Gabriele Ebner
Was verbindet Sie mit dem Verband?
Als Berufsanfängerin hat mir der Verband mehr Handlungssicherheit und berufliche Identität verschafft.
Vor Ort war ich alleine konfrontiert mit entweder überhöhten Erwartungen oder pauschalen Entwertungen.
Durch den Verband konnte ich ein WIR Gefühl entwickeln.
Wie sind Sie zum Verband gekommen? Was war Ihr erster Berührungspunkt?
Durch den persönlichen Kontakt mit Birgit Muhl, der damaligen Landesbeauftragten in Bremen.
Aus welchen Gründen sollten sich Psycholog*innen berufspolitisch organisieren?
"Psychologie" ist in der Regel eine Profession "dazwischen". Im Gesundheitssystem gilt es sich mit und gegenüber dem medizinischen Personal wie ÄrztInnen und Pflege zu zeigen, im pädagogischen Feld sind es Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialarbeit, Sonderpädagogik. Lobbyarbeit halte ich für sehr wichtig, um politische Wahrnehmung und Gewicht zu erhalten und auszubauen. Ohne berufspolitische Organisation keine Lobbyarbeit.
Was sollte sich in Zukunft unbedingt verändern – und was unbedingt bleiben?
Psychologisches Wissen sollte noch mehr und besser in Gesundheit, Bildung und der riesigen Aufgabe des gesellschaftlichen Transformationsprozesses genutzt werden.
Dafür braucht es immer wieder selbstbewusste Einmischung in politische Debatten.
Gerne mehr davon :-)
Was wünschen Sie dem BDP zum Jubiläum?
Herzlichen Dank für alles Bisherige, die vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden und das Herzblut.
Noch viel Energie, Phantasie und noch viele weitere BUKOs.