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Psychologische Versorgung der Wählerinnen und Wähler?

   11.03.2022

Auch nach zwei Jahren Pandemie und den damit verbundenen Auswirkungen auf die seelische Gesundheit von Kindern und Erwachsenen ist es um die psychologische Versorgung der Bevölkerung noch immer nicht gut bestellt. Wissenschaftlich erhobene Befunde zur psychischen Gesundheit werden in der politischen Öffentlichkeit scheinbar ignoriert. Menschen, die verstärkt psychisch erkranken und Stress, Angst und Depression erleben, sind vielfach auf sich gestellt. In der aktuellen Erhebung des vielbeachteten COSMO-Projekts von Frau Prof. Dr. Betsch ist zu lesen, dass 55 Prozent der Bevölkerung „geringes oder kein Vertrauen in die Regierung“ (https://projekte.uni-erfurt.de/cosmo2020/web/summary/60/) haben. Die psychologische Versorgung in Schulen, in Praxen und in Einrichtungen ist, politisch gewollt, mehr als auf Kante genäht. Dieser kritische Engpass wurde von Jan Böhmermann, in gewohnt satirischer Form, Anfang Februar sogar im öffentlich-rechtlichen Fernsehen thematisiert.

Man sollte denken, dass die Politiker in dieser Thematik auch aktiver werden, gerade wenn es um die Gunst – und die Gesundheit - ihrer Wähler:innen geht. Die Landesgruppe Saarland im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen hat Anfang Februar Wahlprüfsteine zu den folgenden Themen erstellt:  Schulpsychologie ausbauen – neue Beratungsstrukturen ertüchtigen, Ungleichheiten minimieren und Corona-Folgen abfedern / Demokratie und politische Kommunikation in Krisenzeiten / Die Qualität psychologischer Dienstleistungen sichern, Verbraucherschutz stärken / Sicherung psychischer Gesundheit / Versorgung psychischer Erkrankungen. Wir haben uns alle Parteien gewandt, die in dieser und in der letzten Legislaturperiode im Landtag die Wählerinteressen vertreten waren und sind.

Drei von sechs Parteien haben sich bislang geäußert! Wir danken für die Antworten der FDP, CDU und der SPD. Wir sind gerne gesprächsbereit: Wir sehen täglich, wie es tatsächlich um die seelische Gesundheit der Menschen im Saarland bestellt ist und können stichhaltige Gründe dafür liefern, die in versprochenen Verbesserungen auch zu realisieren.

Der Vorstand der Landesgruppe

Link zu den Antworten der Parteien