BDP auf 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs)

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Unter dem Motto „Haltung. Vielfalt. Zukunft.“ findet in diesem Jahr der 54. DGPs-Kongress in Luxemburg statt. Psycholog*innen aus allen Fachbereichen widmen sich dort vom 7. – 10. September 2026 zentralen und aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen. 

Der Fokus der Hauptvorträge sowie Podiumsdiskussionen liegt auf den Themen Psychische Gesundheit, digitale Transformation und künstlichen Intelligenz sowie der Psychologie des nachhaltigen Verhaltens. 

Mit dabei waren BDP-Präsidentin Thordis Bethlehem sowie BDP-Vizepräsidentin Dr. Ivon Ames. Sie diskutierten am Dienstag auf der Initiative AOP-GA-Paneldiskussion (Initiative Arbeits- und Organisationspsychologie Gesundheit und Arbeitssicherheit). Ein Panel-Schwerpunkt lag auf der Fragestellung, wie die fachliche Expertise der Arbeits- und Organisationspsychologie stärker im institutionellen Arbeitsschutz verankert werden kann, um damit eine bedarfsorientierte Unterstützung in Unternehmen gewährleisten zu können. 

Die Panelisten waren sich schnell einig, dass eine ganzheitliche Betrachtung der Arbeitsbedingungen neben der Einbeziehung der etablierten sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Fachlichkeiten, auch die psychologische Expertise erfordert.

In der Expert*innenrunde saßen außerdem die DGPs-Vizepräsidentin Prof. Dr. Annette Kluge, Prof. Dr. Jan Dettmers vom Vorstand des Fachverbandes Psychologie für Arbeitssicherheit und Gesundheit (PASiG) sowie Prof. Dr. Thomas Ellwart (DGPs), Prof. Dr. Thomas Kraus, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) und Prof. Dr. Jessica Lang, Vorstandsmitglied der DGAUM.

Die Initiative AOP-GA von BDP, DGPs und PASiG setzt sich in Zeiten einer sich rasant verändernden Arbeitswelt mit gebündelter fachlicher Kompetenz und einer gesundheits- und sicherheitsbezogenen Perspektive für einen starken, sichtbaren und wissenschaftlich fundierten Arbeitsschutz ein. Sie lotet Gestaltungsoptionen für gesunde Arbeitsbedingungen im betrieblichen Kontext aus, um gemeinsam berufspolitische Positionen voranzutreiben. 

„In der Arbeit der Initiative AOP-GA sehen wir seit der Gründung die positiven Effekte einer interdisziplinären und multiprofessionellen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Synergieeffekte ergeben sich besonders dann, wenn sich alle beteiligen Akteure den jeweiligen Kompetenzen aller bewusst sind“, erläutert BDP-Präsidentin Thordis Bethelehm und erklärt weiter „gerade auch im Arbeitsschutz braucht es den ganzheitlichen Blick für eine echte Veränderung.“

„Der Zugang zu arbeitspsychologischen Unterstützungsangeboten sollte grundsätzlich für alle Unternehmen unabhängig von der Größe oder anderen Kriterien niedrigschwellig möglich sein. Dabei ist wichtig, das die Angebote nicht einfach ein kostenintensives Kurzprojekt darstellen, sondern so angelegt sind, das vermitteltes Wissen über gesund gestaltete Arbeitsbedingungen strukturell in Unternehmen verankert werden“, ergänzt BDP-Vizepräsidentin Ivon Ames.

Als Interessenvertretende nehmen die Kooperationspartner damit ihre gesellschaftliche Verantwortung zur Stärkung des Arbeitsschutzes in Deutschland wahr. Denn eines ist klar, die moderne Arbeitswelt braucht mehr Psychologie.

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