Der 
Verband
Politik
Publikationen
Profession

Presse
  Pressemitteilungen
  Expertenvermittlung
  Report Psychologie
  Publikationen
Termine

Mitgliedschaft
Mitgliederbereich
Stellenbörse
Praktikumsbörse

Sektionen
Landesgruppen
BV Studierende
BV Studierende

Psychologenakademie
Verlag
Wirtschaftsdienst
Haus der Psychologie
Akademie


Suche auf den Seiten des BDP


    Facebook Twitter
XING LinkedIn
      Kontakt
      Impressum
      Sitemap




Pressemitteilung
Nr. 03/15
30. März 2015

Prävention psychischer Belastungen ohne Psychologie?

Gesundheitsministerium plant Präventionsgesetz unter Ausschluss psychologischer Expertise

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) kritisiert den vom Bundesgesundheitsministerium im März vorgelegten Gesetzentwurf für ein Präventionsgesetz. Die Prävention psychischer Belastungen und die Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen in Betrieben, Schulen etc. ist darin zwar ein wesentlicher Bestandteil, soll jedoch nicht durch die entsprechende Fachdisziplin eingebracht werden. Die im November vom BDP geforderte Einbindung von Psychologen bei der Umsetzung wurde vom Bundesgesundheitsministerium abgelehnt.
„Die Kompetenzen von Psychologen im Betrieb werden in der sich wandelnden Arbeitswelt dringend gebraucht“ erklärt BDP-Präsident Prof. Dr. Michael Krämer. „Psychologie bildet die Leitwissenschaft für Prävention und Verhaltensänderungen. Der politische Verzicht auf das immense Potenzial der psychologischen Expertise ist nicht zu verstehen.“

Bereits bei der öffentlichen Anhörung zum ersten Entwurf des Gesetzes im November vergangenen Jahres haben Psychologen schriftlich und mündlich eindrücklich die Beteiligung der Psychologie gefordert. Im nun vorgelegten Entwurf kommt jedoch die Psychologie nicht vor. In den vorgesehenen Gremien zur Entwicklung der Präventionskultur sollen nun nur Sportwissenschaften, Pflegewissenschaften und andere Berufsgruppen beteiligt werden.
Seit vielen Jahren liegt die psychologische Gesundheitsförderung im Betrieb brach. Das Thema Psyche soll von Arbeitsmedizinern und noch fortzubildenden Hausärzten mit erledigt werden. Im Medizinstudium spielt Psychologie jedoch nur eine geringe Rolle, so BDP-Präsident Krämer.

Die Stellungnahme des BDP mit Änderungsvorschlägen zum Entwurf des Präventionsgesetzes finden Sie hier:
www.bdp-verband.de/bdp/politik/2014/141121_praeventionsgesetz.pdf

Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zur Verfügung:
www.bdp-verband.de/bdp/presse/2015/PM_03-15.pdf


Alenka Tschischka, Pressereferentin
Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin
Tel. 030 - 209 166 620
Fax: 030 - 209 166 680
E-Mail