Gemeinsame Fortbildung der Fachsektionen VPP und Klinische Psychologie mit anschließender Mitgliederversammlung

  • Gemeinsame Fortbildung der Fachsektionen VPP und Klinische Psychologie mit anschließender Mitgliederversammlung
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Fulda, 10. Oktober 2026

Am 10. Oktober 2026 kamen Mitglieder des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) in Fulda sowie online zusammen. Im Mittelpunkt standen eine gemeinsam organisierte Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Suizidprävention und Suizidassistenz“ mit der Fachsektion Klinische Psychologie und des Verbandes Psychologischer Psychotherapeut*innen sowie die anschließenden jährlichen Mitgliederversammlungen: auf der MV des VPP standen wichtige Themen und Berichte aus der Verbandsarbeit, Nachwahlen zu vakanten Positionen, die Neugestaltung der Geschäftsordnung und weitere Anträge auf der Tagesordnung.

Suizidprävention und Suizidassistenz – ein anspruchsvolles Thema im fachlichen Austausch

Knapp 30 Teilnehmende im Hotel Esperanto in Fulda sowie 189 online zugeschaltete Mitglieder des BDP nahmen am 10. Oktober 2026 an der halbtägigen Fortbildungsveranstaltung teil. Diese widmete sich einem besonders sensiblen und gesellschaftlich hochaktuellen Themenfeld „Suizidprävention und Suizidassistenz“. 
Als Referent konnte Herr Georg Fiedler gewonnen werden, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Akademie für Suizidprävention (DASP) und langjähriger Experte für Suizidprävention und assistierter Suizid. Er engagiert sich seit vielen Jahren in Forschung, Lehre und Weiterbildung. Er war an der Entwicklung der AWMF-S2k-Leitlinie „Umgang mit Anfragen nach Assistenz bei Selbsttötung“ beteiligt und wirkt an der Entwicklung der S3-Leitlinie „Umgang mit Suizidalität“ mit.

Im Mittelpunkt der Fortbildung standen neben grundlegenden Fragen der Suizidprävention insbesondere psychologische Aspekte im Umgang mit suizidalen Menschen sowie die Herausforderungen, die sich aus Fragen der Suizidassistenz für die psychotherapeutische Praxis ergeben.

Ein besonderes Augenmerk galt der persönlichen und professionellen Haltung von Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen. Gerade bei existenziellen Krisen, Todeswünschen und Fragen nach Selbstbestimmung und Verantwortung ist eine differenzierte fachliche und ethische Auseinandersetzung erforderlich.

Das Veranstaltungskonzept verband Fachvorträge und Diskussionen mit der Möglichkeit zur begleiteten Selbstreflexion in Kleingruppen. Damit wurde Raum geschaffen, um neben fachlichen Erkenntnissen auch eigene Haltungen und mögliche Spannungsfelder im therapeutischen Handeln zu reflektieren.

Die gemeinsame Organisation mit der Fachsektion Klinische Psychologie unterstrich die Bedeutung eines sektionsübergreifenden fachlichen Austauschs.

Hier geht es zu den Vortragsfolien (verlinken)

VPP-Mitgliederversammlung: Berufspolitik, Finanzen und Weiterentwicklung des Verbandes

Im Anschluss fand die jährliche Mitgliederversammlung des VPP in hybrider Form statt. Die Vorsitzende Dr. Johanna Thünker begrüßte alle anwesenden und online zugeschalteten Mitglieder.

Im Vorstandsbericht wurden die vielfältigen Aktivitäten des VPP und aktuelle berufspolitische Herausforderungen vorgestellt. Dabei standen insbesondere die Interessenvertretung der psychotherapeutisch Tätigen, die Finanzierung der Weiterbildung, die Unterstützung der Mitglieder sowie die Weiterentwicklung verbandlicher Strukturen im Mittelpunkt.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Arbeit der AG Privatpraxis. Sandra Cotta berichtete über aktuelle Fragen der Gebührenordnung und bestehende Schwierigkeiten bei der Abrechnung. Auch die Mitgliederentwicklung im BDP und die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements wurden diskutiert.

