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Prof. Dr. Petia Genkova erhält Höffmann-Wissenschaftspreis 2018 für Interkulturelle Kompetenz

   06.02.2019

Zum achten Mal vergab die Universität Vechta den Höffmann-Wissenschaftspreis für Interkulturelle Kompetenz. Der Preis würdigt herausragende und wegweisende Arbeiten aus Themenfeldern der interkulturellen Kompetenz und wird weltweit an Universitäten und Forschungseinrichtungen ausgeschrieben.

Zum zweiten Mal geht der Höffmann-Wissenschaftspreis an eine Psychologin bzw. einen Psychologen – und belegt damit die wichtige Rolle der Psychologie im Themenfeld der interkulturellen Kompetenz. Prof. Dr. Petia Genkova Schwerpunktthemen sind interkultureller Erfolg und Integration, kulturelle Muster, aber auch Lebenszufriedenheit, Wohlbefinden, prosoziales Verhalten und Gerechtigkeit.

„Die Psychologie hat in ihrer Geschichte viel stärker negative Phänomene betrachtet als positive. Man hat sich häufiger gefragt, warum Menschen depressiv werden oder sich unmoralisch verhalten, als zu betrachten, unter welchen Bedingungen sie sich zum Guten entwickeln“, erklärt die Preisträgerin. „Das motiviert mich, in diesem Bereich zu forschen. Ich habe Erkenntnisse zu prosozialem Verhalten und Lebenszufriedenheit mit denen zu Erfolg und Migrationserfolg verbunden. Es war mir ein Anliegen, den oft negativ konnotierten Migrationsbegriff anders zu betrachten und zum Positiven zu verändern. Migration ist auch das Streben nach Erfolg, und sei es wirtschaftlicher Erfolg.“

In Osnabrück leitet Genkova das Zentrum für Globale Kompetenz. Sie engagiert sich zudem in zahlreichen Gremien, unter anderem im BDP als Vorsitzende der Sektion Politische Psychologie, im Deutschen Akademikerinnen Bund, als Delegierte im Frauenrat NRW oder im wissenschaftlichen Beirat des Verfahrens „Check.Work“ für berufliche Diagnostik von Geflüchteten. Als Beraterin und Gutachterin arbeitet Genkova für die Hochschulrektorenkonferenz, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, den Wissenschaftsrat und den Schweizer Forschungsfonds.