KONTAKT ENGLISH MITGLIEDER-LOGIN    
< zurück zu Termine

Refresher Psychotherapie: Computerspielsucht bei Jugendlichen

   24.11.2021  19:00 - 20:45 | Online

+++ Teilnahme exklusiv für Mitglieder der Sektion VPP im BDP e. V. +++

Hinweis: Auch nichtapprobierte BDP-Mitglieder können als Fördermitglied dem VPP beitreten und an allen Fortbildungen kostenfrei teilnehmen. PiA sind beitragsfrei. Da der VPP-Jahresbeitrag (45 Euro) im Beitrittsjahr nach Monaten berechnet wird, entstehen bei einem Beitritt zum Jahresende nur sehr geringe Kosten. Hier können Sie beitreten.

Beschreibung: Mit der Aufnahme einer eigenen Kategorie für Verhaltenssüchten in die ICD-11 wurde von der Weltgesundheitsorganisation offiziell anerkannt, dass kurzfristig belohnendes, menschliches Verhalten (wie beispielsweise Gaming) abhängig machen kann. Die Computerspielstörung ist eine stoffungebundene Abhängigkeit, die typischerweise ab dem Jugendalter auftritt und in ihrer Häufigkeit bis ins junge Erwachsenenalter zunimmt. Bis zur Manifestation der Verhaltenssucht vergehen schätzungsweise mehrere Jahre. Im Jugendalter sind subklinische Formen häufiger, die Spontanremissionsrate ist höher, allerdings sind die Verläufe typischerweise mit Rückfällen assoziiert. Es gibt Wechselwirklungen zwischen Verhaltenssüchten und weiteren Störungen mit beeinträchtigter Belohnungsverarbeitung (insb. ADHS, Depressionen und sozialen Ängsten), die uns vor neue Herausforderungen in der psychotherapeutischen Behandlung stellen.  

In dieser Fortbildung werden Erscheinungsbild, Ätiologie und Methoden zur Diagnostik des neuen Störungsbildes der Computerspielstörung vorgestellt. Der Fokus liegt auf der Vermittlung von Interventionsmöglichkeiten bei primärer Computerspielstörung oder pathologischem Internetgebrauch im Zusammenhang mit weiteren psychischen Störungen. Dabei wird sowohl auf Interventionen für Jugendliche als auch auf Handlungsmöglichkeiten der Eltern eingegangen.

Steckbrief: Katajun Lindenberg ist seit 2020 Professorin für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie an der Goethe-Universität Frankfurt. Dort leitet sie die Ausbildungs- und Hochschulambulanzen für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, unter anderem mit einer Spezialambulanz für Computerspiel- und Internetabhängigkeit. Sie ist Leiterin des Ausbildungsprogramms für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie und vertritt am Institut für Psychologie den Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Lehre (Psychologie- und Psychotherapiestudiengänge) und Forschung.

Prof. Lindenberg studierte Psychologie in Heidelberg und Exeter, UK und promovierte anschließend an der Universität Heidelberg. 2013-2019 war sie Juniorprofessorin für Entwicklungspsychologie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Leiterin einer Forschungsgruppe zur Prävention von Computerspielabhängigkeit im Jugendalter. Klinisch war sie am Institut für Familientherapie sowie in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg tätig sowie an der Hochschul- und Ausbildungsambulanz des Psychologischen Instituts der Universität Heidelberg.

In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit psychotherapeutischen Interventionen im Kindes- und Jugendalter, sowohl im Rahmen von Prävention (z.B. in der Schule) und Frühintervention (z.B. in Beratungsstellen) als auch in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Um die Dissemination evidenzbasierter, psychologischer Prävention in Schulen zu stärken, gründete sie 2020 die Akademie für Präventionswissenschaften (www.apw-heidelberg.de). Seit 2013 beschäftigt sie sich mit der Computerspiel- und Internetabhängigkeit und wurde dafür 2019 mit dem Hermann-Emminghaus-Preis der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ausgezeichnet.


Referentin/Referent

Prof. Dr. Katajun Lindenberg (Diplompsychologin)


Anmeldung

https://www.edudip.com/de/webinar/refresher-psychotherapie-computerspielsucht-bei-jugendlichen/1416376


Kategorien

Sektionen
Verband Psychologischer Psychotherapeuten (VPP)