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Verdopplung der Krankentage aufgrund psychischer Probleme – Was nun?

   14.05.2019

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen hat sich im Anbetracht der Medienberichte über die Verdopplung der Krankentage aufgrund psychischer Probleme in einem Brief an den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie an die Arbeits- und Gesundheitsministerien der Länder gewandt.
 

"Die beschriebene Problematik ist so gravierend und komplex, dass sie nicht zwischen verschiedenen Interessen- und Betroffenengruppen hin- und hergeschoben oder allein den Unternehmen überlassen werden darf", erklärt BDP-Vizepräsidentin Annette Schlipphak.

Die berichteten Meldungen und Zahlen (persönliches Leid einerseits, wirtschaftliche Ausfallkosten von über 30 Milliarden Euro andererseits) verlangen nach zentral koordinierten Maßnahmen und Rahmenbedingungen, mit denen zukunftsfähige Antworten möglich werden, auch im Zusammenhang mit dem viel beschriebenen Arbeitskräftemangel, der immer älter werdenden Gesellschaft bei fortschreitendem Wandel der Arbeitswelt, Digitalisierung und Globalisierung.

Insofern kann die Feststellung der auf die Anfrage im Bundestag erhaltenen Fakten nur ein Auftakt sein zu tatsächlichen Konsequenzen, die im besten und weitesten Sinne auch Prävention wären und letztlich einer zukunftsfähigen Politik entsprächen.

Bei der Ausarbeitung und Gestaltung von entsprechenden Konsequenzen sehen sich der Berufsverband und die in verschiedensten Praxisfeldern tätigen Psychologinnen und Psychologen herausgefordert, die vorhandene Expertise (auch in übergreifenden Gremien) einzubringen.