Die finanzielle Situation des VPP wurde allen Anwesenden aufgezeigt. Trotz weiterhin angespannter Rahmenbedingungen konnten die Ausgaben in 2025 weiter reduziert und in 2026 trotz unvorhergesehener Ausgaben konsolidiert werden. Für das kommende Jahr wurde die Budgetplanung besprochen in der unter anderem berufspolitische Aktivitäten, Kammerwahlen und die Unterstützung der Regionalvertretungen für das kommende Jahr genannt wurden.

Die Mitgliederversammlung beschloss außerdem die Fortführung der Aufwandsentschädigungen für Vorstandsmitglieder sowie einen zusätzlichen Etat, mit dem auch projektbezogenes Engagement von Mitgliedern außerhalb des gewählten Vorstandes unterstützt werden kann.

Nachwahlen: Verstärkung für den erweiterten Vorstand und die Delegiertenkonferenz

Ein zentraler Tagesordnungspunkt waren die Nachwahlen zu bislang unbesetzten Positionen.
Für die weiterhin vakante Position des stellvertretenden Bundesvorsitzes fand sich bedauerlicherweise keine Kandidatur, sodass dieses Amt weiterhin unbesetzt bleibt.

Erfreulich war dagegen die erfolgreiche Nachwahl von Christel Van den Berghe als Beirätin im VPP-Vorstand. Sie wurde einstimmig gewählt und nahm die Wahl an.

Auch für die Positionen der Ersatzdelegierten zur BDP-Delegiertenkonferenz konnten vier Mitglieder gewonnen werden:

  • Oliver Rissel
  • Karl Lederer
  • Tanja Trawny
  • Dominika Bednarczyk

Alle vier Kandidierenden wurden gewählt und nahmen ihre Wahl an. Damit konnte die Vertretung des VPP innerhalb der verbandlichen Gremien weiter gestärkt werden. Die Nachwahlen verdeutlichten zugleich, wie wichtig die Bereitschaft der Mitglieder ist, sich aktiv in die Verbandsarbeit einzubringen und berufspolitische Verantwortung zu übernehmen.

Geschäftsordnung modernisiert und Mitgliederinteressen gestärkt

Ein weiterer wichtiger Beschluss betraf die Überarbeitung der VPP-Geschäftsordnung. Diese wurde an aktuelle Entwicklungen in der psychotherapeutischen Ausbildung und an die neuen Rahmenbedingungen innerhalb des BDP angepasst.
Darüber hinaus beschloss die Mitgliederversammlung, Rentner*innen künftig vom VPP-Sektionsbeitrag zu befreien, sofern sie ihren entsprechenden Status gegenüber der Bundesgeschäftsstelle geltend machen. Die Umsetzung erfolgt nach Abstimmung mit der Bundesgeschäftsstelle zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Ausblick: Fachlicher Austausch und berufspolitisches Engagement bleiben zentrale Aufgaben

Zum Abschluss richtete sich der Blick auf die kommenden Veranstaltungen und Aktivitäten. Geplant sind unter anderem weitere Fortbildungen zu Schlafstörungen, die Veranstaltungsreihe „Refresher Psychotherapie“, Angebote für PiA und PtW sowie regionale Mitgliedertreffen.

Die gemeinsame Fortbildung und die anschließende Mitgliederversammlung machten deutlich, wie eng fachliche Weiterentwicklung und berufspolitische Interessenvertretung miteinander verbunden sind. Während die Fortbildung Gelegenheit bot, sich mit einem anspruchsvollen ethischen und therapeutischen Themenfeld auseinanderzusetzen, wurden in der Mitgliederversammlung wichtige personelle und organisatorische Weichen für die weitere Arbeit des VPP gestellt.

Der VPP bedankt sich bei allen Mitwirkenden, den Kandidierenden für die Nachwahlen sowie den Mitgliedern, die sich vor Ort und online an der Veranstaltung und der Verbandsarbeit beteiligt haben.

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SK Klinische Psychologie
Schlagworte:
VPP
Sektion Klinische Psychologie

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