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Für mehr Fachwissen im Kindschaftsrecht

15.01.2019

Die Kinderkommission des Deutschen Bundestags fordert mehr verpflichtende Fachkenntnisse aller an familiengerichtlichen Verfahren Beteiligten. „Wir wollen, dass Kinder bei Gericht in angstfreier Atmosphäre Gehör finden und über die Schritte informiert werden, wann immer sie das verlangen. Deshalb wollen wir eine hochwertige und verpflichtende Qualifizierung aller Beteiligten“, sagte die Vorsitzende der Kinderkommission, die CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann.
 

Im Einzelnen fordert die Kommission den Bundestag, die Bundesregierung und die Länder auf, die Ausbildungs- und Fortbildungsstrukturen für die verschiedenen Akteure in familiengerichtlichen Verfahren entsprechend zu stärken. Auch die Forschung sei voranzutreiben sowie die Einrichtung von Lehrstühlen im Fach Familienrecht und im Fach Rechtspsychologie an Universitäten zu fördern. Im Rahmen von strukturierten Feedbackformaten, wissenschaftlichen Studien o. ä. sollten Richterinnen und Richter die Möglichkeit erhalten zu erfahren, was mittel- und langfristig aus „ihren Entscheidungen“ geworden sei.
 

Die Kinderkommission führte Expertengespräche, darunter auch mit Anja Kannegießer, Vorsitzende der Sektion Rechtspsychologie, und Interviews mit betroffenen Kindern und Jugendlichen und verabschiedete einstimmig ihre Stellungnahme. „Es ist sehr zu begrüßen, dass die Kommission das wichtige Thema der Qualitätssicherung in Kindschaftsverfahren und viele fachlichen Anregungen aufgegriffen hat,“ betonte Anja Kannegießer. „Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung.“
 

Vollständige Stellungnahme der Kinderkommission


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