Regionalgruppe Gesundheitspsychologie München, 11.02.2008

Treffen der Regionalgruppe Gesundheitspsychologie München am 11.02.2008 mit dem Referat von Ursula Grewe, Apothekerin u. Heilpraktikerin "Chronobiologie - die innere Uhr des Menschen"

Chronobiologie – die innere Uhr des Menschen

Das Thema der Chronobiologie sind die biologischen Rhythmen aller Lebewesen. Der körperliche und psychische Zustand und die Funktionen des Menschen verändern sich ständig im Laufe des Tages und der Nacht. Diesen periodischen Wechsel des Organismus steuert unsere „innere Uhr“ (vgl. Hecht). Als Beispiele seien das Nervensystem, die Psyche, die Hormone, der Stoffwechsel, der Herz-Kreislauf, die Körpertemperatur, der Blutdruck, die Schmerzempfindlichkeit sowie die Leistung- und Lernfähigkeit angeführt.

Dieser periodische Rhythmus verläuft wellenförmig mit entsprechenden Maximal- und Minimalwerten während der 24 Stunden. Das absolute Tief für den menschlichen Organismus ist nachts 3 Uhr. Hier passieren die meisten Fehler (menschliches Versagen), sterben die meisten Leute (vgl. Zulley). Interessanterweise werden um diesen Zeitpunkt herum auch die meisten Kinder geboren.

Wird z.B. die Schlafzeit nicht zur Erholung genutzt, wird der Tagesrhythmus nicht beachtet, stellen sich im Allgemeinen, Tagesmüdigkeit, Herz- Kreislauf - und psychische Erkrankungen sowie Schlafstörungen ein.

Weiß man um die Minimalzeit des Zahnschmerz, wird man sich diesen Zeitpunkt für einen Zahnarztbesuch aussuchen, weiß man um die höhere Wirksamkeit in einer pharmako-therapeutischen Begleitmaßnahme zu bestimmten Tages- oder nachtzeiten, wird man diese Einnahmezeiten gezielter aussuchen.

Für die seelische,  psychische  Regeneration braucht es den REM-Schlaf-, auch "Putzlumpen" der Seele genannt. Wie Studien belegt haben, können die Nichtbeachtung und Störungen der gesamten funktionellen Zeitstruktur überhaupt das psychische Gesundheitsbefinden nachhaltig beeinflussen sowie psychische Störungen, somatische Symptome und psychosomatische Krankheitsbilder nach sich ziehen.

Eine spannende Frage: Was verlangt uns eigentlich die "Zeit" von unserer Psyche und unserem Körper ab?, wo wir doch so sehr gewohnt sind, unseren stressigen Lebensalltag damit zu beklagen, keine Zeit zu haben!

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