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70 Jahre professionelle Psychologie für die Praxis

   05.06.2016

BDP feiert 70-jährigen Geburtstag

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) blickt heute auf eine 70-jährige Geschichte zurück und wird auch zukünftig die Qualität von psychologischen Dienstleistungen sichern. „Wir setzen uns heute – wie auch in der Vergangenheit – dafür ein, dass Menschen, die auf psychologische Expertise zurückgreifen, darauf vertrauen können, hochwertige Dienstleistungen auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu erhalten“, erklärt BDP-Präsident Prof. Dr. Michael Krämer. Auf der BDP-Delegiertenkonferenz hat der Verband gestern die Novellierung seiner Berufsethischen Richtlinien beschlossen. Sie enthalten weiterhin die Verpflichtung zur Fortbildung und geben Antworten auf Veränderungen durch die Digitalisierung. „Wir haben zum Beispiel die Berufsethischen Verpflichtungen zur Schweigepflicht hinsichtlich der digitalen Datenverarbeitung beleuchtet und für unsere Mitglieder sowie deren Klienten grundlegende Aspekte und Aufgaben transparent dargestellt“, so Krämer.

Am 5. Juni 1946 gründeten 21 „Berufspsychologen“ in Hamburg den Berufsverband Deutscher Psychologen. Der Verband entwickelte sich zur bedeutendsten berufspolitischen Vertretung für selbstständige und angestellte/beamtete Psychologen und Psychologinnen in Deutschland. Als Berufsverband sieht sich der BDP – auch in seiner Satzung verankert – auf die Anbindung der Psychotherapie an die Psychologie verpflichtet. Die Gründungsmitglieder schrieben bereits programmatisch in die erste Satzung: „Der BDP vertritt die in ihm zusammengefasste Psychologenschaft in allen Berufsangelegenheiten". Die dadurch erwachsene Identität als Psychologe oder Psychologin zu erhalten, ist ein starkes Anliegen des BDP. „Deshalb setze ich mich vehement dafür ein, dass die Psychologie als grundlegendes Vollstudium für eine anschließende psychotherapeutische Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten erhalten bleibt“, betont Krämer. „Ein Direktstudium der Psychotherapie lehnt der BDP aus Gründen der Qualität ab. Die Einheit der Psychologie soll erhalten bleiben.“