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Pressemitteilung
Nr. 20/12
21. Dezember 2012

Psychisch Kranke allein gelassen

BDP kritisiert neue Bedarfsplanungsrichtlinie

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen kritisiert die gerade verabschiedete Bedarfsplanungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). „Mit dieser Regelung werden psychisch Kranke allein gelassen“, bringt BDP-Vizepräsident Heinrich Bertram die Konsequenzen auf den Punkt und fordert das Bundesgesundheitsministerium auf, dagegen Einspruch anzumelden. „Es kann nicht sein, dass von der Kassenärztlichen Vereinigungen im Oktober mehr Psychotherapeutensitze versprochen wird, andererseits nun aber 6000 Sitze wegfallen sollen. Ich fordere die Politik auf, hier einzugreifen.“

Der BDP kritisiert seit langem, dass die Bedarfsplanungsrichtlinie auf alten Zahlen von 1999 und nicht auf den tatsächlichen Behandlerzahlen beruht. Selbst der Status Quo 2012 ist nicht ausreichend. Die Auswirkung spüren vor allem die Patienten. Heute wartet ein Patient in einer ländlichen Region durchschnittlich bereits 14,5 Wochen auf ein erstes Gespräch mit einem niedergelassenen Psychotherapeuten. Die Zahl in Ballungsgebieten beträgt 12,5 Wochen und würde mit der neuen Richtlinie wohl dieselbe wie auf dem Lande werden.

Aufgrund der erwiesenen Wirksamkeit von Psychotherapie und der großen Bedeutung psychischer Erkrankungen – ökonomisch und für die Lebensqualität – ist eine Verbesserung der Versorgungsplanung dringend notwendig.

Der BDP-Bericht 2012 „Die großen Volkskrankheiten“ steht kostenlos zum Download zur Verfügung:
www.bdp-verband.de/aktuell/2012/bericht/

 

Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zur Verfügung:
www.bdp-verband.de/bdp/presse/2012/20_BDP_Pressemitteilung.pdf


Alenka Tschischka, Pressereferentin
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