Demonstration zum PsychThG – am 26. September 2019 vor dem Bundestag

Das neue Psychotherapeutengesetz (PsychThG) geht bald in die 2. und 3. Lesung. Die Ausbildungssituation sollte verbessert und der Zugang zur Ausbildung vereinheitlicht werden. Tatsächlich wird im Entwurf vieles verändert, jedoch auf Kosten der Qualität in dem sehr anspruchsvollen Berufsfeld. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) ruft daher zum Protest vor dem Deutschen Bundestag auf – und wird ein großes optisches Zeichen setzen.

Der BDP kritisiert, dass die Berufsbezeichnung an Aussagekraft verliert. Die Erlaubnis zur Ausübung von Heilkunde (Approbation) soll erteilt werden, ohne dass die Fachkunde erworben wurde. Das Berufsfeld soll aufgeweicht werden.

PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiA) werden nach der Novellierung weiterhin nicht sozialversichert beschäftigt und gering entlohnt werden. Zudem ist die angedachte Übergangsregelung zu kurz.

Mit der Novellierung ergeben sich darüber hinaus neue Probleme: PiA und PsychotherapeutInnen in Weiterbildung nach der neuen Regelung (PiW) konkurrieren in Zukunft um Ausbildungsplätze.

Der Anteil der Psychologie als Basis der Psychotherapie wird im Studium stark reduziert. Was an deren Stelle vermittelt werden soll, bleibt offen. Von einheitlichen Standards kann nicht mehr die Rede sein.

Das Psychotherapeutengesetz hat mit seiner Einführung vor 20 Jahren deutlich zur Ausbildungsqualität und zum Patientenschutz beigetragen. Mit der Novellierung darf dies nicht ins Gegenteil verkehrt werden.

Lesen Sie hier unsere Argumente, warum der Gesetzesentwurf der Gesellschaft Schaden zufügen wird: http://psychthgausbrefg.de/

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PsychThG
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