Florian Stoeck
Was verbindet Sie mit dem Verband?
Mir persönlich ist es wichtig, dass die wissenschaftliche Psychologie mehr gesehen wird und etablierte Erkenntnisse in den verschiedensten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Einzug halten respektive Berücksichtigung finden. Der Berufsverband und seine Mitglieder setzen sich dafür ein und tragen damit im Großen wie auch Kleinen zur Verbesserung in den verschiedensten Kontexten bei.
Wie sind Sie zum Verband gekommen? Was war Ihr erster Berührungspunkt?
Immer, wenn ich erzählte, ich studiere jetzt Psychologie, kam die Frage „Du willst also jetzt Psychotherapeut werden?!“ Dabei war für mich von Anfang an klar, dass es eben nicht dieser Bereich werden soll. Entsprechend habe ich mich auf die Suche gemacht, wie die Breite der Psychologie besser dargestellt werden kann und bin so auf den Berufsverband gestoßen. So bin ich 2010 in meinem zweiten Jahr beigetreten und bei der ersten großen Veranstaltung, an der ich teilgenommen habe - der 3. Fachtagung Notfallpsychologie in Mannheim 2012 - als studentisches Mitglied des Leitungsteams der Fachgruppe in eine aktive Rolle hineingerutscht.
Aus welchen Gründen sollten sich Psycholog*innen berufspolitisch organisieren?
Die Psychologie bewegt sich neben anderen Disziplinen in einem interdisziplinären Feld. Wenn wir das, wofür wir stehen, langfristig sichern und den Platz nicht anderen überlassen wollen, müssen wir geschlossen aktiv werden! Wir können unheimlich viel zur Verbesserung der gesellschaftlichen Bedingungen beitragen, aber nur, wenn wir gehört werden!
Psychologische Arbeit unterliegt häufig massiven, reflexiven Prozessen, was am Ende Qualität und Güte beeinflusst. Hier liegt die Stärke der wissenschaftlichen Psychologie! Davon müssen wir andere Disziplinen überzeugen!
Was wünschen Sie dem BDP zum Jubiläum?
Ich wünsche dem Berufsverband ein sehr langes und intensives Leben, eine große Familie und beste Gesundheit - im übertragenen Sinne einen dauerhaften Fortbestand, ein wachsendes Bewusstsein für seine Bedeutung bei den Psychologinnen und Psychologen außerhalb des Verbands, das sich in einer aktiven Mitgliedschaft widerspiegelt und mit dem Alter, der Erfahrung und Reife einhergehende wertschätzendes Ansehen und Autorität in der Gesellschaft. Alles Gute zum Geburtstag!
