Fortbildung "Psychologische Gesundheitsförderung BDP": Umfassende Sammlung von Inhalten zur Fortbildung

 

Bereich A: Theoretische und methodische Grundlagen

A1: Gesundheitspsychologische Grundlagen

  • Grundlagen und Gegenstandsbestimmung der Gesundheitspsychologie
  • Gesundheitspsychologie im interdisziplinären Kontext der Gesundheitswissenschaften
  • Theoretische Konzepte zum Gesundheitsverhalten
  • Verhalten und Krankheitsrisiko
  • Gesundheitspsychologische Prävention: Konzepte und Befunde
  • Gesundheitsförderung, -beratung und -erziehung: Befunde und Probleme
  • Akzeptanz und Sinnhaftigkeit von Gesundheitsförderung

A2: Medizinische und epidemiologische Grundlagen

  • epidemiologische Ausgangslage
  • Risikofaktoren der häufigsten Erkrankungen
  • medizinische Präventionskonzepte
  • Übersicht über Erkrankungen, die durch Prävention angegangen werden können

A3: Methoden der Motivation und des Selbstmanagements

  • mit psychologischen Methoden gesundheitsbewusstes Denken und Verhalten fördern:
    Werthaltungen, Überzeugungen, Entscheidungen, Kompetenzen, Motivationen,
    Handlungsgewohnheiten in den verschiedenen Lebensbereichen des Alltags
  • Übersicht und Anwendung klinisch-psychologischer Methoden,   insbesondere Methoden zur Selbststeuerung von Kognitionen und Verhaltensweisen,
  • Methoden zum Aufbau und zur Verstärkung von Verhaltensgewohnheiten
  • Einübung ausgewählter Methoden

A4: Methoden der Gruppenarbeit und Moderation

  • Gesprächsführung gestalten unter Berücksichtigung kommunikativer Prozesse
  • individuelle Krisen wahrnehmen, einordnen und bewältigen
  • Gruppen-Prozesse aktiv gestalten und wahrnehmen
  • gruppenspezifische Krisen wahrnehmen, einordnen und bewältigen

A5: Organisation und didaktisch-methodische Gestaltung

  • Gesundheitsfördermaßnahmen planen, strukturieren, durchführen, finanzieren
  • Gesundheitsinformationen präsentieren: verständlich, mit Medien, 'seriös'
  • Marketing-Aspekte zur Darstellung von Gesundheitsinformationen
  • Manuale für Maßnahmen zur Gesundheitsförderung gestalten
  • Evaluationen durchführen

A6: Qualitätssicherung und Evaluation in der Gesundheitsförderung

  • Aufgaben der Qualitätssicherung: Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität
  • Methoden zur Qualitätssicherung
  • Evaluationsmethoden für den praktischen Einsatz

A7: Gesundheitsförderung: gesundheits- und berufspolitische Aspekte

  • Gesundheitsförderung in der Gesundheitspolitik und im Gesundheitswesen:
    'Gesundheit', 'Gesundheitsförderung', 'Prävention' als politische Begriffe
    Ursprünge und Ansätze der WHO
    Gesundheitsförderung in deutscher Gesundheitspolitik mit Strukturen und Aktivitäten
  • Psychologische Berufstätigkeit in der Gesundheitsförderung:
  • Aktivitäten zur Gesundheitsförderung im Gesundheitswesen
    Bestandsaufnahme und Wachstumsperspektiven
    Ansprechpartner und Zielgruppen für eine psychologische Berufstätigkeit
    interdisziplinäre Kooperation in der Gesundheitsförderung
    ethische Haltungen

A8: Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Akquisition, interdisziplinäre Kooperation

 

Bereich B: Spezifische Anwendungen

B1: Allgemeine psychologische Gesundheitsförderung für Personen 

Förderung allgemeiner Kompetenzen zur gesunden Lebensführung:

  • Psychologische Konzepte für ein gesundheitsförderndes Selbstverständnis
  • Gesundheitsfördernder Umgang mit Gedanken und Gefühlen
  • Körperwahrnehmung, Körpererleben und Gesundheit
  • Entspannung
  • Stressbewältigung im Alltag
  • Förderung sozialer Kompetenzen
  • Fördernder Umgang mit sozialer Unterstützung
  • Partnerschaft und Sexualität
  • Umgang mit Aggression und Gewalt
  • Meditation
  • Entfaltung von Lebenssinn und Lebensperspektiven
  • Gesundheitsfördernde Freizeitgestaltung
  • Förderung eines ökologischen Umweltbewusstseins
  • Kreativitätsförderung
  • Förderung der geistigen Leistungsfähigkeit

B2: Spezifische Gesundheitsförderung und Prävention für Personen:

B21: Gesundheitsspezifische Lebensweisen: Ressourcen und Risiken

  • Sport, Bewegung, Ausdauer
  • Körperhaltung und Alltagsergonomie
  • Ernährung und Essverhalten
  • Sicherheitsverhalten und Unfallvermeidung
  • Schlaf- und Wachrhythmen / gesundheitsgerechte Zeitstrukturierung
  • Umgang mit stofflichen Suchtmitteln: Nikotin, Alkohol, Drogen, Medikamente
  • Umgang mit nichtstoffgebundenen Süchten

B22: Entwicklungsbezogene Gesundheitsförderung und Prävention

  • Prinzipien der Entwicklungsorientierung in der Gesundheitsförderung
  • Geburtsvorbereitung, Säuglingsbetreuung, Kleinkindalter; Adoption
  • Entwicklungsaufgaben bei besonderen Familienstrukturen
  • Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter
  • Gesundheitsförderung über die Lebensspanne
  • Altern in Gesundheit

B23: Gesundheitsförderung bei kritischen Lebensereignissen

  • Erleben von Verlust (Trennung, Scheidung, Tod)
  • Veränderungen in Bezug auf das Berufsleben, Arbeitslosigkeit
  • Posttraumatischer Stress

B24: Prävention und Gesundheitsförderung bei chronischen Erkrankungen

  • Primäre Prävention: Verhalten und Krankheitsrisiko
  • Sekundäre Prävention: Vorsorge, Risikowahrnehmung, Früherkennung
  • Betreuung der Angehörigen (erkrankter und behinderter Menschen)
  • Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung
  • Anwendung auf spezifische chronische Erkrankungen/Behinderungen

B3: Gesundheitsförderung und Prävention in Settings und für Multiplikatoren

B31: Unterstützung von Selbsthilfegruppen

B32: Gesundheitsförderung für Familien

B33: Gesundheitsförderung in Settings
         z.B. in Schulen, Betrieben, Kommunen, Krankenhäusern

         Gesundheitsfördernde Strukturen im Freizeitbereich

         Gesundheitsförderung für gesunde Umweltbedingungen

B34: Aus- und Fortbildung für Gesundheitsförderung

B35: Management in der Gesundheitsförderung
         z.B. bei Sozialversicherungsträgern, Wohlfahrtsverbänden, in der Gesundheitspolitik