Zertifizierung von ausländischen Bildungsabschlüssen

Zertifizierung von ausländischen Bildungsabschlüssen

Der BDP prüft auf Antrag berufliche Qualifikationen auf dem Gebiet der Psychologie, die im Ausland erworben wurden und stellt ein entsprechendes Zertifikat aus.

Dies dient potentiellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern dazu, den Abschluss hinsichtlich seiner Qualifikation richtig einzuordnen. Oft ist es daher ratsam, ein entsprechendes Zertifikat den Bewerbungsunterlagen beizufügen, um die Chancen der Bewerbung zu erhöhen.

Kosten

Nichtmitglieder: 250 Euro

BDP-Mitglieder: 90 Euro

Benötigte Unterlagen

Für eine Stellungnahme müssen dem Bereich Berufspolitik alle Informationen zum Studium und den sonstigen Qualifikationen vollständig vorliegen.

Antragsformular zur Bewertung des BDP

Allgemeine Erläuterungen und Beispielzertifikate

FAQ Zertifizierung ausländischer Abschlüsse

  • Ausbildung zum PP oder KJP: Ausbildungsorte

    Die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten oder Psychotherapeutin bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten oder -psychotherapeutin erfolgt gemäß Psychotherapeutengesetz an Hochschulen oder anderen Einrichtungen, die als Ausbildungsstätten für Psychotherapie staatlich anerkannt sind.

    Eine Übersicht ist unter Ausbildungsinstitute zu finden. Daneben kann in jedem Bundesland bei der für die Anerkennung zuständigen Behörde angefragt werden, welche Ausbildungsinstitute staatlich anerkannt sind. Welche Behörde hierfür jeweils zuständig ist, ist über die Landesregierung zu erfragen.


  • Psychologischen Berater - Ausbildung und Berufsaussichten

    Der Abschluss "Psychologischer BeraterIn" ist keine empfehlenswerte Tätigkeitsbezeichnung. Da diese Bezeichnung nicht geschützt ist, kann sich unabhängig von der Ausbildung jede/r als "Psychologischer BeraterIn" bezeichnen. Schon daran lässt sich erkennen, wie wenig Wert man einem solchen Abschluss beimessen sollte. Hinzu kommt, dass solche Ausbildungen oftmals aus Fernstudium und/oder Abendkursen bestehen, die im Schnelldurchgang geringes psychologisches Wissen und Therapietechniken vermitteln.

    In zweijährigen Ausbildungen, in denen Psychologie nur einen Teil darstellt, kann kein ausreichendes psychologisches Grundwissen vermittelt werden. Zudem können "Psychologische BeraterInnen" lediglich die auf das Gebiet der Heilkunde eingeschränkte Erlaubnis zum Ausüben der Psychotherapie (HPG) erhalten und somit ihre Leistungen nur privat abrechnen.

    Was die Berufsaussichten angeht, sollte man bedenken, dass man mit fundiert ausgebildeten Master-/Diplom-Psychologen, den Angehörigen anderer sozialer Berufe und vor allem den Psychologischen Psychotherapeuten/Psychotherapeutinnen konkurrieren muss. Letztere haben neben einem abgeschlossenem Master-/Diplom-Studium eine 3- bzw. 5jährige psychotherapeutische Zusatzausbildung vorzuweisen.

    Da der psychotherapeutische Markt in vielen Regionen bereits gesättigt ist, ist die Konkurrenz groß.


  • Ausübung der Heilkunde

    Die auf das Gebiet der Psychotherapie eingeschränkte Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde nach dem Heilpraktikergesetzt (HPG) wird auf Antrag von den Gesundheitsämtern erteilt. Um sie zu erhalten, müssen heilkundliche Fähigkeiten und Kenntnisse nachgewiesen werden.
    Insbesondere für Psychologinnen und Psychologen gibt es aber in den meisten Bundesländern die Möglichkeit der Prüfung nach Lage der Akten. In einigen Bundesländern reicht dafür in angemessener Weise als Nachweis, dass man das Prüfungsfach "Klinische Psychologie" hatte, andere verlangen weitergehende Nachweise wie z. B. eine abgeschlossene Psychotherapieausbildung.
    Die Überprüfung führt das zuständige Gesundheitsamt durch. Die Durchführung einer schriftlichen und mündlichen Kenntnisprüfung entfällt in diesem Fall. Es treten je nach Bundesland Kosten zwischen 77 und 450 Euro auf.


  • Ausbildung zum PP oder KJP - Zugangsvoraussetzungen

    Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn

    • ein in Deutschland abgeschlossenes Diplom-Studium der Psychologie, welches das Fach Klinische Psychologie einschließt

    oder

    • ein in Deutschland abgeschlossenes Studium der Pädagogik oder Sozialpädagogik

    oder

    • ein in einem EU-Mitgliedsstaat oder einem EWR-Vertragsstaat abgeschlossenes Hochschulstudium der Psychologie oder Diplom in den Studiengängen Pädagogik oder Sozialpädagogik

    oder

    • ein in einem anderen Staat erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium, das als gleichwertig mit dem entsprechenden deutschen Abschluss bewertet wird

    Psychologischer PsychotherapeutIn

    • ein in Deutschland abgeschlossenes Diplom-Studium der Psychologie, welches das Fach Klinische Psychologie einschließt

    oder

    • ein in einem EU-Mitgliedstaat oder einem EWR-Vertragsstaat erworbenen Abschluss in Psychologie, der dem deutschen Diplom gleichwertig ist

    oder

    • ein in einem anderen Staat erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium der Psychologie, das dem deutschen gleichwertig ist

  • Approbation als PP oder KJP - benötigte Unterlagen zur Beantragung
    • Schriftlicher Antrag
    • Lebenslauf mit Darstellung der eigenen Ausbildung
    • Geburtsurkunde, ggf. Namensänderungsurkunde (z.B. Heiratsurkunde)
    • Nachweis über die Staatsangehörigkeit (Pass o.ä.)
    • Amtliches Führungszeugnis, das nicht früher als einen Monat vor der Vorlage ausgestellt wurde
    • Urkunde (z.B. Promotion, Habilitation) über einen erworbenen akademischen Grad/Titel, der auf der Approbationsurkunde ausgewiesen werden soll
    • Zeugnis über die Abschlussprüfung in den anerkannten Studienrichtungen
    • Ärztliche Bescheinigung, die nicht früher als einen Monat vor der Vorlage ausgestellt sein darf, wonach keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Antragsteller wegen eines körperlichen Gebrechens oder wegen Schwäche seiner geistigen oder körperlichen Kräfte oder wegen einer Sucht zur Ausübung des Berufs unfähig oder ungeeignet ist.
    • Diplomurkunde für Ausländer:
      • Nachweis deutscher Sprachkenntnisse (z. B. durch ein staatlich anerkanntes Spracheninstitut)
      • Aufenthaltserlaubnis, die eine Arbeitsaufnahme nicht ausschließt
      • Amtliches Führungszeugnis aus dem Heimatland o. ä.
      • Arbeitserlaubnis

    Bei Urkunden, die nicht in deutscher Sprache abgefasst wurden, ist zusätzlich zu den fremdsprachigen Unterlagen eine offizielle deutsche Übersetzung beizufügen. Erfolgt die Übersetzung im Ausland, so ist sie zu beglaubigen (zuletzt durch die deutsche Botschaft). Dem Antrag sollten nur beglaubigte Fotokopien oder unbeglaubigte Fotokopien und die dazugehörigen Originale beigefügt werden.
    Die Erteilung der Approbation ist gebührenpflichtig (je nach Bundesland z.Z. zwischen 350 und 650 €).


  • Approbation als Psychologische/r PsychotherapeutIn bzw. Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn

    Die Approbation erhält gem. § 2 PsychThG:

    • wer nach seinem abgeschlossenen Hochschulstudium in Deutschland eine mindestens 3-jährige Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeutin/Psychotherapeuten bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/-psychotherapeutin absolviert hat oder wer in einem EU-Staat oder in einem Drittstaat eine gleichwertige Psychotherapeutenausbildung absolviert hat,
    • wer über die zur Ausübung der Berufstätigkeit erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt,
    • wer ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorlegen kann und
    • wer körperlich, seelisch und geistig gesund ist.

  • Abschluss in Psychologie aus Polen oder Russland: Darf ich mich Diplom-Psychologin/Psychologe nennen?

