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Vorschlag zur Lösung der prekären Entlohnungssituation der PiA

   05.07.2019

In Anknüpfung an die Fragen in der Sitzung des Gesundheitsausschusses vom 14. Mai 2019 möchten wir uns zur Lösung der prekären Entlohnungssituation der PiA an Sie wenden. Der BDP hat hierzu einen Vorschlag gemacht, der einen tarifrechtlich gangbaren Weg darstellt und auf Nachfrage auch in der Anhörung von der Vertreterin der PiA, Frau von Bronswijk, skizziert wurde.

Dieser Vorschlag stellt eine gleichartige Lösung für die PiA dar, wie sie auch für die PiW vorgesehen ist. Die tarifliche Einordnung der PiA entsprechend ihres mit dem Studium erreichten Grundberufs kann zusammen mit dem Vorhaben verhandelt werden, für die PiW auf der Basis der Approbation eine Entgeltgruppe in den Verhandlungen der Tarifpartner festzulegen. Bei gleichzeitigen Tarifverhandlungen, die in der rechtlichen Grundlage auf die Tarifsystematik im TVÖD abstellen, sehen wir die Durchsetzungsfähigkeit der Forderungen als realistisch an.

Der BDP hat hierzu einen Änderungsvorschlag in Paragraf 27 Abs. 1 unter Bezugnahme auf eine Ergänzung des § 136a Abs. 2 SGB V vorgelegt, den wir Ihnen der Einfachheit halber am Ende nochmals einfügen. Auf der Basis dieser Systematik könnte durch eine analoge Formu-lierung auch die Eingruppierung der pädagogischen Grundberufe ermöglicht werden.
Wir gehen davon aus, dass nach einer Verabschiedung des Gesetzentwurfs viele der bisherigen Absolventinnen und Absolventen noch die Übergangszeit nutzen werden. Mit dem Anstieg der Zahlen entsteht dann auch eine Konkurrenz um die Plätze in der “praktischen Tätigkeit“, die - wenn die PiA billiger und besser vorgebildet sind als die PiW und deshalb von Arbeitgebern bevorzugt werden - zu Lasten der Implementierung der neuen Lösung gehen würde.

Insofern ist die Lösung der prekären Situation der PiA nicht nur ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit und Fairness, sondern auch ein notwendiger Schritt zur Umsetzung eines neuen Modells.