KONTAKT ENGLISH MITGLIEDER-LOGIN    

Psychologische Supervision für WfB-Mitarbeiter*innen

   12.04.2021

Fahrer und Begleitperson eines Busses, der Mitarbeiter*innen der WfB zu den Arbeitsstätten und zurück nach Hause befördert, wandten sich an eine Psychologin, die Supervision für die Mitarbeiter der WfB machte.

Ein junger geistig behinderter Mann wurde auf den Fahrten immer auffälliger: Er erregte sich stark, wenn der Bus vor einer Ampel bei Rot stehen bleiben musste, schimpfte laut, fluchte mit der Zeit immer unflätiger, schlug mit den Fäusten auf die Sitzarmlehnen, versuchte aufzustehen und zum Fahrer nach vorne zu kommen. Die Begleitperson erläuterte ihm, weswegen der Bus stehe: "Bei 'Rot' muss der Bus warten, bis wieder 'Grün' kommt, dann können wir weiter. Gleich kommt 'Grün', dann fahren wir weiter; bald bist Du zuhause.“ Man versuchte auch prophylaktisch ihn abzulenken und setzte sich neben ihn, um mit ihm zu plaudern. Jedoch verstärkte sich die Aufgebrachtheit von Tag zu Tag. In den Besprechungen wurde versucht die Emotionen des Mannes zu verstehen, neue Erläuterungen bzw. Beruhigungen zu erwägen.

Psychologische Lösung: Der junge Mann ahmte die Meckereien des Busfahrers nach, wenn eine Ampel auf Rot schaltete. Die Erläuterungen, sprachlichen Beruhigungsversuche bewirkten als positive Verstärkung die Verstärkung seines Fehlverhaltens.

Die Lösung: Ignorieren seines Verhaltens. Die Erwachsenen wenden sich von ihm ab, anderen Mitfahrenden zu, lenken diese auch ab, zeigen draußen besondere Gebäude, Tiere o.ä. und so verringert sich sein Fehlverhalten.