    Nein. Akademisch erworbene Grade und aufgeführte Zusätze (zusammen auch Titel genannt, z. B. "Master of Arts"), werden auf der Grundlage des Abschlusses eines bestimmten universitären Programms verliehen und müssen bzw. dürfen nur in der verliehenen Form geführt werden. Die verliehenen Titel werden in der Urkunde erkennbar und zentral platziert. Mit der neben dem Titel an einer anderen Stelle der Urkunde oder in einer Übersetzung aufgeführten Bezeichnung Diplom/Diploma wird außerhalb von Deutschland regelhaft nur ausgedrückt, dass es sich um eine Urkunde über irgendeine Form der Ausbildung handelt. Aufgrund der Tatsache, dass in Deutschland das "Diplom" für einen akademischen Grad steht und dieser als solcher geschützt ist, kann der Begriff Diplom analog zu andernorts üblichen Titeln nicht frei verwendet werden.

    Diese Regelung schützt die Verbraucherin/den Verbraucher insofern, als dass er dadurch verstehen und unterscheiden kann, welche Kompetenz und Ausbildung mit welchen Titeln verbunden ist. Auch inhaltlich ist dies sinnvoll, da sich Ausbildungen innerhalb von Europa und weltweit hinsichtlich ihres Niveaus und Vertiefungen (Schwerpunkten) sehr stark unterscheiden. Auf der Urkunde für einen Studienabschluss kann nur ein einziger Titel verliehen werden. Eine Umschreibung des verliehenen akademischen Grades, also z. B. des Diploms zum Master ist nicht statthaft.

    Umgekehrt kann auch das Diplom nicht in Master, Magister, Lizenziat, Kandidat, Spezialist oder einen anderen Titel umgewandelt werden. Geführt werden darf der akademisch verliehene Grad nur in Originalform, z. B. darf der in Polen verliehene "Magister" nicht durch die Bezeichnung "Diplom", die manchmal am Rand der Urkunde aufgeführt wird, ersetzt werden. Eine Vermischung mit Wörtern aus der Urkunde oder verwechslungsträchtigen Bezeichnungen mit dem eigentlichen akademischen Grad ist nicht zulässig, auch wenn manche Übersetzer diesen Fehler tun.


  • Abschluss "Magister Soziale Verhaltenswissenschaften": Darf ich mich Psychologin/Psychologe nennen?

    Nein. Bei der Bewertung des Studiengangs "Soziale Verhaltenswissenschaften" (Fernuniversität Hagen) kam es in der Vergangenheit häufig zu Unsicherheiten seitens der Studierenden, aber auch der KollegInnen. Die Annahme, das Studium entspräche weitgehend einem Diplom-Studium der Psychologie und unterscheide sich lediglich in der Einschränkung beim Fach Klinische Psychologie, ist nicht zutreffend. Das psychologische Wissen und die Kompetenzen des Fernstudiums liegen unterhalb des im Diplom vermittelten Fachwissen, wodurch der Studiengang als Nebenfachstudium der Psychologie einzustufen ist.

    Daher darf die Berufsbezeichnung "PsychologIn" von den Absolventinnen und Absolventen nicht geführt werden. Es dürfen im Grundsatz nur Titel und Berufsbezeichnungen geführt werden, die rechtmäßig verliehen wurden - in diesem Falle also Magister bzw. "Sozialverhaltenswissenschaftler". Deutlich wird der Sinn dieser Abgrenzung, wenn man bedenkt, dass in vielen Studiengängen Psychologie als Nebenfach vorkommt (Pädagogik, Sozialarbeit, BWL, Gesundheitswissenschaften, Lehramt usw.). Wenn jeder alle Berufsbezeichnungen führen dürfte, zu denen er ein oder mehrere Seminare besucht hat, könnte der Verbraucher keine klaren Kompetenzprofile mehr erkennen.


  • Bachelor/Master-Abschluss vs. Diplom

    Prinzipiell lässt sich sagen, dass der Master-Abschluss vom wissenschaftlichen Niveau her gleichwertig mit dem Diplom ist. Diese materielle Verleichbarkeit gilt jedoch nur, wenn das Bachelor- und das Masterprogramm den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) entspricht. Selbst das Vorliegen einer Akkreditierung des Studiengangs ist kein Beleg für das Vorliegen eines in der Fachwelt anerkannten wissenschaftlichen Niveaus.

    Das sechssemestrige Bachelor-Studium ist als in etwa gleichwertig oder etwas höher als das Vordiplom einzuordnen. Im Hinblick auf die wissenschaftliche Qualifizierung ist erst der Master-Abschluss dem Diplom gleichzusetzen. Die praktische Qualifizierung des Master-Abschlusses ist im Vergleich zum Diplom spezieller und tiefergehender, da hier nur in einem Gebiet eine Schwerpunktvertiefung erfolgt. Der Diplom-Studiengang bietet diese Vertiefungen in zwei Feldern, wodurch die praktische Qualifizierung hier breiter und weniger tief ist.

    Formal gelten Master- und Diplom-Abschluss als gleichwertig, d. h. der Berufszugang innerhalb Europas ist bei beiden Abschlüssen in gleichem Maße gewährleistet.


  • Berufsbezeichnung "PsychotherapeutIn"

    Seit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes am 1.1.1999 ist Psychotherapie ein Beruf mit gesetzlich geschützter Berufsbezeichnung. Nur approbierte Ärzte, approbierte Psychologische Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten und approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/-psychotherapeutinnen dürfen diese Bezeichnung führen.

    Siehe § 1 PsychThG und § 132a StGB.


  • Certificate of professional qualification

    Will man als Psychologin/Psychologe im Ausland tätig werden, wird von den Behörden oder ArbeitgeberInnen häufig ein "Certificate of professional qualification" oder "Certificate of good standing" als Nachweis der Berechtigung zur uneingeschränkten Ausübung des Berufes und zur Einordnung der Berufsqualifikation verlangt. Diese Bescheinigung bestätigt auch, dass keine berufs- und disziplinarrechtlichen Maßnahmen getroffen oder eingeleitet worden sind.

    Der BDP nimmt die Aufgabe der Bestätigung von beruflichen Qualifikationen wahr. Für Nichtmitglieder erheben wir einen Unkostenbeitrag von 250 € für die Prüfung Ihrer Unterlagen und die Ausstellung eines entsprechenden Zertifikats, Mitglieder des BDP können das Zertifikat gegen einen Unkostenbeitrag von 90 € erhalten.

    Für eine möglichst vollständige Stellungnahme benötigen wir alle Informationen zu Ihrem Studium und Ihren sonstigen Qualifikationen (Studiendauer, Studienschwerpunkte, Diplomzeugnis, Praktikumsdauer, berufliche Tätigkeit(en) nach dem Diplom, Fortbildungen etc.).

    Wenn Sie ein Certificate of professional qualification in englischer oder französischer Sprache benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an den Fachreferenten der Bundesgeschäftsstelle des BDP, Herrn Dipl.-Psych. Fredi Lang (E-Mail: f.lang@bdp-verband.de, Tel: +49 (0)30 - 209 166 630).


  • Englische und amerikanische Bachelor/Master Abschlüsse

    Der deutsche Diplom-Studiengang in Psychologie ist hinsichtlich des Umfangs des erworbenen psychologischen Wissens hochwertiger als die üblichen Bachelor-Ausbildungen, wie sie in Großbritannien und den USA angeboten werden. In BA-Studiengängen wird lediglich ein Anteil von 50% Psychologie im Studium gefordert. Dieser Anteil beträgt im Grundstudium des deutschen Diplom-Studiengangs hingegen 100%, wodurch der vermittelte psychologische Wissensanteil beim deutschen Vordiplom wesentlich höher liegt, auch wenn der Bachelor-Studiengang länger dauert.

    Das deutsche Grundstudium (bis zum Vordiplom) wird mit einer Gesamtstundenzahl von 3520 Stunden Psychologie berechnet. Im Hauptstudium ist die Belegung von ein oder zwei nicht-psychologischen Wahlpflichtfächern möglich, so dass in diesem Studienteil maximal 23%, in der Regel aber nur 11,5% nicht-psychologische Fächer vorkommen. Im Unterschied hierzu enthält der britische Master-Studiengang mehr Praxisanteile und daher weniger theoretische Inhalte. Im Unterschied zum Master, bei dem nur in einem Bereich eine Vertiefung vermittelt wird, ist im deutschen Diplom-Studiengang eine Schwerpunktvertiefung in mindestens zwei oder mehr Bereichen vorgesehen. Der Diplom-Studiengang enthält zwei der drei möglichen Vertiefungen Klinische Psychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie und Pädagogischer Psychologie. Das deutsche Hauptstudium wird mit einer Stundenzahl von 4385 berechnet. Davon sind mindestens 3380 Stunden im inhaltlich engeren Sinn der Psychologie zuzurechnen.

    Zusammengefasst ist also zu sagen, dass das Diplom im Vergleich zu englischen und insbesondere zu US-amerikanischen Bachelor/Master-Studiengängen mehr Psychologie enthält, deutlich stärker an der Wissenschaft und der Vermittlung theoretischer Kenntnisse orientiert ist, mehr an wissenschaftlichen Nachweisen enthält und in mehr Arbeitsfeldern qualifiziert. In den USA ist die Qualität der Ausbildung und auch die der Lehrenden sehr unterschiedlich, sie liegt meist deutlich unter dem britischen Abschluss. Im US-amerikanischen BA-Studiengang wird gymnasiales Oberstufenwissen vermittelt, und nicht selten ist auch beim Master keine wissenschaftliche Abschlussarbeit gefordert.


  • Gleichwertigkeit ausländischer Bildungsabschluss mit deutschem Master/Diplom?

    Eine gute Orientierung bietet www.anabin.de. Anabin ist eine Datenbank, die Informationen zu ausländischen Hochschulabschlüssen und -graden, Voraussetzungen für ihren Erwerb sowie Hinweise zu ihrer Einstufung im Verhältnis zu deutschen Hochschulabschlüssen und -graden enthält.

    Die Datenbank wurde vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen sowie dem Äquivalenzzentrum des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Kultur und dem Äquivalenzzentrum des Wissenschaftsministeriums Luxemburgs entwickelt. Diese Datenbank erhebt jedoch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
    Man erhält in dieser Datenbank die Auskunft über das Verhältnis des ausländischen Abschlusses zum deutschen Abschluss (die "Äquivalenzklasse").


    Insgesamt gibt es drei Äquivalenzklassen:

    Bedingt vergleichbar: Der ausländische Abschlusstyp ist dem deutschen Abschlusstyp formal, aber nicht materiell gleichwertig.

    Entspricht: Der ausländische Abschlusstyp ist dem deutschen Abschlusstyp formal gleichwertig. Zur materiellen Gleichwertigkeit wird keine Aussage gemacht.

    Gleichwertig: Der ausländische Abschlusstyp ist dem deutschen Abschlusstyp formal und materiell gleichwertig.

    Formale Gleichwertigkeit liegt vor, wenn der ausländische Abschluss in dem Land, in dem er erworben wurde, zum Ausüben einer akademischen oder beruflichen Tätigkeit berechtigt, die einer vergleichbaren Tätigkeit in Deutschland entspricht.

    Materiell gleichwertig ist der ausländische Abschluss erst, wenn eine fachliche Analyse ergibt, dass die Ausbildung im Hinblick auf Inhalt, Umfang und Niveau den Anforderungen in Deutschland entspricht.


  • Welche Ausbildungsinstitute für die Heilpraktikerprüfung sind empfehlenswert?

    Nach unserer Auffassung reichen diese Ausbildungen keinesfalls aus, um kompetent und gefahrenfrei psychologische Beratung oder gar Psychotherapie auszuüben. Der Stundenumfang schwankt in der Regel zwischen 120 Stunden und 600 Stunden, was in etwa vier Monaten Studium entspricht. Daher können wir nicht nur keine Empfehlung zur Auswahl einer solchen Schule geben, sondern fühlen uns auch verpflichtet, den Verbraucher im Vorfeld seiner Entscheidung auf das geringe Kompetenzniveau einer solchen Dienstleistung hinzuweisen.


  • Nebenfach Psychologie: Darf ich mich Psychologin/Psychologe nennen?

    Nein. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (AZ:IZR174/83) darf sich nur Psychologin/Psychologe nennen, wer einen Master/ein Diplom in Psychologie oder einen gleichwertigen Abschluss hat, da die VerbraucherInnen bei Vorliegen der Berufsbezeichnung "PsychologIn" von einer Person mit abgeschlossenem Hochschulstudium im Hauptfach Psychologie ausgeht. Die VerbraucherInnen werden getäuscht, wenn Personen diese Berufsbezeichnung führen, ohne diese Qualifikation zu besitzen. Dem unberechtigten Führen dieser Berufsbezeichnung steht das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb entgegen. Eventuell macht man sich sogar gem. § 132a Abs.2 StGB strafbar.


  • Promovieren mit ausländischem Hochschulabschluss

    Promotionen können in Deutschland an den zur Verleihung von Doktorgraden berechtigten Universitäten, Gesamthochschulen und Pädagogischen Hochschulen durchgeführt werden. Voraussetzung ist ein Hochschulabschluss nach mindestens 8 bis 10 Semestern Regelstudienzeit.

    Personen, die im Ausland studiert haben und in Deutschland promovieren möchten, müssen einen Hochschulabschluss nachweisen, der in dem Land, in dem der Abschluss erworben wurde, unmittelbar zur Promotion berechtigt und mit dem deutschen Hochschulabschluss gleichwertig ist.

    Die Gleichwertigkeit des ausländischen Abschlusses mit dem deutschen Abschluss stellt das jeweils zuständige Gremium innerhalb der Universität in eigener Zuständigkeit und Verantwortung fest. In aller Regel ist dies der Promotionsausschuss. Vor ihrer Entscheidung kann die Hochschule die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen um eine gutachterliche Stellungnahme bitten.

    Aufgabe der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (angesiedelt im Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister) ist die Beratung und Information der mit der Anerkennung ausländischer Bildungsnachweise befassten Stellen (z. B. Behörden, Ministerien, Hochschulen). Sie selbst hat keine Entscheidungsbefugnisse, die Entscheidung über die Anerkennung liegt bei diesen zuständigen Stellen.


  • Praktische Tätigkeit in einem anderen Land

    Die Praktische Tätigkeit in einem anderen Land auszuüben ist zwar theoretisch denkbar, aber praktisch sehr schwierig. Dazu bedarf es einer umfassenden Selbstdarstellung der gewünschten stationären Einrichtung. Dann müssen das Ausbildungsinstitut wie auch das Gesundheitsministerium bzw. das Landesprüfungsamt des Bundeslandes dazu bewegt werden, die Unterlagen umfassend zu prüfen, um der Anerkennung stattzugeben. Da es keinen Anspruch auf Anerkennung auf Seiten der ausländischen Klinik gibt, hängt das Gelingen einer solchen Regelung im Wesentlichen von der Bereitschaft des Ministeriums und des Ausbildungsinstitutes ab. Daher gestaltet sich eine solche Anerkennung sehr schwierig und scheitert häufig schon im Vorfeld am Aufwand.


  • Regelung der Anerkennung ausländischer Studienabschlüsse

    Bei (staatlich) reglementierten Berufen gilt in Bezug auf die Anerkennung der Ausbildung für Angehörige eines EU-Staates, die ihren Abschluss innerhalb der EU erworben haben, die Richtlinie 2005/36/EG.
    Diese Richtlinie besagt u.a., dass ein nach Abschluss eines mindestens dreijährigen Hochschulstudiums innerhalb eines EU-Landes rechtmäßig erworbener akademischer Titel im Prinzip in jedem anderen EU-Land geführt werden darf.


    Ebenfalls ist die Berufsausübungsberechtigung anzuerkennen, wenn der Beruf, den die Antragstellerin/der Antragsteller im Staat der Ausbildung ohne weitere Ausbildung oder Prüfung ausüben darf, dem Beruf gleichartig ist, den er in Deutschland ausüben möchte. Dann wird geprüft, ob diese Ausbildung mit der in Deutschland im Wesentlichen vergleichbar ist. Ist dies der Fall, erfolgt die Anerkennung unmittelbar. Bestehen wesentliche Unterschiede, ist die Anerkennung mit Auflagen verbunden (Anpassungslehrgang oder Eignungsprüfung). Diese Auflagen können wegfallen, wenn eine ausreichend lange praktische Berufserfahrung (in der Regel zwei Jahre) nachgewiesen wird. Beide Richtlinien gelten nicht nur in Deutschland, sondern in allen Mitgliedsstaaten der EU.


  • Reglementierte psychologische Tätigkeitsfelder

    Die folgenden psychologischen Tätigkeitsfelder sind in Deutschland reglementiert:

    1. Psychotherapie als Psychotherapeut/Psychotherapeutin
    2. Psychotherapie auf Basis einer Heilpraktikererlaubnis, siehe HPG und Länderausführungsvorschriften
    3. Die Anerkennung als Verkehrspsychologische/r BeraterIn nach § 71 Fahrerlaubnisverordnung (FeV) erfolgt auf der Basis der Anerkennung durch die Sektion Verkehrspsychologie im BDP
    4. Die Anerkennung von FachpsychologInnen (Fachpsychologe/Fachpsychologin für Klinische Psychologie, für Rechtspsychologie, für Verkehrspsychologie) zur gesetzlich geregelten Begutachtung nach dem Waffengesetz (§ 3 WaffG) erfolgt von den jeweiligen Sektionen des BDP bzw. im Falle der RechtspsychologInnen durch die Föderation der Deutschen Psychologenvereinigungen (BDP und DGPs)

    Sonstige Tätigkeitsfelder unterliegen an sich keinen Reglementierungen. Aber wenn man solche Tätigkeiten unter der Berufsbezeichnung Psychologe/Psychologin anbieten will, dann müssen die dafür geltenden Regeln erfüllt sein. Wie oben dargelegt kann man sich nicht beliebig "Psychologe/Psychologin" nennen, auch nicht durch vermeintliche Konkretisierungen wie Länderabkürzungen, adjektivische oder substantivische Erweiterungen, z. B. Psychologe-Russ., Kinderpsychologin, Verkehrspsychologe, praktische Psychologin etc..

    Bei den nicht direkt reglementierten psychologischen Tätigkeitsfeldern entscheidet der Arbeitsmarkt, die Nachfrage am Dienstleistungsmarkt und letztlich der/die jeweilige ArbeitgeberIn über die Akzeptanz des ausländischen Abschlusses. Da im Öffentlichen Dienst und in nachgeordneten Institutionen (z. B. Krankenhäusern) in der Regel vertragliche Regelungen mit den Kostenträgern (z. B. Krankenkassen) bezüglich der Qualifikation der Angestellten bestehen, wird hier eine Bescheinigung über die Gleichwertigkeit des ausländischen Abschlusses mit dem deutschen Abschluss häufig erforderlich sein.


  • Ist die Berufsbezeichnung "Psychologin" bzw. "Psychologe" in Deutschland gesetzlich geschützt?

    Ja. Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH 1985 AZ: I ZR 147/83) darf sich nur Psychologe/Psychologin nennen, wer einen Master/ein Diplom in Psychologie hat. Die VerbraucherInnen gehen bei dieser Bezeichnung von einer Person mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium der Psychologie im Hauptfach aus. In Rechtskommentaren steht die Berufsbezeichnung (Psychologe bzw. Berufspsychologin) in Verbindung mit einem mindestens 5-jährigen Hochschulstudium im Hauptfach Psychologie. Die VerbraucherInnen werden getäuscht, wenn Personen die Berufsbezeichnung führen, ohne diese akademische Qualifikation zu besitzen.
    Dem unberechtigten Führen dieser Berufsbezeichnung steht das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb entgegen.


  • Wie kann ich den Titel meines ausländischen Hochschulabschlusses in Deutschland führen?

    Grundsätzlich gilt allgemein und in allen Bundesländern:
    Sie können Ihren Titel in der Form, in der er Ihnen verliehen wurde, und unter Angabe der verleihenden Hochschule unter den folgenden Voraussetzungen führen:

    1. Es handelt sich um einen im Herkunftsland staatlich anerkannten Abschluss eines Studiums mit akademischem Titel.
    2. Der akademische Titel wurde an einer staatlich anerkannten Hochschule erworben.
    3. Der Abschluss wurde von der verleihenden Hochschule nach einem ordnungsgemäßen, mit einer Prüfung abgeschlossenen Studium verliehen. Titelähnliche Bezeichnungen, die auf einer bloßen Anerkennung einer Ausbildung durch eine private Organisation beruhen, dürfen demgemäß nicht geführt werden.

    Beispiel für eine korrekte Verwendung des Titels:
    Marco Lazzeri Diploma di Laurea Psicologia, Universität Bologna
    Dabei kann die im Original verliehene Form (z. B. kyrillische Schrift) gegebenenfalls in lateinische Schrift übertragen werden. Die im Herkunftsland zugelassene oder nachweislich allgemein übliche Abkürzung darf geführt und eine wörtliche Übersetzung in Klammern hinzugefügt werden.
    Im Hinblick auf die Übersetzung der jeweiligen Bezeichnung sind die Angaben und Vorschläge in der Datenbank der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen der Kultusministerkonferenz (www.anabin.de) zu beachten.
    Die deutsche Übersetzung ersetzt nicht den verliehenen Grad. Sie kann nur in Verbindung mit diesem und nicht allein geführt werden.

    Hochschulgrade, die in Ländern der Europäischen Union, Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz erworben wurden, können in folgenden Bundesländern ohne Angabe der Universität in der originalen Form, in der sie verliehen wurden, geführt werden:

    • Berlin
    • Brandenburg
    • Bremen
    • Hessen
    • Nordrhein-Westfalen
    • Thüringen.

    Eine Anpassung der Regelungen in den anderen Bundesländern hinsichtlich des Wegfalls der Verpflichtung zur Angabe der Universität wird vermutlich erfolgen.
    Besondere Regelungen im Rahmen von Sonderverträgen gibt es für Ph.D. bzw. Dr.-Titel aus Australien, Israel, Kanada, USA, und Russland. Diese dürfen in Deutschland als Dr.-Titel geführt werden.


    Weitere Beispiele:

    1. Polen, Studiengang psychologia (Psychologie):
      • Korrekte Übertragung: Helena Podolski Magister psychologia, Uni Warschau.
      • In Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen auch möglich: Helena Podolski Magister psychologia
      • mgr. Helena Podolski (Magister Psychologie, Uni Warschau)
      • Nicht erlaubt: Helena Podolski, Magister in Psychologie
    2. Polen, Studiengang psychologia zdrowia (Psychologie der Gesundheit):
      • Korrekte Übertragung: Krystian Kowalski Magister (psychologia zdrowia, Uni Warschau)
      • Krystian Kowalski mgr. psychologia zdrowia, (Psychologie der Gesundheit, Uni Warschau)
      • Nicht erlaubt: Krystian Kowalski Magister (Psychologie der Gesundheit)

  • Unterschied Psychologische/r PsychotherapeutIn und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn

    Im Gegensatz zum Psychologischen Psychotherapeuten/Psychotherapeutin erstreckt sich bei den Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/-therapeutinnen die Berechtigung zur Berufsausübung nur auf Patienten, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.


    Ausnahmen sind nur zulässig, wenn zur Sicherung des Therapieerfolgs eine gemeinsame psychotherapeutische Behandlung von Kindern oder Jugendlichen mit Erwachsenen erforderlich ist, oder bei Jugendlichen, bei denen eine vorher mit Mitteln der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie begonnene psychotherapeutische Behandlung erst nach Vollendung des 21.Lebensjahres abgeschlossen werden kann. Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen üben daher berufsrechtlich ein Teilgebiet der Tätigkeit der Psychologischen PsychotherapeutInnen aus; Psychologische PsychotherapeutInnen dürfen dagegen Patienten jeden Alters behandeln.


  • Voraussetzungen, um Psychotherapie auszuüben

    Psychotherapie ist eine Heilbehandlung von Menschen mit seelischen Störungen und Krankheiten. Dafür braucht man in Deutschland eine staatliche Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde.
    Diese staatliche Erlaubnis kann zum einen die ursprünglich den Ärzten vorbehaltene Approbation sein, die mit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes auch PsychologInnen mit entsprechender Qualifikation erteilt wird.


    Die Approbation ist Voraussetzung für die kassenärztliche Zulassung. Diese wiederum berechtigt zur Niederlassung an einem bestimmten Ort und zur Teilnahme an der gesetzlichen Krankenversorgung, d. h. die Leistungen können nicht nur privat, sondern auch über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden.


    Zum anderen darf gemäß dem Heilpraktikergesetz (HPG) Psychotherapie ausüben, wer eine auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkte Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde nachweisen kann.
    Wer eine Erlaubnis nach HPG besitzt, darf die Leistungen lediglich privat, nicht aber über die gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Ohne Approbation darf die Berufsbezeichnung "PsychotherapeutIn" nicht geführt werden.


  • Wo kann ich mir das Führen meines akademischen Titels genehmigen lassen?

    Bislang erfolgte in Deutschland die Genehmigung durch die Wissenschaftsministerien. Sie wurde durch eine aus europäischem Recht in deutsches Recht übertragene Regelung in Form einer Allgemeingenehmigung ersetzt, die das Führen von akademischen Graden und Titeln regelt. Das geltende Recht ist in Deutschland in den jeweiligen Bundesländern geregelt.


    Eine staatliche Anerkennung ist jetzt nicht mehr erforderlich, sondern der oder die zurückkehrende Deutsche oder einreisende NeubürgerIn ist selbst dafür verantwortlich, die Regeln der Allgemeingenehmigung zu beachten und trägt damit auch die juristischen Konsequenzen bei Verstößen gegen diese Regeln. Selbst schriftlich vorliegende Behördenauskünfte können im Einzelfall fehlleiten.


    Das unbefugte Führen von Titeln, akademischen Graden und Berufsbezeichnungen ist gem. § 132a Absatz 1 Strafgesetzbuch mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe strafbar. Gleiches gilt gemäß Absatz 2 des § 132a StGB für das unbefugte Führen von Berufsbezeichnungen, die den geschützten Titeln usw. zum Verwechseln ähnlich sind. Deshalb ist sowohl die "Diplom-Psychologin", als auch der "Psychologe" geschützt und darf nur von Personen geführt werden, die ein Hauptfachstudium der Psychologie abgeschlossen haben. Geschützt ist die Berufsbezeichnung "Psychologe/Psychologin" zudem über das Wettbewerbsrecht, denn unzulässig ist die Irreführung über die Befähigung ( § 5 Abs.2 Nr.3 UWG).


    Käuflich erworbene Titel und Grade dürfen nicht geführt werden! Die allgemeine Regelung zum Führen akademischer Titel gilt nur für anerkannte Hochschulen, also solche, die in ihrem Land einen anerkannten Rechtsstatus zur Verleihung des jeweiligen akademischen Grades haben.


  • Welche Qualifikation enthält der "Konversionskurs" der Open University?

    Der sogenannte "Conversion Course" mit einem Abschluss "Diploma in Psychology” ist eine englische Besonderheit, die auf die Anerkennung durch die britische PsychologInnenorganisationen BPS (British Psychological Society) abzielt und etwa das Niveau eines sozialwissenschaftlichen Bachelor hat.


    Die Bescheinigung kann durch ein einjähriges Fernstudium der Psychologie auf der Basis eines bestehenden Universitätsabschlusses, in dem ein Jahr Psychologie absolviert wurde, erworben werden - unabhängig davon, ob Psychologie als Haupt- oder Nebenfach studiert wurde (60 Credit Points in Psychologie). Alternativ können Studierende ohne psychologische Vorkenntnisse einen 60 Credit Points umfassenden Einführungskurs in Psychologie an der Open University absolvieren.


    In England wird diese Bescheinigung auf der Basis eines Abkommens zwischen der Open University und der BPS als Berechtigung für die graduierte Mitgliedschaft im britischen Psychologenverband BPS anerkannt.
    Die dem deutschen Diplom entsprechende professionelle Qualifikation von Psychologen in Großbritannien ist der Master, der von der BPS in Verbindung mit dem Nachweis von einem Jahr supervidierter Praxis mit dem Label "Chartered Psychologist” bezeichnet wird. Die oben genannte Regelung zum conversion grade ist eine private Absprache bezogen auf ein Niveau, das dem üblichen Standard der Studiengänge in Europa und insbesondere in Deutschland nicht entspricht.


    Die für eine Psychologin/einen Psychologen übliche Qualifikation, z. B. im Bereich Methoden, Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie, Klinischer Psychologie und anderen üblichen Fächern, die sowohl im Diplom-Studium als auch in der Kombination Bachelor-Master erworben wird, wird im Conversion Course nicht erworben.
    Darüber hinaus wird von der Open University ein Studienjahr mit 1.200 Arbeitsstunden berechnet, während es in Deutschland im Studiengang Diplom in Psychologie 1.740 bis 1.800 Stunden jährlich sind. Weiterhin fehlt der Nachweis zur wissenschaftlichen Qualifikation im Bereich Psychologie, der im Hauptfachstudium durch die Anfertigung einer wissenschaftlichen Bachelor- oder Vordiplomsarbeit und zusätzlich einer Abschlussarbeit mit wissenschaftlichem Format und den entsprechenden schriftlichen oder mündlichen Prüfungen in insgesamt 14 Fächern gewährleistet wird.


    Die deutsche Berufsbezeichnung "Psychologe/Psychologin" entspricht dem Niveau des Diploms in Psychologie beziehungsweise des Masters und ist nach höchstrichterlicher Rechtsprechung in Deutschland an den Abschluss eines Hochschulstudiums in Psychologie gebunden. Daher kann von Absolventen des sogenannten Conversion Course die Berufsbezeichnung Psychologe nicht verwendet werden. Aus deutscher Sicht handelt es sich hier nicht um einen anerkennungsfähigen Abschluss, da in der Regel nur wenige Kurse im Fernstudium belegt werden und sich das Anerkennungsniveau nicht auf international vergleichbare Abschlüsse bezieht, sondern auf die Mitgliedschaft in einem Verein (BPS). Abschließend muss davor gewarnt werden, mit einem solchen Abschluss die Berufsbezeichnung Psychologin/Psychologe in Deutschland zu führen. Der BDP wird bei Kenntnis des Führens der Berufsbezeichnung durch AbsolventInnen eines Konversionskurses entsprechende juristische Schritte einleiten.


  • Zertifikat zur Bewertung eines ausländischen Bildungsabschlusses?

    Bewirbt man sich als Psychologe/Psychologin mit einem ausländischen Abschluss in Deutschland, haben potentielle ArbeitgeberInnen oftmals Schwierigkeiten, den Abschluss hinsichtlich seiner Qualifikation richtig einzuordnen. Daher wird unter Umständen eine Bestätigung der beruflichen Qualifikationen verlangt. Der BDP als für die Berufspraxis in der Föderation der deutschen Psychologenvereinigungen zuständiger Verband nimmt die Aufgabe der Bestätigung von beruflichen Qualifikationen wahr.


    Oft ist es ratsam, schon vorab ein entsprechendes Zertifikat den Bewerbungsunterlagen beizufügen, um die Chancen der Bewerbung zu erhöhen. Für Nichtmitglieder erheben wir einen Unkostenbeitrag von 250 EUR für die Prüfung Ihrer Unterlagen und die Ausstellung eines entsprechenden Zertifikats, Mitglieder des BDP können das Zertifikat gegen einen Unkostenbeitrag von 90 EUR erhalten.


    Für eine möglichst vollständige Stellungnahme benötigen wir alle Informationen zu Ihrem Studium und Ihren sonstigen Qualifikationen (Studiendauer, Studienschwerpunkte, Diplomzeugnis, Praktikumsdauer, berufliche Tätigkeit(en) nach dem Diplom, Fortbildungen etc.).


    Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Fachpolitikreferentin Sára Ritter (E-Mail: fachpolitik@bdp-verband.de, Tel: +49 (0)30 - 209 166 631).


FAQ Recognition of Professional Qualifications

  • Who can use "psychologist" as a professional title?

    The German Federal High Court of Justice has ruled (BGH 1985 AZ: I ZR 147/83) that only persons holding a degree (German Diplom) in psychology are allowed to call themselves psychologists. Clients receiving psychological services assume that anyone using the professional title of "psychologist" has studied and graduated in psychology as a main subject at an institution of higher education. In legal commentaries the professional title (psychologist or professional psychologist) is associated with completion of a higher-education degree course in psychology as the main subject of a duration of at least 5 years. Clients of psychological services would be misled if other persons who did not hold such academic qualifications were to use the professional title of psychologist.
    The illegitimate use of the professional title of psychologist is a violation of the German Unfair Competition Act.


  • Approval of academic qualifications or professional title

    To date the ministries of science and education at the state level have been responsible for accrediting academic qualifications. This has been superseded by a general accreditation regulation which has passed from European into German law and which now applies to the use of academic qualifications and titles.
    The legal position in Germany is determined at the state (Land) level.


    Explicit state recognition is no longer required; instead, a returning German national or foreign national coming to work in Germany is now personally responsible for complying with the general accreditation rules and can be held legally responsible for any violations of these regulations. In some cases even written documentation issued by specific public authorities can be misleading in this respect.
    Under Section 132a(1) of the German Penal Code (StGB) the illegitimate use of titles, academic qualifications and professional titles may be prosecuted and result in sentences of up to one year of imprisonment. The same applies under Section 132a(2) of the Penal Code to the illegitimate use of confusingly similar professional titles. This means that in Germany only people who have graduated in psychology as their main subject are entitled to call themselves "Diplom-Psychologe" or even "psychologists".

    Clients may not be misled about professional skills and the use of the professional title of "psychologist" is also restricted by Section 5(2) No. 3 of the Unfair Competition Act in this respect. The use of purchased titles and qualifications is prohibited! General rules and regulations on the use of academic titles only apply to recognised institutions of higher education, in other words to institutions which are legally entitled to award the relevant academic qualification in their country.


