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Glossar

Phobie

Phobie, hartnäckige und irrationale Furcht vor bestimmten Situationen, Aktivitäten, Personen, Tieren oder Objekten, die einen zwanghaften Wunsch nach Vermeidung auslöst (Angst). Früheren Aufzählungen nach kennt man zwischen 100 bis 200 Zwangsbefürchtungen, die sich über Generationen hin aufrechterhalten. Die Angst wird nicht durch die Erkenntnis gemildert, dass andere Personen diese Objekte harmlos und unauffällig, jedenfalls nicht gefahrvoll beurteilen. Allein schon die Vorstellung, dass eine bestimmte Situation eintreten könnte, erzeugt Erwartungsangst, die zu einem Vermeidungslernen führen kann. In schweren Fällen verlassen Personen ihre Wohnung nicht mehr, da ihnen sonst angstauslösende Reize begegnen könnten (Agoraphobie). Bei der Auslösung von Phobien wird eine evolutionär bedingte Bereitschaft, auf bestimmte Reize zu reagieren, diskutiert: Z.B. gelten Schlangen, Spinnen, dunkle Räume u.a. prototypisch für die Preparedness Hypothese. Diese Hypothese zeigt jedoch Schwächen bei einer großen Anzahl von Phobien, die keinen offensichtlichen Wert für das Überleben haben: z.B. Autophobie, (Furcht vor dem eigenen Selbst); Hypergiaphobie (Furcht vor Verantwortung), Gamophobie (Angst vor der Ehe). Bei verschiedenen Formen von Phobien lassen sich Alters- und Geschlechtsunterschiede ausmachen, wobei die meisten phobischen Störungen bei Frauen häufiger sind als bei Männern. So sind bei Agoraphobie v.a. Frauen im frühen Erwachsenenalter betroffen, auch Tierphobien betreffen ebenfalls vor allem junge Frauen oder Mädchen. Furcht vor leblosen Objekten (Schmutz, Höhe, Dunkelheit, geschlossene Räume) tritt in allen Lebensaltern und bei beiden Geschlechtern gleichermaßen auf. Gleiches trifft für die übermäßige Angst vor Krankheit und Tod zu. Phobien werden diagnostisch von Panikstörungen abgegrenzt und treten häufig zusammen mit Depressionen auf. Sie können in der Regel mit verhaltenstherapeutischen Techniken erfolgreich behandelt werden (Flooding; Desensibilisierung, systematische; Selbstsicherheitstraining, soziale Kompetenz).