Anträge der Sektion GUS zum Thema Klimawandel für die Delegiertenkonferenz, 01.10.2019

Unterstützung der Initiative „Psychologists for Future“ durch den BDP: „Der BDP schließt sich als Verband der Stellungnahme der Initiative „Psychologists for Future“ an (abrufbar unter https://psychologistsforfuture.org/de/ und im Anhang als Dokument). Der Vorstand wird beauftragt, die Stellungnahme im Namen des BDP zu unterzeichnen.“

Aktionsplan des BDP zum Klimawandel: „Um einen schnellen gesellschaftlichen Wandel in der Klimapolitik zu unterstützen, wird bis zur DK 1-2020 unter Federführung der Sektion GUS ein Aktionsplan für das weitere Vorgehen des BDP entwickelt.

Dazu gehören u. A.
o   Die Kooperation mit anderen umweltpsychologischen Verbänden.
o   Die Unterstützung der „Fridays-for-Future-Bewegung“ mit psychologischen Erkenntnissen.
o   Die Information der Öffentlichkeit über psychologische Prozesse im Zusammenhang mit dem Klimawandel und dem individuellen Verhalten im Umgang mit natürlichen Ressourcen.
o   Die Beratung zu individuellen und sozialen Verhaltensänderungen für mehr ökologisches Bewusstsein und Handeln für den Klimaschutz.

Der Vorstand der Sektion GUS, die Bundesgeschäftsstelle und der Bundesvorstand werden auf der DK 1/2020 über die schon umgesetzten sowie die geplanten Schritte und die Möglichkeiten des BDP zur Unterstützung der Anliegen der „Fridays-for-Future-Bewegung“ berichten.“

Der BDP wird klimafreundlich: „Um einen schnellen gesellschaftlichen Wandel in der Klimapolitik zu unterstützen, wird der BDP seinen eigenen Umgang mit Klimaressourcen überprüfen und so schnell wie möglich optimieren. Das betrifft sowohl die Bundesgeschäftsstelle mit dem Haus der Psychologie, als auch die berufspolitischen Aktivitäten der Haupt- und Ehrenamtlichen (z. B. Reisen).

Die Bundesgeschäftsstelle und der Bundesvorstand werden auf der DK 1/2020 über die schon umgesetzten sowie die geplanten Schritte und die Möglichkeiten des BDP zur zu einem klimafreundlichen und ressourcenschonenden Arbeiten berichten.

Berufspolitische Aufarbeitung der Initiative „Psychologists for Future“: „Vielfältige Forschungen zur Klimakrise wurden international auch durch Psychologinnen und Psychologen durchgeführt, eine noch deutlich breitere Forschungsbasis befasst sich seit Jahrzehnten mit psychologischen Ansatzpunkten zum Umweltschutz, über die auch vielfältige Übersichtsarbeiten berichten.

Dennoch muss kritisch festgehalten werden, dass gesellschaftlich bedeutsame Umsetzungen dieser psychologischen Erkenntnisse bisher (hierzulande wie auch international) nur begrenzt sichtbar sind und beruflich-praktisch unter Mitwirkung von Psychologinnen und Psychologien nicht in allgemein akzeptierter Zahl konzipiert, durchgeführt und evaluiert werden. Dadurch ergeben sich als Arbeitsziele:

1. Bestandsanalyse - welche gesellschaftlich bedeutsamen Umsetzungen mit einer psychologisch erkennbaren Grundlage stehen derzeit mit welchen umweltpolitischen Zielsetzungen zur Verfügung?
2. Berufspolitische Schwerpunkte und Schwachstellen - lassen sich Einseitigkeiten und Lücken der praxisorientierten Forschungen feststellen, die zu der bisher begrenzteren gesellschaftlich- politischen Sichtbarkeit der Leistungsmöglichkeiten unserer Fachgebiete beitragen?
3. Berufspolitische Handlungsanforderungen, um die eigentlich vorhandenen Leistungspotentiale unserer Fachdisziplin zum Schutz des Klimas und der Umwelt praxisorientiert auszubauen.

Zur Bearbeitung der Fragestellungen wird im Auftrag des Bundesvorstands eine Projektgruppe eingesetzt, die fachliche Bearbeitung erfolgt in bereits vorbereiteter Kooperation mit europäischen Fachkolleginnen und -kollegen der „Psychologists/Psychotherapists-for-Future“. Federführung wird der GUS- Fachbereich Umweltpsychologie übernehmen.

Zwischenergebnisse zu Arbeitsaufgaben 1. und 2. werden der DK 1/2020 vorgelegt, berufspolitische Handlungsvorschläge zur DK 2/2020.“

Zur Ergänzung hier noch ein Hinweis des Vorsitzenden des Fachbereichs Umweltpsychologie, Dr. Rudolf Günther:

Vorabhinweis zum Antrag des BDP-Fachbereichs Umweltpsychologie zur Berufspolitischen Aufarbeitung der Initiative „Psychologists for Future“

Die Vorsitzende unserer BDP-Sektion Gesundheits-, Umwelt- und Schriftpsychologie, DP Julia Scharnhorst, hat für unseren Fachbereich Umweltpsychologie zur DK 2/2019 den Antrag zur Berufspolitischen Aufarbeitung der Initiative „Psychologists for Future“ gestellt (als einen von 4 Teilanträgen).

Vier psychologische Berufsfelder sollen schwerpunktmäßig im beantragten Arbeitsvorhaben hinsichtlich ihres Leistungspotentials zur Förderung von Nachhaltigkeit auf Grundlage psychologischer Erkenntnisse vertiefend beleuchtet werden:

A Psychologisch- didaktische Handreichungen für Schule und Bildungsorganisationen innerhalb der Pädagogischen Psychologie
B Nachhaltige Arbeitsplatz- und Produktgestaltung innerhalb der Arbeits- und Betriebspsychologie,
C Psychologische Beiträge zur nachhaltigen Umweltgestaltung - etwa für naturnahen Tourismus- Entwicklung von ländlichen Räumen - in der Gemeinde- und der Umweltpsychologie und der Schnittstelle zur Mobilitätspsychologie sowie
D Umweltängste als Gegenstand der klinischen und psychotherapeutischen Fachgebiete, hier klar mit den Lösungsansätzen der „Psychologists for Future“ zusammenpassend.

Hauptziele des Arbeitsvorhabens sind
1. Bestandsanalyse - welche gesellschaftlich bedeutsamen Umsetzungen mit einer psychologisch erkennbaren Grundlage stehen derzeit mit welchen umweltpolitischen Zielsetzungen zur Verfügung?
2. Berufspolitische Schwerpunkte und Schwachstellen - lassen sich Einseitigkeiten und Lücken der praxisorientierten Forschungen feststellen, vor allem aber
3. welche fach- und berufspolitischen Ansatzpunkte aufgegriffen werden, um die bisher begrenztere gesellschaftlich- politische Umsetzung und Sichtbarkeit der Leistungsmöglichkeiten unserer Fachgebiete beitragen?

Zwischenergebnisse sollen zur Frühjahrs- DK 1/2020 vorgelegt werden, berufspolitische Handlungsvorschläge zur Herbst- DK 2/2020.

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