Schriftpsychologie als Fachgebiet der Psychologie

Informationen zur Schriftpsychologie vom Fachbereich Schriftpsychologie im Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP)

 

Schriftpsychologie: Diagnostik der Handschrift als individueller Ausdruck einer Person

Die Handschrift ist die nach vollzogener Schreibhandlung auf der Schreibfläche zurückgebliebene Bewegungsspur.
Sie ist Ausdruck eines durch Übung automatisierten individuellen Bewegungsverhaltens;
sie ist somit ein individueller Ausdruck einer Person;
sie lässt sich psychologisch als persönlichkeitsspezifischer Ausdruck diagnostizieren

Die Schriftpsychologie befasst sich mit der Handschriftdiagnostik:
Sie macht die Bewegungsspur der Handschrift als individuelles menschliches Verhalten zum Gegenstand von wissenschaftlicher Forschung und Anwendung. 

Seit 400 Jahren werden das Schriftbild und seine Dimensionen untersucht und mit den jeweiligen Methoden definiert. Eine moderne Schriftpsychologie beschreibt den Prozess von der Variablenerfassung bis zur Deutung der Schrift unter Wahrung psychologischer Gütekriterien und bemüht sich um eine entsprechende Befundsicherung.

Das Ergebnis ist ein Persönlichkeitsprofil, das die Individualität des Schreibenden widerspiegelt und, in Verbindung mit anderen diagnostischen Verfahren, einen Beitrag zur Urteilsbildung leisten kann. Der Vorteil dieses Mediums:

  • Schriftproben unterliegen keinen Verzerrungen durch die Testsituation.
  • Schriftproben sind kostengünstig und oft noch nach Jahren verfügbar.
  • Konstanz und Konsistenz der Handschriftvariablen bleiben über Jahre hin auf hohem Niveau erfassbar.

Die Gültigkeitsnachweise auf der Gutachterebene hängen in ihrer Qualität von der Ausbildung und den Fähigkeiten der Gutachter ab. Ein mehrjähriges, intensives Studium ist für schriftpsychologische Gutachten notwendig.

Literatur zur Einführung: