Bericht vom 41. Deutschen Psychotherapeutentag (DPT) vom 18.-19.11.2022 in Berlin

140 Delegierte hat der Deutsche Psychotherapeutentag - das oberste Beschlussgremium der Berufsgruppe psychologischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. 138 Delegierten waren vom 18. bis 19.11.2022 in Berlin anwesend, mit den Gästen im Stream und vor Ort nahmen insgesamt 202 Personen am DPT teil.

Im Bericht des Vorstandes wurde das breit gefächerte Engagement des Vorstandes und der Geschäftsstelle deutlich: Neben zahlreichen wichtigen Aktivitäten der BPtK (z. B. Kritik an der geplanten Reformierung der Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) und an ausschließlich videobasierter Psychotherapie über Selektivverträge mit der BARMER) wurden auch Positionierungen zu den Gesetzesprozessen Suizidassistenz und Digitalisierung verfasst. Der DPT traf weitere Beschlüsse (z. B. zur Verabschiedung des Logbuchs zur Bereichsweiterbildung im Rahmen der Musterweiterbildungsordnung MWBO). Darüber hinaus wurden neun Resolutionen zu diversen Themen verabschiedet. Da parallel der Welt-Klimagipfel stattfand, wurde eine Pressemitteilung zum Thema Auswirkungen der Klimaveränderungen veröffentlicht.

Im Herbst 2022 haben 30 Neuapprobierte nach neuer Ausbildungsordnung ihr Studium abgeschlossen. Bis Herbst 2023 werden 1.000 Neuapprobierte erwartet – jährlich werden dann in Folge ab 2024 2.500 approbierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten erwartet, die vermutlich zu einem großen Teil die fünfjährige Weiterbildung zum Fachpsychotherapeutin/Fachpsychotherapeuten (PiW, Vollzeit) anstreben werden, obwohl deren Finanzierung noch nicht geregelt ist.

Deutlich kritisiert wurde der Abschluss der Weiterbildungsreform durch die MWBO dahingehend, dass ein zentrales Motiv der Reform, nämlich die Verbesserung der prekären finanziellen Aus- und Weiterbildungssituation von zukünftigen PiA und zukünftigen PiW, nach wie vor ungeklärt ist.

Susanne Berwanger, Vorsitz VPP im BDP e. V.
Delegierte DPT

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