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Männermangel in der Psychologie!

   26.04.2018

Anlässlich des Boys' & Girls'Day am 26.04.2018 weist der BDP auf die sinkenden Zahlen an männlichen Berufsträgern in der Psychologie hin und fordert ein gesellschaftliches Umdenken

„Die Psychologie entwickelt sich zu einer der Leitwissenschaften des 21. Jahrhunderts. Dies bestätigte jüngst auch die Veröffentlichung des Wissenschaftsrats zu den Perspektiven der Psychologie in Deutschland“, so BDP-Präsident Prof. Dr. Michael Krämer. Im Wintersemester 2016/17 zählte die Psychologie mit über 75.000 Studierenden zu den zehn beliebtesten Studienfächern in Deutschland. Allerdings sind Männer hier deutlich unterrepräsentiert. Ca. 75 Prozent der Studierenden sind weiblich. „Anders als in vielen anderen Fächern sind in der Psychologie Maßnahmen zur Erhöhung des Männeranteils sinnvoll, um eine Ausgewogenheit der Geschlechter im Beruf sicherzustellen“, so Krämer weiter, „Männer dürfen nicht zu Exoten in unserer Profession werden.“ Besonders dramatisch ist diese Entwicklung in der Psychotherapie. Während immer mehr Männer Hilfe suchen, sinkt gleichzeitig die Zahl der männlichen Psychotherapeuten dramatisch. Laut Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) sind heute bereits 71 Prozent der Mitglieder Frauen. Bei den Mitgliedern unter 35 sind es bereits 91 Prozent. „Unserer Gesellschaft darf es nicht gleichgültig sein, dass einzelne Berufsfelder zu sehr von dem einen oder anderen Geschlecht ausgefüllt werden. Als berufsständische Interessenvertretung setzen wir uns dafür ein, die Psychologie für Männer und Frauen gleichermaßen attraktiv zu gestalten. Der Boys‘Day ist ein guter Anlass jungen Männern die Attraktivität des Psychologenberufs nahezubringen.“