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Pressemitteilung
Nr. 7/14
11. Mai 2014

BDP verabschiedet Eckpunkte zur Psychotherapeuten­ausbildung

Delegiertenkonferenz fordert konkrete und zeitnahe Verbesserungen der Situation der Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA)

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat sich heute anlässlich seiner Delegiertenkonferenz in Hamm für eine dringend notwendige angemessene Vergütung der praktischen Tätigkeit innerhalb der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten ausgesprochen. Des Weiteren plädiert er für eine bundesweit einheitliche Regelung der Zulassung zur Ausbildung auf dem Masterniveau.

Im Rahmen der aktuellen Diskussionen um weitergehende Veränderungen in der Psychotherapeutenausbildung bezieht der Verband eine klare grundsätzliche Position mit der Aussage, dass Psychotherapie im Wesentlichen angewandte Psychologie ist.

„Ich sehe eine sehr große Gefahr, wenn Psychotherapeuten in ihrer Ausbildung keine ausreichenden psychologischen Grundkenntnisse erwerben, auf die sie heute in ihrer Arbeit zurückgreifen können“, warnt BDP-Präsident Prof. Michael Krämer. „Psychologisches Wissen ist für die Arbeit im Heilberuf für die Psyche im großen Maße notwendig.“

Zur anstehenden Verbesserung der Ausbildung hat die Delegiertenkonferenz des BDP folgende Eckpunkte verabschiedet:

1. Die gegenwärtigen Missstände in der Psychotherapieausbildung können innerhalb der jetzigen postgradualen Ausbildung gelöst werden.

2. Die Vergütung der Psychotherapeuten in Ausbildung während der praktischen Tätigkeit muss sofort und angemessen geregelt werden.

3. Das Masterniveau muss Eingangsvoraussetzung für eine Weiterqualifikation im Rahmen einer postgradualen Ausbildung sein.

4. Die Zugangsberechtigung zur Ausbildung bedarf klarer und bundeseinheitlicher Kriterien.

5. Das Vorliegen dieser Kriterien muss bundeseinheitlich sachkundig überprüft werden.

6. Psychotherapie ist angewandte Psychologie; ein Psychotherapiestudium führt zu einer Abkoppelung der Psychotherapie von ihrer Grundlagenwissenschaft.

7. Die Psychotherapie als akademischer Heilberuf ist ein essenzieller Baustein zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in Deutschland.

Bereits im April 2012 verabschiedete der Verband ein Positionspapier „Direktausbildung“, dessen Inhalte heute noch aktuell sind. „Als Präsident appelliere ich im Namen aller Delegierten, daher eindringlich, bei der Reform der Psychotherapieausbildung nicht die offenkundigen Fehler der medizinischen Ausbildung zu wiederholen“, rät Krämer. „Ich rufe die Politiker auf, die juristischen, hochschul- und gesundheitspolitischen Konsequenzen einer Direktausbildung von Psychotherapeuten zu bedenken. Veränderungen sind notwendig und möglich – auch ohne Direktausbildung.“

Der BDP begrüßt angesichts der Arbeitsbedingungen das Verhandlungsergebnis für PiA in Baden-Württemberg, das am 6. Mai 2014 erzielt wurde, als einen Schritt auf dem Weg zur angemessen Vergütung. Dieser Tarifabschluss darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass primär der Gesetzgeber eine ausdrückliche Regelung schaffen muss.

Link zum Positionspapier „Direktausbildung“:
www.bdp-verband.de/bdp/politik/2012/120403_ausbildung.pdf

Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zur Verfügung:
www.bdp-verband.de/bdp/presse/2014/07_BDP_Pressemitteilung.pdf


Alenka Tschischka, Pressereferentin
Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin
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