  • Degree titles from other countries

    Uniform rules and regulations apply in all the federal states of Germany:
    You are entitled to use your title – specifying the institution of higher education by which it has been awarded - in the form in which it was awarded provided that the following preconditions are met:

    • The relevant title is a degree attested by a certificate recognised by the state in which the degree was awarded.
    • The academic title was awarded by a state-recognised institution of higher education.
    • The degree was awarded by the relevant institution of higher education upon proper completion of a course of academic study and the passing of an examination. This means that you are not entitled to use similar professional titles which merely certify the recognition of a course of training by a private organisation.

    Examples for the correct use of a title:
    Marco Lazzeri Diploma di Laurea Psicologia, University of Bologna
    The original form in which the degree is awarded (e.g. Cyrillic letters) may be transcribed into Latin letters where applicable. Approved abbreviations or abbreviations which are verifiably customary in the country of origin may also be used and a literal translation provided in parentheses.
    The notes and proposals in the database run by the Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen set up in Germany by the Conference of Ministers of Education and Cultural Affairs (www.anabin.de) must be taken into account if a professional title is translated.
    The German translation does not replace the actual degree awarded. The translation may only be used in connection with the original degree title and not on its own.
    Academic degrees awarded in European Union countries, Iceland, Liechtenstein, Norway or Switzerland can be used in their original form without the need to cite the awarding university in the following states:

    • Berlin
    • Brandenburg
    • Bremen
    • Hesse
    • North-Rhine Westphalia
    • Thuringia.

    The rules governing the obligation to cite the name of the awarding university are expected to be repealed in the other federal states in the future.
    Special rules agreed in treaties with Australia, Israel, Canada, the USA and Russia apply to Ph.D. or Dr. degrees awarded in these countries. These degrees entitle their holders to use the title of Dr. in Germany.
    Other examples:

    1. Poland. Degree title: psychologia (psychology):
      Correct usage in Germany:

    •   Helena Podolski Magister psychologia, Uni Warschau

      Or, alternatively, in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hesse, North-Rhine Westphalia, Thuringia:

    •   Helena Podolski Magister psychologia
    • mgr. Helena Podolski (Magister Psychologie, Uni Warschau)

      Prohibited: Helena Podolski, Magister in Psychologie

    2. Poland. Degree title: psychologia zdrowia (health psychology):
      Correct usage in Germany:

    •   Krystian Kowalski Magister (psychologia zdrowia, Uni Warschau)
    • Krystian Kowalski mgr. psychologia zdrowia, (Psychologie der Gesundheit, Uni Warschau)

      Prohibited: Krystian Kowalski Magister (Psychologie der Gesundheit)


  • Degrees in psychology in Poland or Russia

    Academic qualifications and references (referred to together as a title, e.g. "Master of Arts") are awarded on completion of a specific university-based programme and must be used in the form in which they were awarded and in that form only. Degree titles awarded are easily recognisable and are positioned in the middle of the certificate. References to a Diplom/Diploma on any other part of the certificate awarded outside Germany usually only mean that the document in question is some form of certificate for a course of training of some kind. Because the word "Diplom" refers in Germany to an academic degree – and only certain qualified groups of people are entitled to use this title – the word "Diplom" is subject to the same restrictions which apply to other similar titles.


    These rules protect clients by enabling them to discern and distinguish between the skills and training associated with each title. This also makes sense bearing in mind that the contents of such training and degree courses differ in terms of level and depth (specialisation), often quite considerably, from country to country throughout Europe and worldwide. Only one title may be awarded on a certificate for a particular degree course. The wording of academic degrees may not be changed – a "Diplom" may not, for example, be changed to a "Master".


    A "Diplom" may not be changed into a "Master", "Magister", "Lizenziat", "Kandidat", "Spezialist" or any other title either. Academic degrees may only be used in their original form. This means, for example, that a "Magister" awarded in Poland may not be translated in use to a "Diplom" (a term which sometimes appears on the margin of such Polish certificates). Words from the certificate or potentially misleading titles may not be used together in mixed form with the actual academic degree, even if some translators make this mistake.


  • Magister Soziale Verhaltenswissenschaften = psychologist

    No. The nature of the degree course in "Soziale Verhaltenswissenschaften" (offered by the Fernuniversität Hagen) has often been misunderstood in the past by students and colleagues. It is not correct to assume that the degree course is largely identical to a Diplom degree in psychology, differing only in its restricted coverage of clinical psychology. The psychological knowledge and skills provided by this distance learning course are not equivalent to those acquired during a "Diplom" university degree course; this means that the degree course must be considered equivalent to the study of psychology as a minor subject.

    A holder of this degree is not, therefore, entitled to use the title "psychologist". Academic and professional titles may only be used which have been legitimately awarded – in this case "Magister" or "Sozialverhaltenswissenschaftler". The rationale of this distinction is illustrated by the various degree courses in which psychology is studied as a minor subject (educational science, social work, business administration, health sciences, teaching, etc.). If graduates were entitled to use professional titles based in each case on one or two semesters of study it would no longer be apparent to clients who was genuinely qualified to do what.


  • Psychology as a minor subject: Am I entitled to call myself a psychologist?

    No. A ruling by the German Federal High Court of Justice (AZ:IZR174/83) held that, because clients would expect someone using the professional title of "psychologist" to have completed a university degree in psychology as the main subject, the professional title of "psychologist" can only be used by someone who holds a "Diplom" degree in psychology or equivalent degree. Clients would be misled if other persons who did not have such qualifications were to use the professional title of psychologist. The illegitimate use of the professional title of psychologist is a violation of the German Unfair Competition Act. In fact, people who use this title illegitimately risk prosecution under Section 132a(2) of the Penal Code.


  • Qualifications of the Open University "conversion course" and recognition in Germany

    The "Conversion Course" leading to the "Diploma in Psychology” qualification is a special feature of the English educational system which is designed to enable graduates to register as members of the British Psychological Society (BPS) and which roughly corresponds with the level of a bachelor's degree in social science.
    The qualification may be obtained after a one-year period of distance learning study of psychology provided that the student already has a first degree in which they studied psychology for one year – regardless of whether psychology was studied as a major or minor subject (60 credit points in psychology). Alternatively, students who have not taken psychology at all in their previous degrees must first successfully complete an introductory course in psychology worth 60 credit points which is offered by the Open University.


    In England this qualification has been accredited in an agreement between the Open University and the BPS as entitling holders to the British Psychological Society (BPS) Graduate Basis for Registration.
    The professional qualification which is equivalent in Great Britain to the German "Diplom" in psychology is the "masters" which, after completing a period of one year of supervised practice, is recognised by the BPS with the label "chartered psychologist”.
    The conversion grade regulations referred to above relate to a private agreement which concern a level of study which does not correspond to the usual standard of degree courses in Europe in general and in Germany in particular.
    The skills and knowledge normally acquired in a German "Diplom" degree course or in combined bachelor's/master's degree courses – methodologies, developmental psychology, psychology of personality, clinical psychology and other usual subjects – are not acquired in the conversion course.


    The Open University also expects students to put 1,200 hours of work a year into the course whereas the German "Diplom" in psychology requires 1,740-1,800 hours of study a year. The English diploma does not require candidates to demonstrate their scientific knowledge in the field of psychology in a form equivalent to that in a main subject degree in which students are required to submit a bachelor or "Vordiplom" thesis, to complete a final scientific dissertation and to sit written and oral examinations in at least 14 subject areas.


    The German professional title of "psychologist" is equivalent to the German "Diplom" or "masters" qualification in psychology and, as ruled by the highest courts in Germany (refer to question 1), is inseparable from a university degree in psychology. This means that graduates of the "conversion course" are not entitled to call themselves "psychologists".
    From a German perspective this qualification cannot be accredited as only very few modules are usually taken during a distance learning course and the qualification strived for is not equivalent to other comparable international qualifications but is rather primarily intended to qualify holders for membership of a private society (BPS).
    Holders of this qualification must therefore be warned against using the professional title of "psychologist" in Germany. The BDP will take legal action against any graduates of such conversion courses known to be using the professional title of "psychologist" in Germany.


  • Equivalence of the educational qualifications with German "Diplom" degree

    A good place to start looking is www.anabin.de. Anabin is a database of information on university qualifications and degrees awarded by universities outside of Germany, the conditions for their award and notes on their status in comparison with German academic degrees.
    The database has been developed by the Hesse Ministry of Science and Arts, the Central Office of International Education (Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen), the Equivalence Centre of the Austrian Federal Ministry of Science and Culture and the Equivalence Centre of the Ministry of Science in Luxembourg. The database is in a ongoing process of development and does not as yet claim to be comprehensive.
    However, the database does provide information about the relationship between a foreign qualification and a German qualification (the "equivalence class").

