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Pressemitteilung
Nr. 5/14
4. April 2014

Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre Gesundheit!

Die Europäische Föderation der Psychologenverbände (EFPA) unterstreicht anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April die Bedeutung des individuellen Verhaltens für die Gesundheit. „In Zeiten gefährdeter Finanzierung der Gesundheitssysteme durch aufwendige medizinische Maßnahmen ist es wichtig, mehr auf kosteneffektive Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit zu schauen, wozu insbesondere unser eigenes Verhalten zählt“, erklärt der Prof. Dr. Ralf Schwarzer von der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen.

Am 7. April feiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Weltgesundheitstag. Die Europäische Föderation der Psychologenverbände (EFPA) nimmt dies zum Anlass, Regierungen und Politiker aufzufordern, die Einsatzmöglichkeiten von psychologischen Erkenntnissen im Gesundheitsbereich stärker zu berücksichtigen. „Europa steht vor enormen Herausforderungen für die Gesundheitssysteme aufgrund der Tatsache, dass wir länger leben und deshalb eher altersbedingte Erkrankungen entwickeln“, erklärt Prof. Dr. Ralf Schwarzer von der deutschen Psychologenföderation. „Leider neigen wir dazu, statt auf kostengünstigere Präventionsmaßnahmen wie zum Beispiel die Förderung unserer eigenen Gesundheitsverhaltensweisen mehr Aufmerksamkeit auf kostspielige Behandlungsverfahren zu richten.“

In der Tat hat die Forschung in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gezeigt, dass die körperliche und die geistige Gesundheit stark von Verhalten beeinflusst werden – zum Beispiel durch das Rauchen, den Alkoholkonsum, die körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung, ausreichenden Schlaf, Ruhe und Entspannung, die Nutzung von Gesundheitsfürsorge oder die alltägliche Hygiene. „Dies sind alles Risiko- oder Gesundheitsverhaltensweisen – und Verhalten ist die Domäne, für die Psychologen die Experten sind.“ sagt Schwarzer. „Psychologen können den Menschen helfen, ihre Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und dafür sorgen, dass Risikoverhalten durch Gesundheitsverhalten ersetzt werden. Leider stellen wir fest , dass wir heute trotz der massiven Herausforderungen, denen wir hier in Europa begegnen, immer noch nicht genügend Ressourcen in die Prävention investieren, die den Menschen bewusst zu macht, dass sie selbst eine entscheidende Rolle ausüben können, die Verantwortung über ihre eigene Gesundheit und die anderer übernehmen zu können! Wir könnten dies durch die Translation, also den Brückenschlag, von psychologischen Forschungserkenntnissen in die Praxis der Gesundheitsversorgung erreichen. Den Gesundheitspsychologen kommt eine wichtige Rolle in unseren Gesundheitssystemen zu.“

Für weitere Informationen zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich bitte per E-Mail an Pauline Adair - Vorsitzende des Ständigen Ausschusses Psychologie und Gesundheit bei der EFPA: pauline.adair@strath.ac.uk oder Gabriele Nicolai: g.nicolai@bdp-verband.de

Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zur Verfügung:
www.bdp-verband.de/bdp/presse/2014/05_BDP_Pressemitteilung.pdf


Alenka Tschischka, Pressereferentin
Am Köllnischen Park 2, 10179 Berlin
Tel. 030 - 209 166 620
Fax: 030 - 209 166 680
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