BDP stellt wichtige Weichen in Richtung Zukunft
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Neben den üblichen Programmpunkten wie dem Präsidiumsbericht, dem Bericht zum Titelschutz und der Wahl der Rechnungsprüfenden ging es auf der Delegiertenkonferenz des BDP am letzten Aprilwochenende 2026 auch um die Zukunft des Verbandes. Diskutiert wurde die Verbandentwicklung vor dem Hintergrund eines weiteren Ausbaus der Sichtbarkeit in Politik, Medien und Öffentlichkeit sowie der Mitgliederentwicklung.
Über mögliche Änderungen der Verbandsstruktur, mit einem stärkeren Fokus auf die berufspolitische Ausrichtung in der Verbandsarbeit sowie mehr Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit und eine behutsame Verschlankung der bundesweiten Strukturen, wurde teils heftig diskutiert. Einigkeit bestand hingegen in der Notwendigkeit eines geplanten Prozesses, der den Verband vor allem zukunftssicher aufstellt.
In den nächsten Monaten geht es zunächst um Ziele und Strategien, anschließend werden Optionen eruiert und diskutiert. Bis zur einer beschlussfähigen Antragstellung in Bezug auf strukturpolitische Entscheidungen im Herbst 2026 ist ein sportliches Programm von Workshops, Interviews und Auswertungen geplant.
Ausführlich berichtet wurde über den anstehenden Geburtstag: 80 Jahre BDP! 80 Jahre Verbandsgeschichte, 8 Jahrzehnte Interessenvertretung für den Berufstand. Ein Grund zu Feiern und zu Gratulieren. Geplant ist ein ganzes Wochenende voller Veranstaltungen, Reden, Ehrungen und natürlich einem Festakt zum Geburtstag des Verbandes.
Ein weiterer Fokus lag auf berufspolitischen Themen. Die Resolutionen zur „Gesetzlichen Regulierung der Social Media Nutzung von Kindern und Jugendlichen“, „Keine Kürzungen bei der Psychotherapie – Sicherung der psychotherapeutischen Versorgung psychisch erkrankter Menschen“ sowie „Unterstützung von Menschen, die von COVID-Folgen, ME/CFS betroffen sind“ wurden teils mit großer Mehrheit, teils einstimmig verabschiedet.
Ebenfalls mit viel positiver Resonanz beschlossen wurde eine Kooperation von BDP, Deutscher Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und dem Fachverband Psychologie für Arbeitssicherheit und Gesundheit (PASiG) zur Stärkung der Arbeits- und Organisationspsychologie im Arbeitsschutz. Der Zusammenschluss ermöglicht es der „Psychologie“, nun geschlossen und auf Augenhöhe mit anderen Playern aufzutreten.
Zu dieser Initiative des BDP passt auch der Wechsel der Mitgliedschaft in der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi e.V.) von der Sektion Wirtschaftspsychologie hin zum Gesamtverband.
Beschlossen wurde weiter der Auftrag an eine Arbeitsgruppe zur Erstellung eines Qualitätskonzepts für eine fachübergreifende Intervision. Das „Bildungspolitische Programm Psychologie“ des Verbandes wurde aktualisiert und ebenfalls angenommen wurde der Antrag für eine bundesweit einheitliche Regelung zur Erteilung der beschränkten Heilpraktikererlaubnis für Psycholog*innen.
Auf dieser ersten Delegiertenkonferenz der Legislaturperiode wurden zahlreiche neue Delegierte begrüßt. Gemeinsam mit DK-erfahrenen Kolleg*innen und etlichen Gästen nahmen sie die Möglichkeit wahr, sich über die verschiedenen Anliegen und Projekte zu informieren und intensiv zu diskutieren.
Die nächste Delegiertenkonferenz findet am 21. und 22. November statt, dann wieder als Präsenz-DK im Haus der Psychologie in Berlin.