VPP-Stellungnahme „Besorgniserregende Daten zu Personalmissständen in der Psychiatrie“

Am 13.09.2019 veröffentlichte ver.di die Ergebnisse eine Befragung aus Psychiatrischen und Psychosomatischen Einrichtungen (Versorgungsbarometer).

Das Bundesgesundheitsministerium versucht gerade durch neue Gesetze die ambulante Versorgung psychisch Kranke zu verbessern. Umso verstörender und besorgniserregender sind diese Daten aus dem stationären psychiatrisch/ psychotherapeutischen Sektor. „Im Bereich Psychotherapie besteht mancherorts großer Mangel, der so gut wie möglich von den Psychotherapeuten im Praktikum aufgefangen wird.“ - ist z.B. die Bewertung der Autoren zur psychotherapeutischen Versorgung in Kliniken. Durch den Personalmangel komme es auch häufiger zu Zwangsmaßnahmen gegenüber Erkrankten.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) wurde gesetzlich beauftragt, bis 30. September 2019 verbindliche Mindestpersonalvorgaben in den Einrichtungen festzulegen. Der VPP im BDP e.V. fordert den Gesetzgeber auf, die o.g. Personalmissstände zu beheben. Psychotherapie ist zentraler Bestandteil einer leitlinienorientierten Behandlung und darf nicht aus Kostengründen ausschließlich von unterbezahlten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ausbildung/ im Praktikum durchgeführt werden! Grundrechte verletzenden Zwangsmaßnahmen muss mit aller Kraft entgegengewirkt werden!

Susanne Berwanger
Vorstand VPP im BDP e.V.

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