Der Verband
Politik
Publikationen
Profession
  Zertifizierung
  ausländ. Abschlüsse

  Studiengangslisten
  Profession Psychologie
  Studium und Ausbildung
  Psychologensuche
  Rezensionen
  Preise & Auszeichnungen
  Links
  FAQ Titelanerkennung

Presse
Termine

Mitgliedschaft
Mitgliederbereich
Stellenbörse
Praktikumsbörse

Sektionen
Landesgruppen
BV Studierende
BV Studierende

Psychologenakademie
Verlag
Wirtschaftsdienst
Haus der Psychologie
Akademie





    Facebook Twitter
XING LinkedIn
      Kontakt
      Impressum
      Sitemap






BDP hat Bachelor- und Master-Studiengänge geprüft

Die weitaus meisten Psychologischen Institute in Deutschland bieten inzwischen Bachelor-/Master-Studiengänge an. In der Ausgabe 7-8/2008 der Fachzeitschrift „Report Psychologie“ hatte der Berufsverband Deutscher Psychologen das (überwiegend positive) Ergebnis einer Prüfung dieser Studiengänge zum ersten Mal veröffentlicht. Mittlerweile sind weitere Studiengänge hinzugekommen, die der BDP nunmehr ebenfalls unter die Lupe genommen hat. Auch die meisten der neu etablierten Studiengänge wurden vom BDP im Hinblick auf eine mögliche Mitgliedschaft im BDP anerkannt (Stand Dezember 2015); damit ist auch eine spätere Anerkennung als Euro-Psychologe möglich.
Bei der Beurteilung orientiert sich der Verband an den Kriterien des European Certificate in Psychology (EuroPsy), die von der Europäischen Vereinigung der Psychologenverbände getragen werden.

Hier die Listen der bisher anerkannten und nicht anerkannten Studiengänge in Deutschland:

Erläuterungen zu den Listen und den Gründen zur Einordnung

In seiner Bewertung richtet sich der BDP nach den Maßstäben des Europäischen Zertifikates in Psychologie (EuroPsy) und des Diplomstudiengang in Psychologie (siehe Artikel). Den Hintergrund dafür bilden die Vorgaben in den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz (PDF), dass die neuen Studiengänge sowohl international vergleichbar als auch dem Niveau der bisher bestehenden Studienprogramme entsprechen sollen. In den vom BDP veröffentlichten Listen werden die Bachelor- und Masterstudiengänge als jeweils einzelne Programme im Hinblick auf die Vergleichbarkeit mit vorgenannten Standards bewertet. Dies bedeutet, dass bspw. die Kombination eines anerkannten Bachelorstudiengangs mit einem nicht-anerkannten Masterstudiengang möglicherweise anerkennungsfähig ist.

Gründe für die Aufnahme in die Liste der nicht-anerkennungsfähigen Studiengänge

Die Gründe für die Aufnahme in die Liste der für die Mitgliedschaft nicht-anerkennungsfähigen Studiengänge sind unterschiedliche:

  • Ein sehr häufiger Grund liegt in der zu geringen Gesamtmenge an Leistungspunkten in Psychologie.
  • Ebenfalls sehr häufig fehlen die Kernfächer oder werden nur rudimentär angeboten, die zum Kompetenzprofil des auch international anerkannten professionellen Psychologen gehören. Bei den Bachelorstudiengängen in den Listen der nicht-anerkannten Studiengänge trifft häufig beides zu.

Die Kriterien der Gesamtmenge an Psychologie und der Einschluss der Kernfächer gelten ebenfalls für Masterstudiengänge. In der Kombination eines anerkannten Bachelor-Studiengangs mit einem nicht-anerkannten Masterstudiengang ist es jedoch möglich, dass die zur Abwertung führende geringe Zahl an Kreditpunkten im Master durch einen sehr hohen Anteil an Psychologie-Kreditpunkten im Bachelorstudiengang ausgeglichen werden kann. Vorstellbar ist ebenfalls, dass im Rahmen eines Masterstudienganges oder eines Promotionsstudiums Prüfungen in üblichen Kernfächern mit Hilfe von Brückenkursen nachträglich absolviert werden können.

  • In Einzelfällen kann es dazu kommen, dass ein Masterstudiengang aufgrund multidisziplinärer Zugangsvoraussetzungen nicht automatisch zu einer Mitgliedschaft führt. Sofern dem für andere Berufsgruppen offenen Masterstudiengang ein Bachelor der Psychologie vorausgeht, ist es durchaus möglich, dass ein solches Gesamtprofil die Kriterien für die Mitgliedschaft erfüllt.
  • Eine eher seltener Grund für die Aufnahme in die Liste der nicht-anerkennungsfähigen Studiengänge besteht in der Intransparenz eines schon eingeführten und akkreditierten Studiengangs. In diesen Fällen sind keine detaillierten Informationen zu Studieninhalten, ihren konkreten Umfängen und den Prüfungsleistungen öffentlich verfügbar bzw. werden auch auf Anfrage nicht in entsprechender Form bereitgestellt. Da eine Prüfung der Qualität des Studiengangs in diesen Fällen durch den BDP nicht möglich ist, kann keine Aufnahme in den BDP erfolgen.

Gründe dafür, dass ein Studiengang nicht in den Listen des BDP aufgeführt ist:

  • Der Studiengang ist zum Zeitpunkt der Aktualisierung der Liste noch im Aufbau, hat also noch nicht begonnen bzw. befindet sich noch in der Phase der Akkreditierung und möglichen Veränderung.
  • Der Studiengang ist nicht explizit ein Studiengang der Psychologie sondern bspw. namentlich im Gesundheitsbereich angesiedelt oder in angrenzenden Disziplinen oder Themen eingeordnet.
  • Der Studiengang ist ein explizit interdisziplinärer Studiengang mit mehreren Fächern.
  • Der Studiengang wird zwar in Deutschland beworben, es handelt sich aber nicht um einen in Deutschland vergebenen Titel und eine deutsche Hochschule, sondern um einen Fernstudiengang und dabei bspw. einem in Südafrika, Südamerika oder Rumänien erteilten Zertifikat. In diesen Fällen ist die Qualität der Hochschule und des jeweiligen Studienprogramms im Rahmen der vor Ort geltenden Regeln entweder staatlich geprüft worden oder die Programmqualität und Titelvergabe wird gemäß entsprechender Freiheiten der Institute frei gehandhabt. Nicht selten werden Studienprogramme privater Institute erst Jahre nach ihrer Einführung einer Anerkennung durch die nationalstaatlichen Behörden unterzogen und erst dabei hinsichtlich der Erfüllung allgemeiner Qualitätskriterien verändert. Vom BDP können die Absolventen solcher Programme erst nach detaillierter Prüfung der dortigen Studiengänge auf der Basis der Überprüfung der dortigen nationalen Ausbildungsstandards und nach der Feststellung der Vergleichbarkeit mit den europäischen Standards aufgenommen werden.

Weitere Texte zum Thema: