BDP unterstützt Appell der Stadt Winnenden an die Medien

Die Stadt Winnenden und die dortige Albertville Realschule haben Medienvertreter im Zusammenhang mit dem Jahrestag des Amoklaufs zu großer Zurückhaltung aufgerufen. Viele Institutionen und Professionen, darunter Psychologen und Psychotherapeuten, haben sich in den vergangenen Monaten bemüht, den Kindern, Eltern und allen weiteren Betroffenen einen Weg in die Normalität zu ebnen. Diese Bemühungen sollten nicht durch Medienaktivitäten anlässlich des Jahrestages torpediert werden. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen unterstützt den Appell aus Winnenden und die darin formulierten Regeln. Die Erfahrungen von Psychologen in der Arbeit mit traumatisierten Menschen zeigen, wie rasch therapeutische Erfolge gefährdet werden können, wenn trauernde Menschen bedrängt und ihre Privatshäre verletzt wird. Auch Fragen nach dem Erlebten vor einem Jahr und erneute Gespräche darüber können zu einer Retraumatisierung führen und den therapeutischen Prozess beeinträchtigen.

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Wir unterstützen alle Psychologinnen und Psychologen in ihrer Berufsausübung und bei der Festigung ihrer professionellen Identität. Dies erreichen wir unter anderem durch Orientierung beim Aufbau der beruflichen Existenz sowie durch die kontinuierliche Bereitstellung aktueller Informationen aus Wissenschaft und Praxis für den Berufsalltag.

Wir erschließen und sichern Berufsfelder und sorgen dafür, dass Erkenntnisse der Psychologie kompetent und verantwortungsvoll umgesetzt werden. Darüber hinaus stärken wir das Ansehen aller Psychologinnen und Psychologen in der Öffentlichkeit und vertreten eigene berufspolitische Positionen in der Gesellschaft.

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