Onlinestudie: Wie können Befragungen mit Jugendlichen bei Verdacht auf Misshandlung unterstützend gestaltet werden?

Unter Leitung von Prof. Dr. Renate Volbert findet an der PHB aktuell eine Onlineumfrage für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren statt. Die Studie soll helfen Wege zu finden, wie Befragungssituationen für Jugendliche, die möglicherweise eine Misshandlung erlitten haben, weniger belastend gestaltet werden können.

edes Jahr werden in Deutschland viele Kinder und Jugendliche misshandelt und nach einer Offenbarung zu den Erlebnissen befragt. Um die Befragungen weniger belastend zu gestalten, wurden Leitfäden speziell für die Befragung von Kindern und Jugendlichen bei Verdacht auf Misshandlung entwickelt. Einer ist das R-NICHD (http://nichdprotocol.com/). Durch die Benutzung dieses Leitfadens sollen Kinder und Jugendliche durch die befragende Person emotional unterstützt und vor suggestiven Einflüssen geschützt werden.

In einer Voruntersuchung mit Erwachsenen wurde bereits herausgefunden, dass dies für viele Techniken des R-NICHDs der Fall ist – aber nicht für alle. Wie dies Jugendliche selbst einschätzen, soll nun in einer Onlinestudie eruiert werden.

In der Studie sollen sich die Jugendlichen gedanklich in eine Situation versetzen, in der sie befragt werden, weil der Verdacht einer körperlichen Misshandlung besteht. Die Jugendlichen werden gefragt, welche Befragungsformen sie in einer solchen Situation als unterstützend empfinden und welche nicht.

Leiten Sie gern den Flyer zu unserer Studie an Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahre weiter. Ansprechpartnerin für Fragen zu dem Projekt ist Frau Dipl.-Psych. Anett Tamm.

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