Arnd Stein
Was verbindet Sie mit dem Verband?
Ein beruflich seriöser Background, der zum psychotherapeutischen Spielfeld selbsternannter Therapeut:innen eine klare "Brandmauer" zieht. Und: Für mich dazu beigetragen hat, dass ich mich nach jahrelanger therapeutischer Arbeit (seit den 1970er-Jahren) "Psychologischer Psychotherapeut" nennen darf.
Wie sind Sie zum Verband gekommen? Was war Ihr erster Berührungspunkt?
Auch das weiß ich nicht mehr genau. Persönliche Berührungspunkte gab es zu vielen Gelegenheiten. Der BDP war seit jeher beruflich in meinem (Brief-)Kopf omnipräsent - vergleichbar z. B. mit dem DFB ;-).
Aus welchen Gründen sollten sich Psycholog*innen berufspolitisch organisieren?
Vor allem: kassenärztliche Abrechnung des psychotherapeutischen Bereichs - was bereits teilweise gelungen ist. Zugleich: Die Wartezeiten für Psychotherapie deutlich verkürzen. Ein Suizid wäre eine zynische "Lösung".
Was sollte sich in Zukunft unbedingt verändern – und was unbedingt bleiben?
Unbedingt bleiben: Der engagierte Einsatz für Menschen in "seelischer Not". Und das Bewusstsein - vor allem für Bürokraten in Schlüsselstellungen - stärken: Ängste und Depressionen sind quälender als Kopf- oder Rückenschmerzen. Prinzipiell müsste daher nichts Wesentliches verändert werden.
Was wünschen Sie dem BDP zum Jubiläum?
80 Jahre? Das wusste ich wirklich nicht. Deshalb kann ich mich nicht mehr an seine Gründerzeit erinnern (also keine Demenz ...). Da ich ebenfalls Baujahr 1946 bin, gilt mein berufliches und persönliches Jubiläum auch dem BDP: Aktiv und engagiert bleiben - vor allem aber rundum gesund!