapie eintritt, zeitweise war mir aber auch wirtschaftspsychologische Themen wichtig. Sehr gut finde ich die Refresher-Online- Fortbildungen des VPP. Danke an die Kolleginnen, die das organisieren.
Wie sind Sie zum Verband gekommen? Was war Ihr erster Berührungspunkt?
Erste Berührungspunkte schon im Studium in den 1970er Jahren. Der BDP hat sich ja sehr beharrlich für ein Psychotherapeutengesetz eingesetzt. Das fand ich sehr wichtig und ich habe mit Approbation und KV-Zulassung auch selbst dann davon profitiert als endlich das PychTh-Gestz kam
Aus welchen Gründen sollten sich Psycholog*innen berufspolitisch organisieren?
Wenn man sich nicht organsiert, dann wird man in Politik und Gesellschaftlich nicht wahrgenommen.
Was sollte sich in Zukunft unbedingt verändern – und was unbedingt bleiben?
Grundsätzlich finde ich den Verband gut aufgestellt. Gut fände ich, wenn der BDP sich weiter für ein Lebensberatungsgesetz einsetzen würde. Ich finde es unerträglich, dass sich manche Influencer*innen ohne jedes psychologisches Fachwissen anmaßen, Lebensberatung anbieten und sie dann auch noch follower finden.
Den Mega-Trend der Digitalisierung, auch in Psychotherapie und Psychologischer Beratung sollte der BDP kritisch begleiten. eine professionelle psychologische oder psychotherapeutische Beziehung kann keine KI ersetzen, allein schon deswegen, weil wir auch unbewusst über das ANS kommunizieren. Das belegt 120 Jahr nach S. Freud die Physiologische Grundlagenforschung.
Was wünschen Sie dem BDP zum Jubiläum?
Größeren Einfluss und größere mediale Reichweite. Heute sprechen alle möglichen Berufsgruppen wie z. B. Philosophen und Juristen in den Medien über psychologische Themen obwohl sie keine wissenschaftliche Expertise und schon gar keine Erfahrung in Psychologischer Beratung oder Psychotherapie haben.