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Psychopharmaka

Psychopharmaka sind Substanzen, die über eine direkte Beeinflussung des Zentralnervensystems Erleben und Verhalten (überwiegend reversibel) verändern. Der wichtigste Wirkungsmechanismus besteht in der Interaktion mit Neurotransmittern. Zu den Psychopharmaka gehören viele Stoffe, neben Arzneimitteln auch Genussmittel wie Kaffee, Tee, Alkohol, Nikotin und Rauschdrogen bzw. Psychosomimetika wie Kokain, Ecstasy, LSD und Meskalin. Im Kontext der Pharmakopsychiatrie werden häufig nur die modernen, seit 1952 chemisch neu entwickelten und therapeutisch eingesetzten Stoffgruppen wie Neuroleptika, Tranquillantien und Sedativa, Antidepressiva, Psychostimulantien und Nootropika als Psychopharmaka bezeichnet. Diese Einschränkung ist jedoch sachlich und logisch unbegründet.

Die Vielzahl und die Wirkungsvielfalt haben es mit sich gebracht, dass die Psychopharmaka mit sehr unterscheidlichen Bezeichnungen belegt sind und auch nur unbefriedigend systematisch geordnet bzw. klassifiziert werden können. Faktoren wie die Dosierung, die Dauer der Einnahme (akut, chronisch), die Situation, in der sich der Patient oder Benutzer befindet, aktuelle und habituelle Persönlichkeitsmerkmale (z. B. Neurotizismus, Extra-, Introversion, Alter) verändern zudem die Substanzwirkung oft entscheidend (Differentielle Pharmakopsychologie). Dies hat auch zu unterschiedlichen Einteilungen der Psychopharmaka für den Bedarf einzelner Fachgebiete (Pharmakologie, Psychiatrie, Psychologie) geführt.

W.J./G.E.