Sozialpsychologie


 

Was ist Sozialpsychologie?

Die Sozialpsychologie und ihre zahlreichen Untergruppen untersuchen das gesellschaftliche Zusammenleben und Betrachten die Wechselwirkung zwischen Individuen in ihrem sozialen Kontext. Dabei geht es um die Auswirkung der sozialen Umgebung auf ein Individuum, aber auch wie dieses Individuum die soziale Umgebung beeinflusst.

Damit steht die Sozialpsychologie in enger Verbindung zu Sozialwissenschaft und zur Soziologie. Im Mittelpunkt der Arbeit steht das gelingende Zusammenleben der Menschen, sodass Sozialpsychologen in fast allen Bereichen gebraucht werden.

 

1. Sozialpsychologie im Studium:

Das Modul Sozialpsychologie wird an den meisten Universitäten im Bachelor als auch im Master (als Vertiefungsmodul) angeboten. Da es sich um ein grundlegendes Thema handelt, wird Sozialpsychologie im Studium oft in den ersten Semestern gelehrt. Die Schwerpunkte können von Universität zu Universität variieren, beschäftigen sich aber grundlegend mit folgenden Themen:

  • Geschichte und Entwicklung der Sozialpsychologie
  • Theorien und Methoden sozialpsychologischer Forschung
  • Soziale Normen und Regeln
  • Soziale Identität und Selbstkonzept
  • Stigmatisierung und Stereotype
  • Soziale Erwünschtheit, Einstellung und Verhalten
  • Gruppendynamik, -prozesse und Kohäsion
  • Gruppenspezifische Risiken
     

2. Das Berufsbild der Sozialpsychologie:

  • Als Unterstützung für Hilfesuchende, in Präventionsprogrammen oder Trainings
  • In der Erwachsenenbildung, zum Beispiel in der Entwicklung von Seminaren
  • In Werbeagenturen oder in der Markt- und Meinungsforschung
  • Die Ermittlung von Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz in Unternehmen
  • In der Forschung und Wissenschaft
  • In der Gesundheitspsychologie

Sozialpsychologen sind häufig im Sozialwesen (Beratungsstellen, Sozialämter), in Werbeagenturen oder in Unternehmen als Beratung tätig. Berufe in der Sozialpsychologie gibt es aber durch die vielen Untergruppen fast überall, wo zwischenmenschliche Interaktion eine Rolle spielt. Dabei arbeiten sie oft in interdisziplinären Teams.
 

3. Voraussetzungen

Um als Sozialpsychologe zu arbeiten, ist ein Diplom oder ein Bachelor in Psychologie notwendig, für einige Arbeitsbereiche kann auch ein Master-Abschluss erforderlich sein. Um bereits während des Studiums erste Erfahrungen und Orientierungshilfen zu sammeln, eignet sich ein Praktikum im sozialpsychologischen Bereich.
 

4. Wichtigste Kompetenzen

  • Sicherer und einfühlsamer Umgang mit Menschen
  • Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit
  • Beratungskompetenz
  • Fähigkeit zur Planung und Gestaltung von Lerneinheiten
  • Kenntnisse über Methoden zur Erhebung und Auswertung von Daten