Psychologe wird neuer Leiter des Zentrums für Türkeistudien

Haci-Halil Uslucan wird neuer Leiter des Essener Zentrums für Türkeistudien. Der 45-jährige, in der Türkei geborene und in Berlin aufgewachsene Psychologe ist Nachfolger von Faruk Sen, der vor eineinhalb Jahren suspendiert wurde. Uslucan wird auch Direktor des Türkei-Lehrstuhls an der Universität Duisburg-Essen. Derzeit lehrt er Pädagogische Psychologie an der Hamburger Helmut-Schmidt-Universität. Der nordrhein-westfälische Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Armin Laschet, sieht in der Berufung Uslucans ein Zeichen dafür, dass nunmehr "die moderne Türkei auch mit den wichtigen geopolitischen und wirtschaftlichen Fragen in den wissenschaftlichen Blickpunkt" rückt. Sein Vorgänger habe sich vor allem als Sprecher der Migranten verstanden. Diese hätten sich nun aber selbst organisiert und bräuchten keine Lobby mehr. Uslucan wurde für seine Beiträge zu den deutsch-türkischen Beziehungen bereits zwei Mal von der Körber-Stiftung ausgezeichnet. 2009 gehörte er mit seinem Beitrag zum Thema "Erziehung in Migrantenfamilien: Entwicklungs- und erziehungspsychologische Perspektiven" zu den Autoren des BDP-Berichts "Familien in Deutschland – Beiträge aus familienpsychologischer Sicht".

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