    There are three equivalence classes:

    • Formally comparable type of qualification: The foreign qualification is formally but not substantially comparable with the equivalent German type of qualification.
    • Corresponding type of qualification: The foreign qualification is formally comparable with the equivalent German type of qualification. No information is available on substantial comparability.
    • Equivalent type of qualification: The foreign qualification is formally and substantially comparable with the equivalent German type of qualification.

    Formal equivalence exists when the foreign degree qualifies its holder to practise (in the country in which the qualification has been awarded) an academic profession corresponding with a comparable profession in Germany. A foreign qualification is substantially equivalent if a review of the content of such qualification shows that the qualification corresponds in scope and level with the applicable requirements in Germany.


  • Regulations for the recognition of foreign degrees in Germany

    The recognition of training undertaken by a national of a Member State of the EU leading to a (state) regulated professional qualification acquired in a member country of the EU is subject to Directive 2005/36/EC.
    This directive states that a lawful academic title acquired upon successful completion of "a post-secondary course of at least three years' duration" in an EU country must, in principle, be automatically recognised in all other EU countries.


    The directive states further that such qualifications and rights of pursuing the profession must be recognised if the profession which the applicant is entitled to practise in the host member state without undertaking any further training is equivalent to the profession he or she might wish to practise in Germany. An assessment is then made to determine whether the training in question is substantially comparable with the equivalent training in Germany. If this is the case, the qualification is immediately recognised. If there are substantial differences, recognition may be subject to conditions (aptitude test or period of supervised practise). These conditions may be waived if the applicant can provide evidence of sufficiently long professional experience (usually of two years).
    Both directives apply in Germany and in all other EU member states.


  • Working as a psychologist in Germany

    The following fields of psychological practise are regulated in Germany:

    1. Psychotherapy practised by psychotherapists (refer to PsychThG and Question 21 ff.).
    2. Psychotherapy practised by 'alternative practitioners'. Refer to HPG (Heilpraktikergesetz) and state implementation regulations and questions 27 and 28).
    3. Recognition as a traffic psychologist under Section 71 of the German driving license regulations (Fahrerlaubnisverordnung, FeV) is based on recognition by the traffic psychology section of the BDP.
    4. Recognition of specialist psychologists (specialists in clinical psychology, legal psychology, traffic psychology) and statutorily regulated expert assessments under the Firearms Act (Section 3 WaffG) is issued by the applicable sections of the BDP or, in the case of legal psychology, by the Federation of German Psychologists' Associations (BDP and DGPs).

    No other fields of activity are subject to specific regulations. However, anyone wishing to offer such services using the professional title of psychologist must comply with the applicable rules in each case. As explained above, it is not possible simply to refer to oneself as a "psychologist", not even if this title is supposedly supplemented by specific national details such as national abbreviations or by appending descriptive adjectives or nouns to titles such as "Psychologe-Russ.", "Kinderpsychologe" (child psychologist), "Verkehrspsychologe" (traffic psychologist), "praktischer Psychologe" (practical psychologist), etc.

    Whether qualifications obtained outside of Germany will be accepted in fields of psychological activity which are not directly regulated will ultimately be decided by the labour market, demand on the market for services and by employers. As public employers and related institutions (e.g. hospitals) usually agree contracts with cost units (e.g. health insurance funds) which stipulate the qualifications of employees, evidence will often need to be presented which demonstrates that a qualification obtained abroad is equivalent to a German qualification.


  • Certificate of assessment of an educational qualification obtained abroad

    Zertifikat zur Bewertung eines ausländischen Bildungsabschlusses

    Potential employers often find it difficult to assess the status of foreign qualifications presented by people applying for a position as psychologist in Germany. In some circumstances employers may therefore ask you to present confirmation of professional qualifications. As the association responsible for professional practise in the Federation of German Psychologists' Associations the BDP is also responsible for confirming professional qualifications.


    It is usually a good idea to obtain a certificate in advance and to enclose it with your application as this will improve your chances of getting the job you want.
    We charge a fee of 250 EUR for assessing the documents of non-members and issuing a corresponding certificate of recognition, Members of the BDP would pay 90 EUR.
    In order to provide you with the most detailed possible statement we require comprehensive information about your degree course and any other qualifications you may have (duration of degree course, key subjects, degree certificate, duration of practical placements, professional work after graduating, continuing professional development, etc.).


    Please contact Fredi Lang directly if you require such a certificate (E-Mail: f.lang@bdp-verband.de, Tel: +49 (0)30 - 209 166 630).


  • Certificate of professional qualification

    If you wish to work as a psychologist outside of Germany, authorities or employers in other countries often require a "Certificate of professional qualification" or "Certificate of good standing" as evidence of your unrestricted entitlement to practise the profession and to assess your professional qualifications. This certificate also confirms that no professional or disciplinary measures have been taken or initiated against you.
    The BDP is responsible for providing such confirmation of professional qualifications.


    We charge a fee of 250 EUR for assessing the documents of non-members and issuing a corresponding certificate of recognition, Members of the BDP would pay 90 EUR.
    In order to provide you with the most detailed possible statement we require comprehensive information about your degree course and any other qualifications you may have (duration of degree course, key subjects, degree certificate, duration of practical placements, professional work after graduating, continuing professional development, etc.).


    Please contact Fredi Lang directly if your require such a Certificate of professional qualification in English or French (E-Mail: f.lang@bdp-verband.de, Tel: +49 (0)30 - 209 166 630).


  • Does a degree which I have gained outside of Germany qualify me to take a doctoral degree?

    Doctoral degrees can be taken in Germany at authorised universities, Gesamthochschulen and institutes of education. Doctoral students must have completed a university degree involving a standard period of study of at least 8 to 10 semesters. People who have studied abroad and wish to take a doctoral degree in Germany must submit evidence of a degree which would qualify them to study for a doctoral degree in the country in which it was awarded and which is equivalent to a German university degree.


    The relevant university body in Germany is responsible and empowered to assess the equivalence of a degree awarded outside Germany with a German degree. The doctoral committee is usually the relevant body. Prior to their decision, the relevant institution may ask for an opinion from the Central Office of International Education (Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen).


    The remit of the Central Office of International Education (which is based at the offices of the Permanent Conference of the State Ministers of Education and Cultural Affairs) is to provide consultative support and information to bodies responsible for recognising educational qualifications obtained outside Germany (e.g. public authorities, ministries, institutions of higher education). The Conference itself is not empowered to take decisions which are the sole prerogative of the responsible bodies.


  • Career prospects with a bachelor's or master's degree

    As things stand it is not possible to provide any reliable guidance on the career prospects of graduates with bachelor's or master's degrees as very few such graduates with German or international degrees are currently active on the German labour market. The Diplom degree is currently established in Germany. In contrast, companies and institutions are not yet familiar with bachelor's and master's degrees. This makes it very difficult to evaluate such degrees. Bachelor degrees from different countries can, of course, vary widely both in terms of the length of study required (3-4 years) to obtain them and in their qualitative content (private elite college / community college).

    Problems evaluating bachelor's and master's degrees will almost certainly become less acute in the years ahead as more and more bachelor's and master's degree courses are established in Germany itself.
    Whether a specific degree is accredited or not is bound to play an important role in the assessment of German bachelor's and master's degrees. Accreditation involves the assessment and evaluation of degree courses by accreditation agencies. The purpose of accreditation is to secure the quality of teaching and study and to provide employers and students alike with reliable yardsticks for assessing new bachelor's and master's degree courses. The standards against which agencies assess degree courses are laid down by the Accreditation Council (www.akkreditierungsrat.de).
    Accreditation procedures are costly and many degree courses have consequently not yet been assessed.


  • Psychotherapist as professional title

    The Psychotherapist Act of 1 January 1999 restricts the use of the professional title of psychotherapist. This title may now only be used by licensed physicians, licensed psychological psychotherapists and licensed child and youth psychologists. The professional titles "psychological psychotherapist" and "child and youth psychotherapist" may only be used by practitioners licensed as a psychological psychotherapist or child and youth psychotherapist. Refer to Section 1 of the Psychotherapy Act (PsychThG) and Section 132a of the German Penal Code (StGB).


  • Practice of psychotherapy in Germany

    Psychotherapy is a method of intervention used to help people experiencing problems of living (mental problems or illnesses). Psychotherapeutic treatment may only be offered in Germany by state approved practitioners.
    The form of state approval required may be the license originally granted to medical practitioners and which, with the entry into force of the Psychotherapy Act (Psychotherapeutengesetz), can now also be granted to psychologists holding the appropriate qualifications in this field (license to practice as a psychological psychotherapist or child and youth psychotherapist).


