BDP sieht deutlichen Handlungsbedarf und fordert eine schnelle Verbesserung der stationären Versorgung schwer psychisch Erkrankter / Resolution

Pressemitteilung

Personalmangel, Energiekrise, Inflation – die Lage in Kliniken und Krankenhäusern in Deutschland spitzt sich zu. Darauf weist in diesen Tagen auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft mit Nachdruck hin. Damit stellt sich die Frage, inwieweit eine ausreichende stationäre Versorgung von Patientinnen und Patienten noch sichergestellt werden kann, insbesondere im Bereich besonders vulnerabler Gruppen, wie der stationären Versorgung schwer psychisch Erkrankter.

Gerade hier zeichnet sich eine besorgniserregende Entwicklung ab. Eine leitliniengerechte psychotherapeutische Behandlung ist nicht mehr flächendeckend in Kliniken in Deutschland gewährleistet. Grund dürfte ein möglicher Stellenabbau von ausgebildeten und erfahrenen Psychotherapeutinnen und -therapeuten zugunsten von Therapeutinnen und Therapeuten in Weiterbildung sein.

Bereits Anfang des Jahres wies die Gewerkschaft ver.di im Versorgungsbarometer auf die Verschlechterung der Versorgung in diesem Bereich hin. Die Sektion der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im BDP (VPP – Verband Psychologischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im BDP e.V.) griff die Problematik nun auf dem diesjährigen Angestelltentag im Herbst 2022 auf und sieht deutlichen Handlungsbedarf.

Der BDP (Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.) und die Sektion VPP setzen sich nun gemeinsam für eine Verbesserung der stationären Versorgung schwer psychisch Erkrankter ein und fordern eine umgehende Reform der Personalrichtlinie Psychiatrie.

Die seit 2020 geltende Personalrichtlinie Psychiatrie (PPP-RL) sollte eigentlich zu einer Verbesserung der Versorgung schwer psychisch Kranker in Psychiatrie und Psychosomatik führen. Doch aufgrund ungenauer Vorgaben bezüglich der Qualifikation psychotherapeutisch Behandelnder sowie einer nicht ausreichenden Ausweitung von Behandlungszeiten, zeichnen sich immer deutlicher die Versorgungslücken bei der stationären Therapie psychischer Erkrankter ab.

Kontakt:

Susanne Berwanger, Vorstandsvorsitzende der BDP-Sektion Verband Psychologischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten e.V. (VPP)
presse@bpd-verband.de

Veröffentlicht am:
Kategorien:
Pressemitteilung
Resolution
Logo Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.

Der VPP vertritt den psychotherapeutischen Berufsstand im BDP.  Wir stehen für wissenschaftlich fundierte Psychotherapie, für Verfahrensvielfalt und für die Zugehörigkeit zur Psychologie. Wir vertreten Kolleg*innen aus allen psychotherapeutischen Tätigkeitsbereichen, egal ob in Anstellung, in Privatpraxis, Kassenpraxis oder noch in Aus- oder Weiterbildung tätig.

Im Rahmen von Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit setzen wir uns für die Verbesserung der Arbeits-, Aus- und Weiterbildungsbedingungen ein, sowie für eine bessere psychotherapeutische Versorgung.

Gute Psychotherapie braucht einen aktiven Berufsstand!

Verband der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im BDP e. V.