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Sexueller Missbrauch

Sexueller Missbrauch, als Traumatisierung durch unterschiedliche Reize sexueller Natur definiert. Charakteristisch sind sexuelle Handlungen, eine Abhängigkeitsbeziehung, die Bedürfnisbefriedigung des Mächtigeren, die mangelnde Einfühlung des Täters sowie das Gebot der Geheimhaltung. In Abgrenzung zum sexuellen Missbrauch werden beispielsweise Sexualisierungen von Beziehung oder die Unterdrückung einer entwicklungsadäquaten sexuellen Handlung von Kindern als Formen sexueller Traumatisierung bezeichnet.
Nachdem S. Freud in seinen frühen Arbeiten zur Ätiologie der Hysterie die Bedeutung traumatisierender sexueller Erfahrungen für die psychische Entwicklung hervorhob, wurde die Bedeutung dieser Erfahrungen lange Zeit unterschätzt. Erst in den 80er Jahren begann eine lebhafte, zunächst durch feministische Autorinnen ausgelöste Diskussion um die tatsächliche Verbreitung sexuellen Missbrauchs. Angaben zur Häufigkeit von Missbrauchserfahrungen sind nach wie vor unterschiedlich und schwanken zwischen 3 und 29% bei Männern und 7 und 36% bei Frauen. Zusammenhänge zwischen Missbrauchserfahrungen und sexuellen Traumatisierungen sowie psychopathologischen und psychosomatischen Auffälligkeiten sind heute unumstritten, wobei die Folgen der Missbrauchserfahrungen von emotionalen Reaktionen und Störungen, Störungen der interpersonellen Beziehungen, der Sexualität (meist in Form von Hemmung der Sexualität oder Überstimulierung und Sexualisierung von Beziehungen) und der sozialen Anpassung bis zu schweren psychischen Erkrankungen und Persönlichkeitstörungen reichen können. Wie bei anderen posttraumatischen Belastungsstörungen auch können die psychischen Folgen von sexuellem Missbrauch noch lange nach dem tatsächlichen Erlebnis auftreten und persistieren. Sowohl die Diagnostik als auch die Therapie von Missbrauchsopfern bedürfen besonderer Kenntnisse und besonderer Sensibilität