    This license entitles its holders to become members of the Association of Insurance Doctors (Kassenärztliche Vereinigung) and consequently to charge insurance funds for treatment of insured patients. Licensed practitioners can establish a practice at a specific location and do not have to rely solely on fees charged directly to private patients.


    The Heilpraktikergesetz (HPG), which regulates the practice of alternative non-medical treatments, also allows practitioners who hold a limited license to work in the field of psychotherapy to practise psychotherapy.
    However, alternative non-medical practitioners who are licensed under HPG regulations are not allowed to use the professional title of "psychotherapist". They have to charge private fees and cannot pass on their fees to the statutory insurance funds.


  • Psychological psychotherapist or child and youth psychotherapist: License requirements

    Under Section 2 of the Psychotherapy Act (PsychThG) licenses may be granted to:

    • graduate practitioners who have completed a post-graduate training course of at least 3 years' duration in Germany to become a psychological psychotherapist or child and youth psychotherapist or who has completed an equivalent training in psychotherapy in an EU member state or a third state.
    • who has language skills necessary for the purposes of exercising their professional activity
    • who can submit a police certificate of good conduct (criminal records bureau check) and
    • who are in good physical and mental health.

  • Psychological psychotherapist or child and youth psychotherapist: Application

    What documents must be submitted with an application for a license?

    Documents written in languages other than German must be accompanied by an official German translation. If such a translation is made outside of Germany, it must be certified as true and correct (in the last instance by the German Embassy in the relevant country). Only certified photocopies or uncertified photocopies with the original documents should be enclosed with applications.
    A fee for licences is charged of between € 350 and € 650 depending on the federal state in which the licence is granted.

    • A written application
    • Curriculum vitae outlining the applicant's education and training
    • Birth certificate, including any documents relating to a change of name (e.g. marriage certificate)
    • Evidence of citizenship (passport or similar)
    • Criminal records bureau check issued no longer than one month prior to submission
    • Documentation of academic degree certificate/title (e.g. Master, doctoral degree, habilitation) required for titles to be used on the license certificate.
    • Evidence of completion of final examinations in a recognised course of study
    • Medical report issued no longer than one month prior to submission which demonstrates that there are no indications that the applicant may be incapable of performing or unsuitable for the profession owing to physical ailments or mental or physical infirmity or addiction.
    • Diplom certificate for non-German applicants:
      • Evidence of command of the German language (e.g. from a state-recognised language institute)
      • Residence permit which does not exclude the holder from working
      • Criminal records bureau check from the applicant's home country or similar
      • Work permit

  • Psychological psychotherapist or child and youth psychotherapist: Qualifications

    Child and youth psychotherapist

    • A Diplom degree in psychology awarded in Germany which includes the subject of clinical psychology

    or

    • A degree in social work or education science awarded in Germany

    or

    • A degree in psychology or a Diplom in social work or education science awarded in an EU member state or EEA treaty state

    or

    • A degree successfully completed in any other country which is assessed as being equivalent to the relevant German degree qualification

    Psychological psychotherapist

    • A Diplom degree in psychology awarded in Germany which includes the subject of clinical psychology

    or

    • A degree in psychology awarded in an EU member state or EEA treaty state which is equivalent to the relevant German Diplom degree qualification

    or

    • A degree in psychology successfully completed in any other country which is equivalent to the relevant German degree qualification

  • Psychological psychotherapist or child and youth psychotherapist: Training

    Training for the profession of psychological psychotherapist or child and youth psychotherapist is based on the Psychotherapist Act and is provided at institutions of higher education or other institutions which are state recognised as educational institutions for psychotherapy.
    An overview is available at www.vpp.org. You can also inquire from the authorities responsible in the relevant federal state for recognising such courses about which training institutions are state recognised. You will need to approach the state government authorities in order to find out which body is responsible in each case.


  • Psychological psychotherapist or child and youth psychotherapist: Difference

    In contrast to a psychological psychotherapist, Child and youth psychotherapists are only licensed to treat patients who have not yet reached the age of 21.
    Exceptions to this rule are only possible in cases in which the success of a therapeutic intervention depends on treating children or young people together with adults or, in the case of adolescents, when psychotherapeutic therapy for a young person can only be completed after the client has reached the age of 21. Child and youth psychotherapists are therefore only entitled to work in a restricted area of psychotherapeutic practice, whereas in contrast to psychological psychotherapists licensed to treat patients of any age.


  • Restricted licence to work as an alternative non-medical practitioner in the field of psychotherapy

    Applications for a restricted licence to work as an alternative non-medical practitioner in the field of psychotherapy under the terms of the Alternative Medicine Act (HPG) are sent to the public health departments. Applicants must be able to demonstrate skills and knowledge in the field of alternative non-medical practice.


    For psychologists in particular this means that in most federal states it is possible to apply for an assessment on the basis of the applicant's documented qualifications. In some federal states applicants only need to demonstrate that they have taken "clinical psychology" as an examination subject as part of their psychology degree; in others further evidence, such as completion of training as a psychotherapist, may be required.
    Assessments are performed by the responsible public health department.

    A written or oral examination of applicants' knowledge is not performed in such cases. Costs vary from €77 to €450 depending on the particular federal state.


  • Training institutes for alternative non-medical practice

    In our view these training courses are nowhere near adequate to qualify practitioners to provide competent and safe psychological advice, let alone psychotherapy. The usual course duration fluctuates between 120 hours and 600 hours – an amount which corresponds to around four months of study on a degree course. This means that we cannot recommend any of these training institutes – in fact we believe it is our duty to draw clients' attention to the low level of competence possessed by such practitioners before they decide to make use of their services.


  • Psychological counsellor career prospects

    We do not recommend people to strive for the professional title "psychological counsellor". As this professional title is not protected, anybody is entitled to call themselves a "psychological counsellor" regardless of their training or lack of training. This demonstrates how little value such a professional title has. Training courses of this type are also often based on distance learning and/or evening courses which aim to teach a minimum of psychological knowledge and therapeutic techniques in the shortest time possible.

    It is not possible to acquire adequate basic psychological knowledge in the course of a two year training programme which also covers subjects other than psychology. "Psychological counsellors" are only entitled to apply for a restricted licence to work as an alternative non-medical practitioner in the field of psychotherapy and are consequently only able to charge fees to their clients on a private basis.


    As far as the career prospects of " psychological councillors" are concerned, it is important to remember that such practitioners will find themselves in competition with extremely well qualified Diplom psychologists, members of other social professions and, above all, psychological psychotherapists. The latter are not only equipped with a Diplom degree, they will also have completed an additional three to five-year psychotherapeutic training.
    As the psychotherapeutic market is already saturated in many regions, competition is fierce.


  • Practical placement in another country

    I would like to do my practical placement in another country, such as Austria or Switzerland. Is this possible?

    While this would be theoretically possible, it will probably prove difficult in practice. To begin with the envisaged in-patient institution would be required to offer a detailed presentation of its activities. It would then be necessary to persuade the training institute, such as the Ministry of Health or state examination office in the relevant federal state, to carry out a detailed assessment of the relevant documents and to accredit the institution accordingly. As non-German hospitals are not automatically entitled to demand recognition, the outcome of such an enterprise depends crucially on the willingness of the ministry or training institute to do the necessary work. This usually means it is very difficult to accredit such institutions and such attempts usually fail in advance and owing to the amount of work involved.


Virtuelle Brückenmaßnahmen

Die IQ Fachstelle Beratung und Qualifizierung bietet virtuelle Brückenmaßnahmen für eingewanderte Akademikerinnen und Akademiker mit einem Abschluss in Psychologie an. Weitere Informationen

Logo Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.

Wir unterstützen alle Psychologinnen und Psychologen in ihrer Berufsausübung und bei der Festigung ihrer professionellen Identität. Dies erreichen wir unter anderem durch Orientierung beim Aufbau der beruflichen Existenz sowie durch die kontinuierliche Bereitstellung aktueller Informationen aus Wissenschaft und Praxis für den Berufsalltag.

Wir erschließen und sichern Berufsfelder und sorgen dafür, dass Erkenntnisse der Psychologie kompetent und verantwortungsvoll umgesetzt werden. Darüber hinaus stärken wir das Ansehen aller Psychologinnen und Psychologen in der Öffentlichkeit und vertreten eigene berufspolitische Positionen in der Gesellschaft.

BDP - Psychologie bewusst vertreten